Stiografie Referenz Aufbauschrift

Ein experimentelles Kurzschriftsystem

www.reintechnisch.de :: Start: 24.12.2018 :: Stand: 29.09.2019

Status

Erster Entwurf in 12/2018. Praxiserprobung folgt in den kommenden Monaten. Zahlreiche Veränderungen sind noch möglich. Nur für den experimentellen Einsatz gedacht.

Einführung

Die Stio-Grundschrift definiert ein recht simples System, mit der man jeden Text in Kurzschrift schreiben kann. Der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der Normalschrift kommt vor allem durch vereinfachte Zeichen zustande. Aber auch durch zusätzliche Konzepte, wie das Weglassen doppelter Buchstaben oder das man so schreibt, wie man spricht. Das System ist einfach, weil man hauptsächlich nur einen schmalen Satz an neuen Buchstaben lernen muss. Um diese sicher und zügig zu schreiben, braucht es dann vor allem Übung.

Die Aufbauschrift möchte die Schreibgeschwindigkeit und Effizienz noch mal deutlich erhöhen. Dies gelingt vor allem dadurch, dass man für häufig vorkommende Wörter der deutschen Sprache Kürzel definiert. Kürzel bestehen im einfachsten Fall aus einer Aneinanderreihung wichtiger Zeichen des Wortes, genauso wie man es in der Normalschrift auch macht. Es gibt hier aber auch weitere Konzepte, z.B. die Einführung neuer Buchstaben oder Zeichenmuster. Hier tauchen also Zeichen auf, die sich mit dem Wissen der Grundschrift nicht interpretieren lassen. Der Vorteil neuer Zeichen ist die Kürze und auch schnelle Lesbarkeit. Der Mensch ist sehr gut in der Lage, Muster zu erkennen. Neue Muster müssen natürlich auch wieder gelernt und geübt werden.

Die Aufbauschrift ist wesentlich umfangreicher, was das Auswendiglernen von neuen Schreibmustern angeht, ob nun neue Zeichen oder Zeichenkombinationen. Es ist damit eine Fleißaufgabe. Der Grund dafür ist, dass die deutsche Sprache doch recht viele häufig vorkommende Wörter hat.

Günstig ist aber, dass man hier in kleinen Schritten lernen kann. Man kann sich immer wieder 5-10 Kürzel in den Fokus holen, diese über die nächsten Wochen verinnerlichen und im Alltag nutzen, bis sie wirklich sitzen. Und dann sucht man sich die nächsten Kürzel, die für einen besonders viel Sinn ergeben.

Die Aufbauschrift ist universell gehalten. Hier werden nur Kürzel für Wörter definiert, die in allen Texten häufig vorkommen, also z.B. und, auch, oder, er, der, die, das usw. Daneben gibt es häufig vorkommende und zum Teil sehr lange Wörter, die im jeweiligen Einsatzgebiet auftauchen. Hier ist es notwendig, dass jeder für sich eigene Kürzel definiert für Wörter, die in seinem Fach- oder Themengebiet wichtig sind.

Die Aufbauschrift macht immer wieder Freude, weil man so unmittelbar spürt, wie viel Schreibarbeit man sich durch neu gelernte Kürzel sparen kann. Es ist die Freude an der Efizienz, die so unmittelbar spürbar wird. Das hilft sehr, motiviert dranzubleiben.

Design-Prinzipien

  • Für zusätzliche universelle Buchstaben werden 1,5 stufige Zeichen eingeführt. Diese reichen über den gesamten Schreibraum, also von +1 bis -1/2. Im einfachsten Fall werden bereits bekannte Schriftzeichen genutzt und in der Höhe einfach erweitert. Es können aber auch neue Zeichen geschaffen werden. Neue Zeichen sind universell nutzbar, aber auch kostbar, weil es nicht so viele davon gibt. Sie sollten nur für besonders häufige Silben oder Wörter genutzt werden.
  • Der Schreibraum von +1 Stufe bis -1/2 Stufe soll weiterhin erhalten bleiben. Insofern gibt es keine 3-stufigen Zeichen, wie bei Stiefo.
  • Wo konzeptionell möglich und sinnvoll, werden Kürzel aus Stiefo verwendet. Das erleichtert den Umstieg von Stiefo zu Stio. Außerdem sind die Stiefo-Kürzel gut durchdacht und lange Zeit praxiserprobt.

Kürzel für Endungen

Kürzungen: -lich/-entlich, -ung/-igung, -keit/-igkeit, -heit, -ion, -ig/-isch, -los, -nis, -schaft, -haft, -mal-, -tum, -ismus

Abkürzungen bei Endungen sind recht effektiv. So kann man mit recht wenigen neuen Kürzungsregeln eine Menge Zeit/Aufwand beim Schreiben sparen.

Bei den Endungen habe ich mich an der Stiefo-Aufbauschrift II orientiert mit einigen eigenen Erweiterungen oder Modifikationen.

Der kleine Punkt bei "-lich" ist eine rechts drehende kleine Schleife. "-ung" ist wie ein "u". Eine Unterscheidung braucht es in der Regel nicht, es gibt so gut wie keine Wörter, die sowohl mit "u" wie auch mit "-ung/-igung" enden können.

"-keit/-igkeit" endet eine ganze Stufe höher, dies ist eindeutig, es gibt keine Verwechselungsgefahr.

"-heit" ist wie "-keit", jedoch wird wieder eine Punktschleife am Anfang gemacht. Braucht man überhaupt eine Unterscheidung zwischen "-heit" und "-keit/-igkeit"? In vielen Fällen wohl nicht, aber weil auch Stiefo beides genau so unterscheidet, hab ich es so übernommen.

"-ion" wurde ebenso aus Stiefo übernommen, wo ein langer waagerechter Strich ein "o" ist. Ist in Stio mit nichts anderem verwechselbar. "-ig/-isch" ist aus Stiefo übernommen, wo es ein "i" ist. In Stio auch nicht verwechselbar mit was anderem.

"-los" schreibt man als linksdrehende Punktschleife. Solch kleine Schleifen muss man etwas üben, man findet sie aber auch in vielen anderen Kurzschriftsystemen, z.B. DEK und Stiefo-Aufbauschrift. Der lange waagerechte Strich ist in Stiefo das "o", in Stio mit nichts anderem zu verwechseln.

"-nis" ist ein tiefergestelltes "s". In Stiefo ist Tieferstellung und kurze Verbindung ja mit "i" assoziiert.

Interessant ist die Frage bei allen Endungen, wie man sie erweitert: Wie macht man z.B. aus "Unstimmigkeit" die Mehrzahl "Unstimmigkeiten"? In der Aufbauschrift gibts darauf eine simple Antwort: Macht man (fast überall) gar nicht. Endungen "e/en/er/es" werden fast immer als überflüssig angesehen, weil sich aus dem Kontext schon ergibt, was gemeint ist. Das ist übrigens der Grund, warum Stiefo zwischen den Artikeln der/die/das unterscheidet. Man hätte durchaus auch ein Wort dafür nehmen können, z.B. "de", wie in Holland. "De Stuhl steht auf de Boden!" kann jeder lesen und verstehen. Aber die Artikel sagen einem auch oft, ob Ein- oder Mehrzahl, es heißt ja z.B. "der Stuhl" und "die Stühle. Insofern hat man sich in Stiefo diese Sprach-Information bewahrt. Manche Endungen lassen sich aber trotzdem auch mit nachfolgenden Zeichen koppeln, ein "n" lässt sich z.B. an "-keit" dranhängen. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, wo es unabdingbar ist und wo man darauf verzichten kann.

Mitunter ist es so, dass Endungen hintereinander gehängt werden müssen. Das ist z.B. bei der Endung "-lich" der Fall. Beim Wort "Herzlichkeit" hat man die Endung "-lich" gefolgt von "-keit". An die Endung "-lich" lässt sich problemlos jedes andere Zeichen ankoppeln, insofern ist es kein Problem, "-keit" hinten anzuhängen. Allerdings muss man aufpassen, das "-lich" nicht mit dem Buchstaben "s" verwechselt wird. Es muss deutlich flacher geschrieben werden. Auch sollte die Punktschleife kleiner sein, als die Schleife, die man beim "s" machen würde.

Hier mal eine Auflistung, mit welchen Folgeendungen - nach meinen Recherchen - bei welchen Endungen zu rechnen ist:

Endung-e-en-es-er-st-ste-sten
-lichjajajajajajaja
-ung-ja-----
-keit-ja-----
-heit-ja-----
-ion-ja---jaja
-ig/ischjajajaja-jaja
-losjajajaja-jaja
-nisjajaja----
-schaft-ja-----
-haftjajajaja-jaja
-maljajajaja---
-tum--jaja---
-ismus-------
-ismen-------

Hier können wir dann auch prüfen, was möglich wäre, wollte man diese Endungen mitschreiben. Bei -lich ist alles möglich, es ist hinten mit jedem Zeichen koppelbar. Bei -ung können wir problemlos ein "n" anhängen. Es hat dann eine Doppelbedeutung "un" oder "ungen", was sich aber beim Lesen schnell auflösen sollte. Bei -keit, -heit, -schaft lässt sich auch ein n anhängen, welches 1/2 Stufe höher hängt. Bei -ion ist durchaus vorstellbar, auch beliebige Buchstaben noch hinten anzuhängen. Gleiches gilt für -ig/isch und -los. Bei -nis wäre vorstellbar, unterhalb der Grundlinie noch ein e, en oder es anzuhängen. Bei -haft sind -en, -es, -er gut anhängbar, eine halb Stufe über normal. Ein -e braucht es vermutlich nicht, weil sich da Klarheit aus dem Satz ergibt. Ebenso sind die Steigerungsformen an den Vorwörtern am, der, die, das zu erkennen. Bei -mal lässst sich ein en, es und er anhängen.

"-schaft" wurde aus Stiefo übernommen, ist eindeutig und mit nichts verwechselbar.

"-haft" ist eine Eigenkreation, die sich anbot. Es gibt doch zahlreiche Wörter, die mit "-haft" enden. Auch Stiefo Aufbauschrift II kennt so eine Endung, ist aber etwas komplizierter.

"-mal" ist eine Eigenkreation sowohl als Endung wie auch als einzelnes Wort zu gebrauchen. Stiefo kennt sowas nicht.

"-tum" ist ein tiefergestelltes "t", damit auch eine gute Gedächtnisbrücke. Abweichend von Stiefo, weil hier so nicht darstellbar.

"-ismus" ein tiefergestelltes M als einzigartiges Muster, was mit nichts anderem verwechselbar ist. Die halbe Tiefstellung ist im Rahmen der Möglichkeiten bei Stio. Bei "-ismen" ist es das Selbe, nur noch eine Schleife unten dran, die ein folgendes "en" andeutet.

Kürzel für Vorsilben

Kürzungen: ver-, ge-, aus-, mit-, ein-, er-, da-, an-, inter-, auf-, -pro-, für-, nach-, um-, vor-, zer-

Bei den Vorsilben ist es ähnlich wie bei den Endungen: Es gibt im Deutschen viele Wörter, die mit gleichen Vorsilben beginnen. Hier lässt sich richtig Schreibarbeit sparen, wenn man für die wichtigsten Vorsilben Kürzel hat.

"ver-" ist eine linksdrehende Punktschleife mit Schweif. Man kann es problemlos mit halb- oder einstufigen Zeichen koppeln. Es wird immer nahe der Grundlinie geschrieben.

"ge-" ist ein kurzer Strich, der in variabler Höhe angesetzt wird. Er ist auf der Höhe des Ansatzpunktes des nächsten Zeichens, also eine halbe oder ganze Stufe von der Grundlinie entfernt.

"aus-" ist ähnlich, nur hat man hier einen langen Strich.

"mit-" ist auch als Vorsilbe und einzelnes Wort schreibbar. Es lässt sich hinten problemlos mit anderen Zeichen koppeln. Davor allerdings nicht, es muss also immer das erste Zeichen bleiben. Hat man Wörter wie z.B. "damit", schreibt man "da-mit" getrennt, aber nahe beieinander. Würde man vorne koppeln, gäbe es Doppeldeutigkeit mit "t".

"ein-" ist ein neues Zeichen, was bis in den Vokalraum reicht, also 1/2 Stufe unter die Grundlinie. Es ist von Zeichen aus der Grundschrift klar unterscheidbar. Es kann vorne und hinten gekoppelt werden und bleibt dabei eindeutig. Man kann also auch z.B. "Verein" damit schreiben. Es ist also nicht nur Vorsilbe, es kann als einzelnes Wort, als Nachsilbe oder innerhalb eines Wortes stehen. Man könnte aus sagen, es ist ein vollwertiges Zeichen, wie z.B. "cht" aus der Grundschrift.

"er-" ist aus Stiefo übernommen. Hier wird etwas getrickst. Eigentlich ist es das Selbe, wie der Aufstrich am Anfang, der in der Grundschrift für "e-" steht. Nun liegt aber z.B. "Ewachsen" und "Erwachsen" phonetisch so nahe beieinander, dass man mit der Doppelbedeutung gut klar kommt. Steht also am Anfang eines Wortes "er-", schreibt man nur "e-" und spart sich das folgende "r".

"da-" ist ein hochgestelltes "d". Hochstellung bedeutet in Stiefo "a", womit das Sinn ergibt. Wir schreiben es in Stio alleinstehend und koppeln es nicht. Es lässt sich nämlich nicht so wirklich koppeln. Als Einzelwort kann man es für "da/dar" verwenden.

"an-" wurde von Stiefo übernommen. Weil es hier oben fixiert geschrieben werden muss, können wir es nur mit folgenden einstufigen Zeichen koppeln. Macht aber nichts, halbstufige Zeichen lassen sich gut darunter schreiben. Es lässt sich auch als Einzelwort für "an/am" verwenden.

"inter-" abweichend von Stiefo hab ich hier ein für Stio passenderes Zeichen verwendet, was sich auch gut nachfolgend koppeln lässt. Es wird wie das "ei" recht flach vom Winkel her geschrieben und beginnt mit einer linkslaufenden Punktschleife. Damit kann man es überhaupt erst von einem "ei" am Wortanfang unterscheiden. Falls nach "inter-" ein Vokal kommt, muss man evtl. mit dem Selbstlautzeichen koppeln. Bei "Interesse" hab ich das aber nicht gemacht, weil man es hier intuitiv gut erfassen kann.

"auf-" ist ähnlich "inter-", jedoch ist der Winkel wesentlich steiler. Es lässt sich auch als Einzelwort "auf" verwenden. Vom Stiefo musste ich hier abweichen, weil der Schreibraum in Stio reduzierter ist. Ich finde aber, dass das so recht gelungen ist. Die linkslaufende Punktschleife muss natürlich klein genug sein, um es nicht mit "a" zu verwechseln, wobei "a" aber auch rechtslaufend ist.

"pro-" ist ein spannendes neues Zeichen, ein "p", was direkt unten ins "o" übergeht. Gibt es so in der Grundschrift nicht. Die Silbe "pro" gibts sowohl oft als Vorsilbe, wie auch innerhalb von Worten, z.B. bei "Kom-pro-miss". Von daher optimal, dass es sich von beiden Seiten mit jedem anderen Zeichen koppeln lässt.

"für-" Direkt aus Stiefo übernommen, lässt sich als Einzelwort schreiben, aber auch am Ende mit anderen Buchstaben koppeln. Wird es am Ende benutzt, wie z.B. bei "dafür", schreibt man getrennt, aber eng beieinander.

"nach-" Aus Stiefo übernommen, wie "für", aber wird weiter oben geschrieben. Das Zeichen variiert von der Schreibhöhe. Bei halbhohen Folgezeichen wird es halbhoch geschrieben, bei einstufigen Zeichen recht weit oben im Schreibraum. Als Einzelwort wird es ganz oben geschrieben. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man es vom "für" unterscheiden kann, aber hier ist der Abstand sehr deutlich, ein "für" schreibt man immer unter der Grundlinie.

"um-" ähnlich wie bei "pro-" wurde hier ein neues 1,5 stufiges Zeichen geschaffen. Einstufig wäre es ein "nd/nt". So bekommt es jetzt die neue Bedeutung "um", sowohl als Einzelwort, aber auch als vollwertiges Zeichen beliebig in Wörtern nutzbar.

"vor-" das Zeichen "f" wird hier als 1,5 stufiges Zeichen zum "vor", als Vorsilbe genauso, wie als Einzelwort oder im Wort.

"zer-" das Zeichen "z" wird hier als 1,5 stufiges Zeichen zu "zer-", was nur als Vorsilbe oder im Wort Sinn ergibt. Es ist aber ein vollwertiges Zeichen, was sich von beiden Seiten koppeln lässt.

Kürzel für häufig verwendete Wörter

Kürzungen: aus, aber, also, auch, als, am/an, ander, auf, bin, bei, bist, bis

Für "bei" wurde ein neues 1,5 stufiges Zeichen eingeführt, weil es viele Wörter gibt, in denen die Silbe "bei" auftaucht. Es kann so vielfach genutzt werden.

Einiges ist aus Stiefo übernommen, einiges sind neue Kreationen. In eckigen Klammern stehen Erklärungen, aus welchen Buchstaben es sich zusammensetzt. Viele Abkürzungen funktionieren ja nach dem Prinzip der Langschrift, dass einfach bestimmte Buchstaben zusammengefügt werden.

Kürzungen: da, doch, durch, das, dem, den, des, die, der, dies, ein, er, endlich, erst, es

Ich war lange am Überlegen, ob ich Punktzeichen aus Stiefo übernehmen sollte. Stio will ja Satzzeichen erhalten, also fällt der Punkt auf Satzzeichenhöhe schonmal weg. Für das Wort "das" hab ich ihn aber mal übernommen. Der Punkt ist so vorteilhaft, weil er sehr schnell geschrieben werden kann. Für "die" und "der" hab ich hingegen die normale Form der Grundschrift beibehalten, weil die schon recht kurz ist. Auch das Wort "erst" ist keine wirkliche Kürzung, sondern setzt sich aus der Vorsilbe "er" und "st" zusammen. Ansonsten stammen zahlreiche Kürzel aus der Stiefo Aufbauschrift.

Kürzungen: für, führen, Frage, ganz, gegen, gleich, vergleich, groß, größer, klein, kleiner, gut, hab, hast, hat, hatte, hätte, heute, her/herr, hier, ich, immer, ist, jetzt, kurz, kann, kein, könn, konnt, komm, lang, letz, mein/mich/mir, Mensch, mit

Bei "gleich" hab ich mal ein Experiment gewagt und Symbolik aus der Mathematik genutzt. Dann auch in Kombination mit "f", was dann zu Vergleich führt. Auf jeden Fall schön kurz und eingängig bzw. leicht erlernbar. Darauf kommts ja in Stio an. Gleiches hab ich für "groß/größer" und "klein/kleiner" gemacht, wobei hier das Symbol in unterschiedlicher Höhe geschrieben wird. Auf der Grundlinie ist es "groß/klein", etwas höher ist es "größer/kleiner" (Steigerung = hochgestellt).

Kürzungen: nach, nächst, natürlich, nicht, noch, oder, pro, Problem, recht, richtig, selbst, selbstverständlich, sich, sicher, sicherlich, sie, sind, sofort, solch, sein, sonder, sonderlich, soll, sonst, sonstig, sprechen, spricht, sprach, schreiben, schrift, schriftwechsel, stell, termin, trotz, trotzdem

"nächst" setzt sich aus "nex" zusammen. "x"??? Ja, das gibts tatsächlich in der Stiefo-Aufbauschrift. Es ist wie ein "k", aber halbhoch. Bietet sich hier gut an.

Sollte man statt "nicht" ein "nichts" brauchen, kann man ein s unterhalb der Grundlinie hinten anhängen. Bei einem "nichtig" kann ein kurzer waagerechtern Strich für "ig" am Ende angehängt werden, auch unterhalb der Grundlinie.

Das neue Zeichen für "selbst" und "sonst" stammt auch von Stiefo.

Das Zeichen für "trotz" und "trotzdem" ist eine neue Kreation. Ich fand das sehr interessant, eine einfache Form, die sich doch klar von der Grundschrift unterscheidet, weil das Zeichen am Ende eben nicht zur Grundlinie zurück findet. Auch schön, dass wir bei "trotz-dem" eine Herzform haben, dem konnte ich nicht widerstehen.

Das man viele Zeichen der Grundschrift als Einzelzeichen mit bestimmten Wörtern belegt, ist naheliegend und stammt aus Stiefo. Man kann sie nun auch noch höher oder tieferstellen, wovon Stiefo auch überall Gebrauch macht. In Stio sind wir da etwas eingeschränkt, einstufige Zeichen lassen sich zwar 1/2 Stufe tiefer, aber keine halbe Stufe höher stellen. Wo möglich, habe ich aber Stiefo übernommen.

Kürzungen: über, um, und, ungefähr, uns, unter, usw., viel, vom/von, vor, voraus, vergleich, war, was, welch, wenn/wen, werd, wieder, wesen, wesentlich, will/woll, wir, wird/wirst, wirklich, worden/geworden, würde, wurde, Zeit, zu, zunächst, zum/zur, zusammen, zwar, zwischen

"ungefähr" ist ein eigenes Zeichen, setzt sich also nicht aus "er" oder was ähnlichem zusammen. Weil für "er" auch ein anderes Zeichen definiert wurde, gibts hier keine Verwechselungsgefahr. Bei "zwar" wird das selbe Zeichen verwendet, aber hochgestellt.

Aufpassen muss man bei "viel" und "vom/von". Bei letzterem wird der Bogen unten bis zur Grundlinie hochgezogen und symbolisiert so ein "o", was ja in "vom/von" drinsteckt. Das war die Idee dabei. Jetzt wirds aber kritisch, wenn man z.B. "viel-fach" koppelt. Im gekoppelten Fall gibt es nur "viel" und kein "von/vom". Letzteres muss als getrennt vom folgenden Wortteil geschrieben werden. Es darf sozusagen nur einzeln stehen.

"vor-aus" lässt sich auch nicht direkt koppeln, das gibt das "aus" nicht so richtig her. Ok, man könnte es machen, da wird die Praxis zeigen, wie es funktioniert.

Für "worden/geworden/würde/wurde" wurden neue Zeichen eingeführt, die aus Stiefo Aufbauschrift stammen. Sie sind nicht uneingeschränkt mit anderen Zeichen vorne/hinten koppelbar, ist vermutlich aber auch nicht nötig.

Für "will/woll" ist das gleiche Zeichen wie für "gegen" genutzt worden, nur tiefgestellt. Auch dies stammt so aus Stiefo. Auch der schräge Strich für "Zeit" stammt aus Stiefo. Lässt sich gut merken, dass aus "zu" die "Zeit" wird, weil eine Stufe höher bei Stiefo auch das "ei" liegt.

Ergänzungen

05.08.2019 :: Ergänzungen

Hab die letzten Wochen etwas herumexperimentiert. Das Wort "nur" hab ich direkt aus Stiefo übernommen. Eine länger gezogene Schlängellinie. Man kann sich das ganz gut merken, weil es wie n anfängt, lang wie ein u ist und wie ein r endet. Zumindest so ungefähr als Gedächtnisstütze.

Für Wörter, die mit un- anfangen, hab ich ein neues Zeichen entwickelt, was unterhalb der Grundlinie geschrieben wird. Möglichst dicht an den ersten Buchstaben des restlichen Wortes. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das eine gute endgültige Lösung ist, fand es aber erstmal interessant.

Das "-bar" ist eine leichte Variation aus "b" und "a", jedoch etwas anders geschrieben, als normal. Insofer klar auseinanderzuhalten. Diese Form ist nach hinten raus auch fortschreibbar, also z.B. zu "Unfassbarkeit".

Das "-sam" ist eine Variation, die sich aus einem "s" und halb geschriebenen "a" ergab. Damit wird es im Grund ein "k", was eine halbe Stufe tiefer sitzt. Auch diese Form wäre fortschreibbar, z.B. für "Achtsamkeit".

Den einfachen Hochstrich " ' " möglichst eng am Ende eines Wortes geschrieben, symbolisiert, dass es eine Endungsergänzung gibt, die nicht geschrieben wurde. In Stiefo werden oft Endungen weggelassen, ohne dass man einen Hinweis dazu hat. Mag sein, dass das mit genug Übung auch nicht mehr nötig ist, derzeit finde ich es aber sehr hilfreich zu wissen, wenn bei einem Wort hinten etwas weggelassen wurde, was noch ergänzt werden muss. Es kann dabei für zahlreiche Endungen stehen, die man weglässt und die sich aus dem Kontext ergeben. In den Beispielen wurde nur "könn" geschrieben und steht dann für könnte, können, könne. Was sich nicht aus dem Kontext ergibt, muss komplett geschrieben werden.

10.09.2019 :: Ergänzungen

Hier gibts ein paar neue Kürzel und ein paar Korrekturen. Das Kürzel Kompromiss setzt sich zusammen aus "Komm" und "Pro". Das Kürzel "gesprochen" bietet sich so an, siehe auch sprechen und sprach weiter oben. Das Kürzel "Thema" ist mit "te" abgekürzt. "Seit" ist eine halbhohe "1" hochgestellt, womit sie sich neben "ist" und "mit" einreiht. Dann ein paar häufige Wörter, die mit "ion" enden, Kommunikation, Position, Produktion. Das Kürzel für "vor" hab ich angepasst und entspricht jetzt Stiefo. Mir erschien das sinnig, weil auch die vorherige Idee mit "von" und "vor" zu Kollisionen führt. Das Kürzel für "viel" wurde auch angepasst, ist so stimmiger, "von/vom" auch. Diese 3 Wörter musste ich einfach neu sortieren, auch um sie beim Lernen klarer auseinanderhalten zu können. Das Wort "bis" wurde neu definiert, ist jetzt auch Stiefo-Standard.

Ganz wichtig ist die Neudefinition des veränderlichen Verbes haben. Die vorherige Defintion war zu lang und unpraktisch. Es braucht Kürzel für die 3 Zeitformen, allerdings braucht es keine Unterscheidung zwischen den unterschiedlichen Formen einer Zeitform. Deshalb ist hab/hast/hat ein Kürzel, nämlich einfach das "t". Bei "hatte" sind es "tt", also enge Verbindung. Und bei "hätte" ist es "tet", also halbweite Verbindung. Das Kürzel für "bereit/bereits" ist Stiefo-Standard, ebenso "bei" und "kürzlich".

Auch wichtig das veränderliche Verb können. Auch hier braucht es alle 3 Zeitformen. Es wird dargestellt durch ein "x" aus der Aufbauschrift, also ein halbhohes "k". Mit waagerechtem Strich am Ende für Vergangenheit, mit aufsteigendem Strich für die Möglichkeitsform (Konjunktiv).

Am Schluss noch das Wort "lang", was früher nur ein "l" war, was aber nicht geht. Einzelne Buchstaben funktionieren nur bei unveränderlichen Wörtern, die auch nicht gekoppelt werden. Deshalb jetzt eine simple Abkürzung "ang".

13.09.2019 :: Ergänzungen

Eine wichtige Umdefinition, die sich einfach so schön angeboten hat, dass ich nicht widerstehen konnte. In Stiefo ist "kein" mit einem langen Bogen hochgestellt definiert. Doch in Stio haben wir ja das Kürzel für "ein" und das lässt sich mit einem "k" koppeln und ergibt ein sehr einfaches und vor allem intuitives Kürzel. Gleichzeitig achte ich bei Stio darauf, dass hochgesetzte Zeichen in der Regel etwas mit dem Vokal "a" zu tun haben. Und da bot sich nun für den langen Bogen das "lang" an, weil der Bogen eben auch lang ist, halb hochgestellt und auch an "ng" erinnert. Passt alles perfekt, so muss es dann auch sein. Deshalb also kurz hintereinander eine Umdefinition von lang.

Das Zeichen für "Alle" stammt aus Stiefo, ebenso die Abwandlungen, außer allein, dass verbindet "all-ein" miteinander.

Mir ist dann aufgefallen, dass ich das Wort "ab" noch nicht definiert hatte, was ja auch häufig Vorsilbe "ab-" ist. Es muss also hinten koppelbar sein. Hab lange rumgetüftelt, um ein intuitiv eingängiges und schnell schreibbares Zeichen zu finden. Dann kam ich auf dieses rechts herum geschriebene Zeichen, was oben begonnen wird und nach unten geschrieben, so dass man dann sofort weiter Zeichen ansetzen kann. Es hat Ähnlichkeit mit einer "9" und manche schreiben auch auf diese Weise eine Neun. Damit es nicht zu Verwechselungen im Text führt, sollte man eine 9 auch unten mit einem linkslaufenden Bogen schreiben.

"Bin/Bist" hat einen 1,5 hohes "b" bekommen. Intuitiv ein "bi", weil es ja unter der Grundlinie zum "i" wird. Man muss hier aber etwas aufpassen, es nicht mit dem "bis" zu verwechseln, welches nur einstufig ist, aber auch halb unter die Grundlinie geht.

Die Wörter "Besprechung" und "Beziehung" werden in meinem Schreibkontext öfter genutzt, weshalb ich dafür einfache Kürzel definiert habe.

Das Wort "dann" ist nicht zu verwechseln mit "zwar". Der erste Bogen zeigt ja, dass es ein "d" ist, gefolgt von einem "n". Und dann steht es noch in der hochgestellten A-Zone. Also auch recht intuitiv.

Erkenntnis ist auch ein Wort, was ich in meinem Kontext oft nutze. Hier mal ein Versuch eines neuen interessanten Zeichens, dass sich auch gut als Randnotiz in Büchern nutzen lässt. Es wird normal von unten nach oben rechtsdrehend geschrieben.

"geht" und "gehen" ist eigentlich kein Kürzel, sondern die Zusammensetzung aus "ge-t" und "ge-n". Trotzdem hab ich sie hier mal beschrieben, weil vielleicht nicht für jeden offensichtlich. "führt/führte" ist auch logisch.

Bei "kann" hab ich einen ähnlichen Ansatz gewählt, wie bei hat, hatte, hätte. Wir brauchen alle 3 Zeitformen, wobei Abwandlungen in den Zeitformen keine Rolle spielen, also nicht differenziert geschrieben werden. So schreibt man die Möglichkeitsformen "könnte, könntest, könnten" genauso, wie auch die Vergangenheitsform "konnte, konntet, konnten". Die Möglichkeitsform mit aufsteigendem Strich, die Vergangenheitsform mit waagerechtem Strich.

14.09.2019 :: Ergänzungen

Die "ge-" Formen von häufigen Verben sollte man unbedingt als Kürzel mit dabei haben. Damit Texte verständlich bleiben, kann man das "ge-" nicht einfach weglassen. Insofern habe ich jetzt für "gehabt", "gekonnt", "gemusst", "gesagt", "gestellt" entsprechende Kürzel entwickelt. Baut alles logisch auf den kurzen waagerechten Strich auf, der ja für die Vorsilbe "ge" steht. Bei "gehabt" steht geschrieben "gett", was mit nichts anderem kollidiert. Die hochgeschriebenen "gekonnt" und "gemusst" kollidieren ja schon wegen der höheren Position nicht. Man braucht übrigens schon einen spitzen Bleistift, damit man diese halbhohen Zeichen dort noch ordentlich schreiben kann. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn man sich etwas mehr Platz in der Höhe nimmt, das kollidiert mit nichts anderem. Ich hab übrigens immer auf die Vergangenheitsform aufgebaut.

Bei "lassen" bot sich wieder die Hochstellung des "s" an, wie bei "was". Das ist so eine Regel, die aus dem Stiefo kommt, dass die Hochstellung ein "a" andeutet.

Bei "los" gabs ja schon die Endung "-los", hier gleiches Muster, nur für das einzelnen Wort "los".

Für "oft" und "öfter" eine neue Zeichen-Kreation, ein "o" mit einem linkslaufenden Kringel. Unterscheiden sich beide nur durch den Strich für das "ö".

"Option", "Organisation", "Situation", "Reaktion" sind in meinem Schreibkontext häufige Wörter, die alle nach dem gleichen System gebildet wurden. Also Endung "-ion" und dann 1-2 führende Buchstaben des Wortes.

"sonder" und "sonderlich" sind aus Stiefo übernommen. Auch wenn es hier nicht ganz so deutlich wird, bei "sonderlich" ist die Endung "-lich" drangehängt.

"sonst" und "sonstig" wurde aus Stiefo übernommen. Auch wieder ein neues Zeichen, ein großer linksherum geschriebener Kreis, der auch für "selbst" genutzt wird.

"schon" war ein kleiner Glücksfall, ein oft vorkommendes Wort und das halb tiefergestellte "sch" war noch frei.

Dann noch das häufig verwendete Wort "sagen" im Präsens "ich sage / du sagst / er sagt / wir sagen", in der Vergangenheit "sagte/sagten/sagtest" und mit "ge-".

"soll" und "sollte" wieder aus dem Stiefo entlehnt.

15.09.2019 :: Ergänzungen

Die Vorsilbe "rück-" hat eine gewisse Häufigkeit, die ist in Stiefo auch definiert, kann aber so nicht übernommen werden, weil inkompatibel mit Stio. Ich habe aber in der DEK-Steno-Schrift etwas Passendes gefunden. Dort wird ein "x" verwendet. Genaugenommen wird am Anfang auf der Grundlinie begonnen und ein Aufstrich zum ersten Buchstaben vorgenommen. Wie bei der Vorsilbe "er-". Dieser Aufstricht wird nun aber recht weit unten durchgestrichen. Das ergibt dann die Bedeutung "rück-".

Mir scheint es so, dass man es am Besten so angeht: Zuerst den links geneigten "Durchstrich" schreiben und dann den Aufstrich. So muss man nicht am Endes des Wortes nochmal zurück gehen.

In Fällen, wo man "rück" getrennt von anderen Wörtern schreiben will, sollte das "x" problemos verwendbar sein. Ich sehe derzeit keine Kollisionen oder Fehldeutungen.

Bei "zurück" setze ich einen "Durchstrich" ans Ende, um anzudeuten, dass aus dem "zu" ein "zurück" wird. Ähnlich verfahre ich bei "verrückt" und "verrücken".

Ich finde, eine sehr elegante Lösung. Diese "Durchstriche" gibt es auch in Stiefo Aufbauschrift II, werden dort aber nur für ein paar Endungen eingesetzt.

"voraus" musste wg. der Änderung von "vor" auch neu definiert werden. Man könnte "vor" und "aus" auch zusammenziehen, im Moment glaube ich aber, dass getrennt geschrieben besser für die Erkennung ist.

"was" ist neu definiert, hier wird wie in Stiefo das "s" eine halbe Stufe nach oben geschrieben, wodurch ein "a" dazwischen angedeutet wird.

"wen/wenn" musst neu definiert werden, weil ich versehentlich das "W" doppelt vergeben hatte, also auch für "wesen". Es ist jetzt kein Kürzel mehr, sondern steht ausgeschrieben. Ist ok, weil sehr schreibschnell.

"wahrscheinlich" ist eine Kombination aus "w", "a" durch Hochstellung und "lich".

"will/wollen" war ja schon definiert, aber nicht die Vergangenheitsform und die "ge-" Form. Das habe ich hier nachgeholt.

Bei "Zentrum" und "Ziel" bin ich in Richtung "Piktogramm" gegangen, was sich hier anbot. In bestimmten Zusammenhängen sind Piktogramm-Zeichen sehr sinnig, z.B. für Randanmerkungen in Büchern. Da können sie auch weitläufigere Bedeutung bekommen, also statt "Zentrum" dann z.B. "zentrale Aussage".

Um Piktogramme in eine Kurzschrift integrieren zu können, muss man sie zügig schreiben können. Hier passte es gut. Auch bei dem Wort "Erkenntnis" hatte ich es schon so gemacht, siehe Ergänzung vom 13.09.19. Weil Piktogramme in der Regel für sich stehen und nicht koppelbar mit anderen Zeichen sind, geht das nur für alleinstehende, nicht veränderliche Wörter.

Auch die Vorsilbe "zer-" ist wichtig, kann aus Stiefo aber nicht übernommen werden, weil nicht kompatibel. Hier fand ich ein modifiziertes "z" sehr gut, welches oben mit einem Punkt begonnen wird, ähnlich wie die anderen Punktzeichen, z.B. "ver-", "für", "ich", "auch", "nach", "andere". Man darf den Punkt nicht zu groß machen, sonst gibts Verwechselungsgefahr mit dem "st". Das sollte aber machbar sein, der Unterschied ist deutlich. Nachtrag: Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, "zer-" war schon definiert, durch einen 1,5 hohes "z", siehe weiter oben bei "Kürzel für Vorsilben". Das mit Punkt modifzierte "z" bleibt trotzdem interessant für kommende Kürzel.

18.09.2019 :: Ergänzungen

"jedoch" ist eine Zusammensetzung aus "j+doch". Kann auch als durchlaufender Bogen geschrieben werden, das "j" muss als nicht schnurgerade geschrieben werden. "jed" bot sich an als Kombination von "j+d". "jene" wurd aus Stiefo übernommen. Für "Jahr" brauchte es was Neues, weil Stiefo nicht kompatibel. Ein "j" mit untenliegender, rechtslaufender Punktschlinge. Rechtslaufend, damit man noch Buchstaben ankoppeln könnte.

"mitten", "mitte" und "mittwoch" ergibt sich aus der Kombination mit dem Zeichen für mit, hier nur nochmal zur Verdeutlichung aufgeschrieben.

"muss" und "musste" sind ähnlich definiert, wie kann/kannte. Das Mitlautzeichen bot sich an, weil es wie ein kleines "m" aussieht.

"nichts" erschließt sich auch logisch aus "nicht+s".

"Planung" ergibt sich aus "P+ung". Die wichtigsten "*ung"-Wörter kann man aus dem ersten Buchstaben + "ung" definieren, weitere z.B. mit 2-3 Buchstaben am Anfang und dann "ung".

"weit..", also z.B. "weiter" hat ein neues Zeichen bekommen. Ähnlich, wie für "meist" schon eine Kringel-Ergänzung eingeführt wurde, hab ich das nun mit dem "W" gemacht, welches dann für dieses häufig genutzte Wort steht. Nach hinten sind weitere Buchstaben koppelbar, vorne nicht. Wichtig ist hier, es deutlich von einem "l" zu unterscheiden. Dies gelingt, in dem man den Kringel beim Schreiben ganz oben bei er Zeilenbegrenzung ansetzt und dann unten rechts den Kringel macht. Also so bei 11-12 Uhr beginnen.

Diverse Kombinationen für "..gleich.." waren naheliegend, hab ich mal definiert. "abgleich" ist dabei eine Kombination aus "ab+gleich".

21.09.2019 :: Ergänzungen

Das Kürzel für "Herr" zeigt schön, wie man den Buchstaben "h" mit einer kleinen Änderung doppelt nutzen kann. Alle rücklaufenden Zeichen kann man mit einem Kringel ergänzen, den man normal nutzen würde, um rechts weiter zu schreiben. Nur dieser Kringel ist dann das zusätzliche Unterscheidungsmerkmal zum normalen "h", welches noch mit einem anderen Wort belegt werden kann. Dieses Kürzel stammt übrigens aus Stiefo.

Bei "fest" wird "f" genutzt. Hier kann man dann aber z.B. "festhalten" nicht zusammenschreiben, weil einzelne Zeichen nicht koppelbar sind. Würde man z.B. "finger" schreiben, wüsste man nicht, ob es "finger" oder "festinger" heißt. In Stio und Stiefo ist es aber auch üblich, vieles auseinander zu schreiben, aber etwas näher beeinander gerückt.

"eigentlich" setzt sich aus "ein+lich" zusammen. Reicht als Eselsbrücke, etwas angetrunken wird aus einem "eigentlich" schnell auch ein "einlich". Das Kürzel nett, weil schön kurz. "einig" ist klar, also "ein+ig". "einzig" ist "ein+z+ig" und "einzeln" ist "ein+z+e", wurde leicht abgewandelt dem Stiefo entnommen.

"Funktion" und "Planung" folgen der schon zuvor genutzten Idee, erster Buchstabe + "ion" bzw. "ung" für zentrale Wörter mit diesem Buchstaben und entsprechender Endung.

"Produkt" setzt sich aus Vorsilbe "pro-" und "d" zusammen, also "prod".

"zeitig" ist aus "Zeit+ig" zusammengesetzt. Stumpfe Winkel schreiben sich nicht sonderlich gut - mal schauen, wie es sich bewährt. Bei "gleichzeitig" wurde ähnlich wie schon früher verfahren, der Strich deutet ein "=" Zeichen an.