Aktuelles

29.05.2010 :: Alkaline Batterien von Aldi und Ikea

Ich hab mal wieder einen Kapazitätstest von Alkaline Mignon-Batterien (AA/LR6) gemacht. Mich interessierte, wie gut die Batterien von Ikea abschneiden. Die sind bei 10 Stück für 1,59 Euro noch etwas günstiger, als Aldi (ich glaub 1,79 für 8 Stück).

Mit 400mA Entladestrom kommen beide auf etwa 1300-1400mAh bei 0,9V Entladeschlußspannung. Das entspricht in etwa den Werten von guten Markenbatterien, z.B. Duracell. Mit Weiterentladung 200mA und 100mA wieder jeweils auf 0,9V Schlußspannung, kommt man auf eine Gesamtkapazität von etwa 2250-2350 mAh. Auch das entspricht ziemlich dem, was ich bei Markenbatterien getestet habe und was dort auch in den Datenblättern steht.

Es gibt natürlich weitere Parameter, wie z.B. Selbstentladung. Meine Beobachtungen der letzten Jahre sind jedoch, dass die günstigen Discounter-Batterien auf Alkaline-Basis in der Regel gut sind. Bei Markenbatterien muss man zudem sehen, dass dort extrem hohe Handelsspannen drauf sind. Ein Blick auf Ebay zeigt, dass man eine Marken AA-Zelle für 30 Cent kaufen kann. Im Handel werden solche für typisch 1 Euro verkauft.

Abzuraten ist von Billigst-Batterien auf Flohmärkten oder Schnäppchenmärkten. Das sind meist Zink-Kohle Batterien (R6 anstatt LR6), die ganz geringe Kapazitäten haben.

Hier zeigt sich übrigens auch, dass für Hochstromverbraucher (Taschenlampen, Digitalkameras) Akkus besser geeignet sind. Ein Akku in der Größe AA hat auch bei diesen Strömen 2000-2500 mAh und hält damit doppelt so lange. Es empfiehlt sich hier aber, nur noch auf die neue Generation NiMH-Akkus zurückzugreifen, die eine ganz geringe Selbstentladung haben (siehe hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Eneloop). Auch ein gutes Ladegerät mit Einzelschachtüberwachung ist wichtig. Diese sind ab 30-50 Euro zu bekommen.

16.05.2010 :: Papierkleber wasserbasiert

Seit einigen Jahren findet man fast überall nur noch lösemittelfreie Papierkleber. So z.B. bei Uhu Flinke Flasche. Lösemittelfreie Kleber sind aber für Papierverklebungen oft nur schlecht geeignet. Sie enthalten nämlich Wasser. Damit wellt sich das Papier dann stark. Auch ist die Anfangshaftung ist recht gering - es braucht länger, bis das Wasser verdunstet ist. Lösemittelkleber hingegen ziehen schnell an. Außerdem mag ich den Geruch :-)

Blieben noch die beliebten Klebestifte. Die dürften auch lösemittelfrei sein. Zum Aufkleben von Adressen auf Polsterumschläge mag ich sie aber nicht.

Zum Glück hat Uhu auch die klassische Flinke Flasche mit Lösemittel noch im Angebot. Im Internet findet man noch zahlreiche Shops, wo man sie beziehen kann.

Trotz Umweltbemühen - den Luxus gönne ich mir, einige Gramm Lösemittel beim Klebstoff zu verbrauchen. Im Verhältnis zum Benzin, was ich verfahre, ist das Peanuts.

03.05.2010 :: Immer bessere Zahn-Füllmaterialien

Im Bereich Kunststoff-Füllungen hat sich in den letzten Jahren viel getan, wie mir meine Zahnärztin letztens erzählte. Sie verwendet so mit das Beste, was am Markt verfügbar ist, auch wenn dann die Füllung ein paar Euro mehr kostet. Der Füllstoff nennt sich Tetric EvoCeram.

Ich kann mir gut vorstellen, dass vom eingesetzten Füllmaterial stark abhängt, wie lange eine Füllung hält, insofern der Rest auch handwerklich korrekt durchgeführt wird. Eine gute Füllung kann durchaus 15-20 Jahre halten. Das ist wichtig, weil ja bei jedem Ausbohren alter Füllungen wieder Zahnsubstanz verloren geht. Ganz schnell ist man an dem Punkt, wo nur noch eine teure Krone möglich ist.

Guter Nebeneffekt: Die Zahnfarbe lässt sich extrem gut hinbekommen. Ich selber kann keinen Übergang zwischen Zahn und Füllung mehr erkennen. So gut war das bei den Kunststoff-Füllungen vor 10 Jahren lange nicht.

Ob Kunststoff überhaupt die richtige Wahl ist, bleibt natürlich eine wichtige Frage. Für eine Kunststoff-Füllung zahle ich derzeit so um die 60 Euro Eigenanteil. Ein Keramik-Inlay würde mich um die 400-600 Euro kosten. Günstige Keramik-Inlays auf CEREC-Basis hab ich auch schon für 150-250 Euro bekommen, aber ich bin mir momentan gar nicht mehr so sicher, ob das eine gute Entscheidung war. Bei CEREC gibt es in der Fachwelt ein geteilte Meinung. Die Zahnfarbe stimmt hier auch nicht, was mir aber nicht so wichtig ist. Aber auch hier gibt es viel Fortschritt in den letzten Jahren und die neuesten CEREC-Geräte und Materialien sind schon wieder viel besser geworden.

Im Moment halte ich es so, dass für kleine Füllungen Kunststoff reinkommt und für größere Löcher, wo nicht mehr viel Substanz da ist, besser Keramik.

Weblinks:

25.04.2010 :: Digitale Hinguck-Interfaces

Die Digitalisierung hat Benutzerinterfaces oftmals komplizierter und nicht einfacher gemacht. Ein schönes Beispiel im Auto: Beim alten Corsa B gab es einen Einstellknopf für die Heizung und einen für die Lüftung. Beide konnte ich blind bedienen, weil man die Stellung ertasten konnte. Ebenso gab es für die Umschaltung von Innenluft nach Außenluft einen schönen Schieber. Alles war irgendwie erfühlbar, wie die Steller gerade stehen. Das war einfach und klar.

Der neuere Corsa C hat Klimananlage und das Benutzerinterface ist voll digitalisiert. Es gibt nur noch Tasten und einen Drehknopf. Der Drehknopf hat keine fühlbare Position, man muss beim Verstellen auf das Display schauen. Auch bei den Tasten kann man nicht erfühlen, ob man damit gerade eine Funktion ein- oder ausgeschaltet hat. Auch hier muss man auf's Display schauen, sonst weiß man nicht, was man gemacht hat.

Gerade im Auto wird das schön klar: Bei heutigen Benutzerinterfaces muss man immer hingucken, um zu wissen, was man gemacht hat. Und das ist beim Autofahren alles andere als sinnvoll. Das kann sogar richtig gefährlich werden.

Aber selbst wenn es nicht gefährlich ist, es ist oftmals sehr praktisch, bei der Bedienung eines Gerätes nicht ständig visuell überprüfen zu müssen, was man einstellt oder umstellt. Das dauert alles länger, macht es umständlich und sorgt für Stress.

Schön empfinde ich auch das haptische Erlebnis manch alter Schalter. Ich erinnere mich noch genau, wie sich diese Dreh-Lichtschalter anfühlten, die im alten Haus meiner Oma montiert waren. Das war ein echtes Erlebnis, wie die so klackten und man das in den Fingerspitzen spüren konnte. Ein Freund hat mir letztens so einen Schalter geschenkt und ich werde ihn bald mal verbauen.

20.04.2010 :: Praktische Kleinigkeit: Zwischenablage

Es lohnt sich, im Alltag immer mal wieder zu schauen, wie man Dinge besser machen kann. Beim Online-Banking muss man ja oft Konto-Nummern von einer Webseite oder Mail, in die Bank-Webseite rüberkopieren. Also markieren, mit strg+C in die Zwischenablage, anderen Webseiten-Reiter aktivieren und mit strg+V ins Bankformular rein.

Dabei hatte ich das Markieren mit der Maus immer so gemacht, dass ich von Anfang bis Ende der Nummer gezogen haben. Dabei markiert man schnell mal irgendwelchen Müll davor oder danach, wenn man nicht genau zielt. Durch Zufall ist mir aufgefallen, dass es auch viel einfacher geht: Ein Doppelklick auf eine zusammenhängende Zahl markiert diese vollständig.

Blöde Angewohnheiten hat man manchmal, denn eigentlich wusste ich, dass ein Doppelklick ein ganzes Wort oder eine ganze Zahl markiert. Aber was einem am wenigsten auffällt, sind die eigenen Angewohnheiten.

Leider funktioniert der Doppelklick nicht bei Zahlen, bei denen ein Dezimalkomma vorkommt - für den Betrag einer Überweisung wäre das praktisch.

Manche Kontonummer werden auch kopierunfreundlich (aber lesefreundlich) auseinandergezogen dargestellt, also z.B. so "123 456 789". Auch hier hat man kein Glück, mit einem Doppelklick. Noch nichtmal das Einfügen funktioniert, weil das Bankformular sowas nicht mag. Um zumindest die Leerstellen loszuwerden, hilft dieser Trick: Die Zahl im Formular dort einfügen, wo man den Betreff der Überweisung einträgt. Dann Leerstellen rauslöschen und mit einem Doppelklick + strg+X wieder in die Zwischenablage, um sie dann an dem richtigen Zielort mit strg+V abzulegen.

Ich hoffe auf die Zeit, wo man endlich mal mit der rechten Maustaste den Menüpunkt "Diese Zahlungsinfos komplett in das Kontoformular übernehmen" findet. Bei manchen Dingen ist das Internet doch noch sehr angestaubt...

01.04.2010 :: Vernünftige Stirnlampe

Stirnlampen haben gegenüber Taschenlampen einen entscheidenden Vorteil: Man hat die Hände frei. Von daher benutze ich sie gerne, ob ich nun am Computer schraube, unters Auto krieche oder im Keller nach etwas suche. Auch für eine Nachtwanderung sind die Teile gut zu gebrauchen.

Viele Kopflampen/Stirnlampen benötigen mehrere Rundzellen für die Stromversorgung. Oder gar teure Lithiumzellen. Das ist ungünstig. Es gibt aber auch einige Geräte, die kommen mit einer einzigen Rundzelle aus. So eine sollte es unbedingt sein, denn das ist sehr praktisch.

Es gibt dabei gleich mehrere Vorteile: Benutzt man Akkus, so kann man so jede Einzelzelle wirklich bis zum Ende entleeren. Werden hingegen mehrere Zellen in Reihe geschaltet und haben unterschiedliche Ladezustände, ist eine Zelle irgendwann schon leer, die anderen haben hingegen noch Restladung. Dieser Zustand ist zudem akkuzerstörend, weil sich die Spannung in der entleerten Zelle umpolt.

Außerdem ist es im Dunkeln viel einfacher, eine Zelle zu wechseln. Und man braucht auch nicht so viele Ersatzzellen mit sich rumzuschleppen.

Seit einem Jahr hab ich nun die Liberty 110 von liteXpress im Einsatz. Sie arbeitet mit einer AA-Zelle und macht mit spezifizierten "bis zu" 26 Lumen ausreichend gut Licht. Es ist eine Leuchtdiode, die gut gebündelt abstrahlt. Der Hauptkegel ist bei 30cm etwa 8cm, bei 3 Meter etwa 50cm. Etwas Streulicht sorgt dafür, auch außerhalb des Lichtkegels was zu sehen. Der Stromverbrauch liegt bei etwa 550mA bei voller Zelle und sinkt dann bei Entladeende bis etwa 350mA ab. Eine Akkuzelle hält also ungefähr 4-5 Stunden.

Mein Luxmeter zeigt bei 50cm Abstand eine Beleuchtungsstärke von 2000-3000 Lux im Zentrum des Kegels. Bei 3m Abstand sind es noch 100 Lux.

Etwas ungünstig ist die Gewichtsverteilung, weshalb man auch das zweite Gummiband nutzen sollte, was von vorn nach hinten über dem Kopf geführt wird. Sonst wippt die Lampe beim Laufen. Was ich persönlich auch nicht brauche, ist die Blinkfunktion: Einmal drücken = Dauerlicht, nochmal drücken = Blinklicht, nochmal drücken = aus. Ich muss also immer zweimal drücken, um sie auszuschalten, was mich etwas stört. Machen viele andere Lampenhersteller aber genauso.

Die Lampe gibts für etwa 15-20 Euro, finde ich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Lieferanten findet man z.B. mit der Google-Shopping-Suche.

25.03.2010 :: Moderne Medizintechnik

Durch moderne Medizintechnik kann man heute sehr schonend Vorsorge und Diagnostik betreiben. Und auch Operationen können mit modernen Verfahren weniger belastend sein.

Man wollte mir kürzlich ein Loch in den Oberkiefer bohren, um herauszufinden, ob sich dort eine Zyste befindet. Auf dem Röntgenbild sah man was Verdächtiges, war sich aber nicht ganz sicher. Man hätte auch ein CT machen können, aber das belastet den Körper relativ stark mit Röntgenstrahlung.

Durch Internet-Recherchen fand ich heraus, dass es seit einigen Jahren die sogenannte Digitale-Volumentomographie gibt. Hierbei fährt das Röntgengerät um den Kopf und macht etwa 200 Röntgenbilder aus verschiedenen Winkeln. Diese können dann mit viel Computer-Rechenleistung zu einem 3dimensionalen Volumenkörper umgerechnet werden. Man kann nun in alle Richtungen durch dieses 3dimensionale Röntgenbild navigieren und so jeden Punkt im Kieferbereich analysieren.

Die Strahlenbelastung liegt bei einem Kopf-CT bei ca. 2 mSv, beim neuen DVT nur bei 0,07 mSv. Das sind gerade mal 3,5%. Ein Röntgenbild beim Zahnarzt belastet zum Vergleich etwa mit 0,01 mSv.

Leider werden viele moderne Verfahren nicht von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert, so auch beim DVT. Mit etwa 250-300 Euro ist es aber noch in einem bezahlbaren Rahmen. Als Autofahrer freut man sich in der Regel, wenn man mit so einem Betrag aus der Werkstatt kommt...

Heraus kam jedenfalls, dass keine Zyste vorhanden ist, somit hab ich mir dadurch einen unangenehme und mit Risiken verbundene Kieferbohrung erspart.

Moderne Technik ist oft auch hoch komplex. Es braucht gut ausgebildete und erfahrene Experten, die damit umgehen können. Es lohnt sich deshalb, nach Kliniken zu suchen, die damit viel Erfahrung haben.

Eine eigene Recherche, was heutzutage möglich ist, hat uns schon öfters alternative Wege aufgezeigt. Wege, die uns Ärzte oft erst auf Nachfrage bestätigt haben.

Weblinks:

07.02.2010 :: Webbaukästen

Ich hab in den letzten 15 Jahren viele Versuche beobachtet, wie man schnell und einfach zur eigenen Homepage kommt. Viele dieser Projekte scheiterten. Entweder waren sie zu unflexibel und die damit erstellten Seiten sahen langweilig eintönig und hausbacken aus. Oder sie waren nicht richtig kompatibel zu den gängigen Webbbrowsern. Vieles war auch nicht zu Ende gedacht und nur halbherzig umgesetzt.

Man muss dabei berücksichtigen, dass die Webtechnologie eine kompliziert-verknotete Angelegenheit ist. Vor allem schleppt sie jede Menge alten Ballast mit sich rum. Schon viele haben sich die Zähne daran ausgebissen, das Web sauber in den Griff zu bekommen. Und bei Webbaukästen möchte man ja erreichen, dass recht unerfahrene Leute ihre Homepages zusammenklicken und mit Inhalt füllen, ohne mit HTML, CSS, Javascript, PHP und sonstigem Programmierkram belästigt zu werden.

Die große Kunst besteht also darin, wie man das hochkomplexe Web in etwas ganz einfaches herunterbricht, ohne dabei zu viel Flexibilität einzubüßen.

Nachdem in den letzten Jahren vor allem leistungsstarke Weblogsysteme auftauchten, findet man jetzt auch Dienstleister, die teilweise kostenlos recht flexible Homepage-Baukästen anbieten. Homepages, die man komplett Online über den Browser einrichtet und pflegt, ohne sich irgendeine Software installieren zu müssen.

Ein interessanter Dienstleister, den mir ein Bekannter empfohlen hat, ist jimdo.com. Meine ersten Einblicke in das System waren positiv. Ich denke, dass sich damit was anfangen lässt und man so sehr bequem und schnell zur eigenen Homepage kommt.

Jimdo wurde 2007 zu dritt gegründet. Mittlerweile arbeiten neben den 3 jungen Gründern 25 weitere Mitarbeiter bei Jimdo. Eine schöne Erfolgsgeschichte, bleibt zu hoffen, dass das Geschäftsmodell auch langfristig trägt.

Weblink:

21.01.2010 :: Bild-Popup-Bibliotheken

Die Bildpräsentation im Web hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Eine Vorgehensweise scheint sich dabei durchzusetzen: Bilder, die beim Anklicken vergrößert in den Vordergrund kommen, während der Hintergrund abgedunkelt wird.

Für diese Art der Präsentation gibt es mittlerweile unglaublich viele Bibliotheken, um diese Funktionalität in seine Website einzubinden. Litebox, Lightbox, ColorBox, HighSlide, Floatbox, Shadow Box und Thickbox, um nur einige zu nennen.

Eine gute Auflistung der wichtigsten Bibliotheken findet man hier:

Warum so viele? Ich glaub, das ist noch große Spielwiese. Jede Bibliothek funktioniert etwas anders, je nach Geschmack. Ich hoffe ja, dass sich mit der Zeit eine Spielart durchsetzen wird. Das ist wichtig, weil man momentan noch jedesmal darüber nachdenken muss, wie man sie als Anwender benutzt. Das ist mir noch alles zu uneinheitlich und verwirrt jedesmal. Bei manchen Bibliotheken wird z.B. der Button für "Nächstes Bild" erst dann eingeblendet, wenn man mit der Maus über den rechten Bildrand wandert. Das wissen viele nicht. Bei manchen findet man keinen "X" Button zum schließen, stattdessen muss man einmal auf's Bild klicken. Bei manchen funktionieren Cursortasten und die ESC-Taste, bei anderen nicht.

Eine etwas andere Spielart findet man in der Highslide-Bibliothek. Dort wird je nach Einstellung der Hintergrund nicht abgedunkelt, die Bilder aber trotzdem in den Vordergrund geholt. Dort können sie sogar verschoben werden. Ein Lupensymbol zeigt sehr intuitiv, dass man das Bild vergrößern und wieder verkleinern kann. Diese Bibliothek nutzt derzeit z.B. der Mitteldeutsche Rundfunk. Um es auszuprobieren, dort einfach mal eine Seite mit Bildern raussuchen, auf denen ein Lupensymbol auftaucht.

Vor dem Einsatz solcher Bibliotheken sollte man die Lizenbedingungen lesen, viele sind für den privaten Einsatz kostenlos, für kommerzielle Seiten muss hingegen öfters eine Lizenz gekauft werden.

20.01.2010 :: Spendenorganisationen

Durch das Erdbeben in Haiti ist das Thema Spenden wieder in den Mittelpunkt gerückt. Ich hab mich mal etwas umgeschaut. Es gibt ja jede Menge Spendenorganisationen, denen man sein Geld anvertrauen kann. Eine erste gute Hilfe zur Auswahl fand ich beim Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI, die vertrauenswürdige Organisationen durch ein Spendensiegel zertifizieren.

Was mich bei vielen Organisationen überrascht hat, ist die schlechte Versorgung mit Informationen für die Spender übers Internet. Im Blogging-Zeitalter schreit doch alles danach, die Spender täglich mit Weblogeinträgen auf dem Laufenden zu halten. Damit man nah dran bleibt und sieht, wohin die Gelder fließen, was konkret davon finanziert wird, welche Hilfsaktionen organisiert wurden und welche Schwierigkeiten dabei auch auftraten. So kann eine echte Verbundenheit entstehen. Stattdessen entsteht nach der Spende ein Vakuum - man weiß nichts darüber, ob das Geld nun wirklich konkret irgendwie hilft.

Auch die Offenlegung, wie viel Spenden täglich konkret eingehen, wäre doch mal was. Als letztens die Wikipedia Geld sammelte, wurde jede Spende in einem Logbuch aufgelistet. Und der Spender konnte noch irgendeine Info ins Spendenlogbuch schreiben. Klasse Idee. Das motiviert doch auch andere, zu spenden.

Irgendwie leben die meisten Spenden-Organisationen im Internet noch hinterm Mond.

Weblinks:

03.01.2010 :: Mindmaps

Wer seine Gedanken über Mindmaps ordnen will, sollte sich die freie Software Freemind mal anschauen. Sicherlich noch nicht so ausgereift, wie manche kommerzielle Lösung, aber sie läuft stabil und wird schon seit Jahren von vielen Begeisterten eingesetzt.

Die Funktionalität erschließt sich recht schnell intuitiv. Eine Sache sollte man aber wissen: Die Selektion der Elemente geschieht schon in dem Moment, wo man mit der Maus drüberfährt. Das kann manchmal ungünstig sein, wenn man z.B. eine Notiz an einen Knoten setzen will und ins Menü muss. Berührt der Mauszeiger auf dem Weg zum Menü einen anderen Knoten, sitzt der Fokus auf dem falschen Element. Um das zu verhindern, drückt man einfach bei der Bewegung die Strg-Taste. Auch die Alt- oder Shift-Taste funktioniert. Man unterbindet damit den Wechsel der Fokusierung. Oder man schaltet das Verhalten in der Konfiguration aus: Extras > Einstellungen > Verhalten > Auswahlmodus > Durch Mausklick.

Immer dann, wenn man komplexe Themen geistig durchdringen bzw. analysieren will, bieten sich Mindmaps an. Auch bei der Ideensuche sind sie ein wichtiges Hilfsmittel. Gerade die visuelle Strukturierung hilft vielen Menschen, etwas klarer zu bekommen.

Eine weitere recht verbreitete Software, die frei verfügbar ist, ist XMind. Die Pro-Version kostet allerdings eine jährliche Lizenzgebühr.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Online-Dienste, wo man Online Mindmaps entwerfen kann. Ein großer Dienstleister ist z.B. Mindmeister.com.

Weblinks:

31.12.2009 :: Lust und Frust mit den Plugins

Plugins passen gut ins Konzept der freien Software-Entwicklung: Ein Kern-Team entwickelt eine Grundsoftware und jeder Programmier-Erfahrene kann dann die Funktionalität über eigene Software-Komponenten erweitern. Diese sogenannten Plugins werden dann auch typischerweise übers Internet verteilt, so dass jeder diese Erweiterungen nutzen kann.

Typische Software, die stark mit Plugins aufgehübscht werden kann, ist z.B. Mozilla Firefox oder Thunderbird. Im Onlinebereich kann fast jede Weblog-, Wiki- oder Forensoftware stark erweitert werden.

Einerseits find ich es ziemlich spannend, was alles an interessanter Funktionalität so hinzugefügt werden kann. Es lädt auch die Kreativität vieler Nutzer ein. So wachsen recht schnell echte Sahnestückchen und machen die Grundsoftware attraktiver. Oder es werden so recht schnell irgendwelche Mängel beseitigt.

Es gibt allerdings auch eine große Schattenseite:

  • Die Qualität der Plugins ist wenig gesichert. Schlimmstenfalls kann ein schlechtes Plugin die Grundsoftware unsicher und absturzanfällig machen. Datenverlust droht. Plugins sind meist kleine Stücke Software, an denen sich gerne Programmieranfänger probieren, das Qualitätsgefälle zur Grundsoftware kann damit enorm sein.
  • Viele Plugins werden aus einer momentanen Laune und Lust heraus geschrieben. Meist von einer Einzelperson und aus der Motivation heraus, eine Lösung für etwas zu finden, was man selber nutzt. Von diesem Moment aus gesehen, ist es vielleicht ein super Plugin. Nur was ist in 2 Jahren, wenn der Autor keine Lust mehr hat, daran weiterzuarbeiten? Wenn er vielleicht inzwischen mit ganz anderer Software arbeitet? Die neue Version der Grundsoftware kann nicht mehr mit dem alten Plugin von damals umgehen und eine neue Version kommt nicht.
  • Anstatt die Energie auf die Entwicklung einer guten Lösung für ein Problem zu konzentrieren, werden dutzende Lösungen entwickelt, die alle irgendwelche Mängel haben.
  • Wenn für ein Problem dutzende Lösungen existieren, ist es für den Nutzer schwer und zeitraubend, das richtige Plugin auszuwählen. Und wählt man falsch, hat man ein Plugin, was nach kurzer Zeit schon nicht mehr "In" ist und deshalb nicht mehr gepflegt wird.
  • Gerade Online-Software braucht schnelle Reaktion bei Sicherheitslücken. Sobald ein Fehler in der Grundsoftware entdeckt wird, gibt es recht zeitnah ein Update, was man unbedingt sofort einpflegen sollte. Leider funktionieren dann oft die Plugins nicht mehr und es dauert, bis hierfür Updates verfügbar sind. Folglich müssen eine Zeit lang alle Plugins abgeschaltet werden.
  • Mitunter sind Plugins nicht sauber von der Grundsoftware getrennt. Ich kenne das von mancher Forensoftware so, dass direkt im Quellcode der Grundsoftware Patches eingefügt werden. Grauenvoll, weil das Updateprozesse sehr aufwändig macht. Und bei geringsten Änderungen in der Grundsoftware funktionieren die Anweisungen für das Einpflegen der Patches nicht mehr.
  • Plugins unterwandern mitunter den Eindruck, die Software wäre "Aus einem Guß". Da werden Ideen und Konzepte unterwandert, die eigentlich von der Grundsofware vorgegeben werden. Es entsteht eine "zerfranste" Software, die konzeptionell in verschieden Richtungen läuft.
  • Anstatt das die Grundsoftware endlich mal bestimmte Lösungen für offensichtliche Probleme löst und in den Code implementiert, bleibt es viele Jahre bei der Plugin-Lösung, die ihre Nachteile hat.

Mir ging es schon öfters so, dass ich ein interessantes Plugin installiert habe, mich über die Funktionalität freute und mich daran gewöhnte. Und dann war die Enttäuschung da, als beim nächsten Update alles nicht mehr funktionierte. Ich hatte mich abhängig von Funktionalität gemacht, auf die ich mich nicht längerfristig verlassen kann. Je nach Situation kann das bitter sein, weil ein ganzes Kartenhaus zusammenfällt: Weil dies nicht mehr geht, funktionieren ganze Arbeitsabläufe nicht mehr. Das absorbiert dann wieder viel Energie, um andere Wege zu finden. Die Sicherheit nötigt einen heutzutage auch, permanent alles aktuell zu halten.

Spaßig wird es, wenn man als Admin so ein Plugin für eine ganze Arbeitsgruppe verteilt hat und nun alle eingeschränkt arbeiten müssen. Und sowas passiert natürlich nach Murphy immer dann, wenn gerade besonders viel Arbeitsdruck da ist.

Das Argument: "Immer diese Erwartungshaltung. Ist doch alles kostenlos, also erwarte auch nicht, dass alles immer geht!" nützt einem recht wenig, wenn man für sich die Entscheidung trifft, sich von sowas abhängig zu machen. Die Schwierigkeiten, die entstehen, werden dadurch nicht gemildert. Lediglich die Akzeptanz, mit diesen Schwierigkeiten zu leben, steigt evtl. etwas. Hier kommt man schnell an die Grenzen freier Software, wo berechtigte große Erwartungen im Einsatz da sind, die freie Entwickler in ihrer Freizeit aber gar nicht erfüllen können und wollen.

Ich bin deshalb mittlerweile sehr vorsichtig geworden, was die Installation irgendwelcher Plugins angeht. Wo immer ich drauf verzichten kann, verzichte ich drauf. So verlockend manche Funktionalität vielleicht auch ist. Ein paar ganz wenige handverlesene Perlen sind es maximal, die ich nutze. Und da achte ich auch darauf, nur solche Plugins mit großer Fangemeinde zu nutzen, die auch schon seit längerer Zeit gepflegt werden. Die Historie eines Plugins schaue ich mir immer ganz genau an.

Wenn man sich mal anschaut, was über die Jahre aus all den Plugins wird, die zu einer Software angeboten werden, ist das Bild echt ernüchternd. Es werden nur wenige über längere Zeit gepflegt. Und es finden sich nur selten Leute, die ein nicht mehr gepflegtes Plugin adoptieren und die Pflege übernehmen.

Große Chancen sehe ich darin, wenn gute und bewährte Plugins in die Grundsoftware übernommen würden. Denn was einmal in der Grundsoftware landet, darauf ist meist Verlass. So funktionieren Updateprozesse problemlos. Und die Features werden dann auch gepflegt. Allerdings darf die Grundsoftware auch wieder nicht zu fett werden, sonst ist sie schlecht wartbar und die Weiterentwicklung wird träge.

Die Plugin-Thematik trifft eine ganz grundsätzliche Problematik, die mich schon öfters beschäftigt hat: Wie schafft man es in der Softwarewelt, dass längerfristig etwas Erschaffenes erhalten bleibt? Es braucht Menschen, die sich mit dem Erschaffenen verbunden fühlen und ihre Energie da hinein stecken. Sowohl der kommerzielle Ansatz wie auch der Ansatz der freien Sofware haben da ihre lichten und dunklen Seiten. Und es macht einen Unterschied, ob ein Team von Entwicklern sich zentral einem Projekt widmet, oder ob man mal eben schnell nebenbei ein Plugin schreibt, was für einen schon morgen keine Bedeutung mehr hat.

Beeindruckend auf der anderen Seite: Autoren, die über lange Zeit in hoher Qualität ihre Plugins pflegen.

29.12.2009 :: Silvester und Umweltschutz

Irgendwann wird sicherlich eine Zeit kommen, wo wir uns fragen werden, wie man so eine Umweltsauerei jedes Jahr zu Silvester veranstalten konnte. Noch ist die Zeit nicht reif. Ich find das schon erstaunlich, dass z.B. bei Osterfeuern schon seit Jahren eine Diskussion läuft, bei Silvesterknallern und -Raketen aber so gut wie nichts zu hören und zu lesen ist. Gibt man unter Google News "Umweltverschmutzung Silvester" ein, bekommt man gerade mal 1 Treffer, der zumal noch nicht relevant ist. "Silvester Luftverschmutzung" bringt 0 Treffer. Selbst bei Greenpeace auf der Internetseite findet man nichts - erstaunlich.

Vermutlich werden im Januar sich einige Zeitungen trauen, über die Umweltverschmutzung durch Böller zu berichten. Dann ist ja das ganze Geschäft schon gelaufen. Genau das ist auch der Unterschied zum Osterfeuer: Silvesterfeuerwerk ist ein riesen Geschäft und Umweltgedanken sollen doch unsere Marktwirtschaft nicht stören. Die Idee "Für Umwelt" wird sich nur durchsetzen, wenn damit Umsatz gemacht, aber nicht zerstört wird. Vielleicht kommt ja nächstes Jahr Öko-Feuerwerk mit 50% weniger Luftbelastung. Oder die EU legt neue Emissionsgrenzen für Silvesterfeuerwerk fest. Vielleicht werden auch grüne Umweltzonen eingerichtet, in denen nicht geknallt werden darf.

Wenn ich erlebe, wie ohnmächtig man zuschaut, dass sich die Welt in Kopenhagen nicht über Klimaziele einigen kann, dann ist doch Silvester wunderbar. Endlich hat man es mal selber in der Hand, ganz konkret was für die Umwelt zu tun. Man muss dabei noch nicht mal radikal sein und ganz auf das Feuerwerk verzichten. Wenn jeder auf die Hälfte reduzieren würde, wäre schon extrem viel erreicht. Klasse statt Masse. Genießen anstatt blind drauf los zu böllern.

Wenn ich mich frage, auf was ich für eine gesündere Umwelt verzichten kann, dann steht das Silvesterfeuerwerk ganz oben auf der Liste.

Weblinks:

29.12.2009 :: Vorsicht bei Umstieg auf Thunderbird 3

In Mozilla Thunderbird 3 hat sich viel getan. Eine wichtige Neuerung ist eine Indexierung aller Mails, damit Suchabfragen schneller funktionieren. Hab aber noch gar keine Zeit gehabt, mich damit auseinanderzusetzen, weil Thunderbird nun schon seit 5 Stunden am indexieren ist. Nach der Installation dauerte es nur etwa 1 Stunde. Aber jetzt, wo ich mal eben 15000 Mails löschen wollte, hängt er nun schon seit 4 Stunden. Obwohl er schon seit fast Anfang an sagt "99% fertiggestellt". Mittlerweile ist es schon 2 Uhr Nachts, bin gespannt, wann ich ins Bett komme...

Waren die bisherigen Updates von Thunderbird bei mir immer völlig problemlos, so ist der Umstieg auf Thunderbird 3 nun doch mit mehr Problemen verbunden. Man merkt auch an der Oberfläche, dass sich viel getan hat.

Im Netz hab ich vereinzelt auch von entnervten Leuten gelesen, die ein Downgrade zurück auf 2.x gemacht haben. Ich bin gespannt, ob mich die Neuerungen nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit entlasten werden oder ob alles nur nerviger wird. Aber ich will nicht jetzt schon ungeprüft meckern :-)

Übrigens: Wen die Indexierung stört, der kann sie auch ausschalten. Dann kommt man nur nicht mehr in den Genuß der neuen schnellen Suche. Abzustellen hier: Extras > Einstellungen > Erweitert > Erweiterte Konfiguration > Globale Suche und Nachrichtenindizierung aktivieren.

Die Indexierung braucht auch einiges an Speicherplatz. Im Profil findet man eine "global-messages-db.sqlite", die in meinem Fall einige hundert Megabyte groß geworden ist.

Nachtrag 11.02.2010: Es hat sich bewahrheitet, Thunderbird 3 ist im Alltag bei manchen Aktionen dermaßen langsam, dass es keine Freude mehr macht. Wobei ich sagen muss, dass die Postfächer auf einem Samba-Server liegen, vielleicht verlangsamt das zusätzlich. Jedoch war Thunderbird 2 hier wesentlich schneller. Auch die Abschaltung der neuen Such-Indexierung hat leider nicht viel gebracht. Ich hoffe, dass kommende Versionen wieder mehr auf Geschwindigkeit optimiert werden.

22.12.2009 :: XML Viewer/Editor

Immer mehr wird heute im XML-Format abgelegt, für Konfigurations-Dateien ist es oftmals Standard.

Solche Dateien kann man sich zwar mit einem normalen Texteditor anschauen, aber der Editor versteht die Struktur nicht. Es braucht vielmehr ein Programm, was mit der XML-Struktur umgehen kann, um den Inhalt aufbereitet anzuzeigen. Erst so wird es möglich, auch bei größeren Dokumenten eine Überblick zu bekommen, noch dazu, wenn Leerzeichen und Zeilenschaltungen nicht vorhanden sind.

Auf der Suche danach hab ich XML-Marker gefunden. Ein kleines Programm, was zwar seit 2004 nicht mehr weiterentwickelt wird, mir fehlte aber für einen schnellen Einblick in eine XML-Datei nichts an Funktionalität.

Die gesamte Struktur wird Links in einem Baum dargestellt, der Inhalt in Tabellenform rechts unten. Der Original-Quelltext rechts oben. Werte kann man direkt in der Tabelle verändern.

Eine 400Kb Konfigurationsdatei, bei der ich im Texteditor null Chancen hatte, die zu verstehen, wurde so ganz schnell übersichtlich und leicht verständlich. Genial auch, dass man die XML-Datei komplett neu formatieren kann, um sauber umgebrochenes und eingerücktes XML zu erhalten, was dann auch in einem Texteditor lesbar wird.

Weblink:

21.12.2009 :: Kostenlose Backuplösung

Cobian Backup ist eine kostenlose Backuplösung. Wer noch auf der Suche nach einem Backupprogramm ist, könnte sich dies mal anschauen.

Link hier...

07.12.2009 :: Produkt-Identifikation

Hersteller haben schon lange bemerkt, dass die Mund zu Mund Propaganda ein wichtiges Werbemittel ist. Wenn der Käufer eines Produktes eine gute Meinung davon hat und dies in Onlineforen so weitergibt, ist das die beste Werbung, die man haben kann.

Interessant ist ein Phänomen, was ich immer wieder in Onlineforen finde: Eindeutige Mängel werden von Benutzern schöngeredet oder Beiträge in diese Richtung abgewehrt. Nach dem Motto: "Wag es nicht, diesen Mangel anzusprechen!"

Dieses Phänomen ist gut erklärbar: Identifiziert man sich erstmal mit einem Produkt, einem Lebensstil oder einem eingeschlagenen Weg, wird dies sozusagen Teil der eigenen Persönlichkeit. Und wenn jemand die eigene Persönlichkeit angreift oder Mängel darin findet, wird man ärgerlich. Auch andere Teile meiner Persönlichkeit werden davon angegriffen, z.B. dass ich keine gute Produktwahl getroffen habe, also nicht fähig war, richtig auszuwählen.

So werden Nutzer von Produkten zu guten Verbündeten der Hersteller, auf die man sich verlassen kann. Treue Kunden lassen sich zusätzlich noch anfüttern, in dem man ihnen kleine Geschenke macht.

Auch sucht man im Internet nach Bestätigung, dass man eine gute Produktwahl getroffen hat und erwähnt deshalb oft seine Produktwahl und welche Vorteile diese hat. Manche sind da richtig ehrgeizig und verteidigen "ihr" Produkt wie ein Löwe.

Problem ist, dass die Produktempfehlungen in Foren dann gar nicht mehr so unabhängig sind, wie man meint. Wenn jemand schreibt, er wäre mit einem Produkt vollständig zufrieden, kann das durchaus darauf beruhen, dass er wesentliche Nachteile für sich ausblendet.

Dies betrifft natürlich nicht nur Produkte zum Anfassen, es trifft genauso auf Software oder Dienstleistungen zu.

Ein weiterer Effekt ist, dass man sich über ein Problem bei einem Produkt zwar geärgert hat, dann aber damit abgeschlossen hat, in dem man diese Funktionalität nicht mehr benutzt. Von da an fällt einem der Mangel auch nicht mehr auf, ist nicht mehr im Bewusstsein. Man hat sich darauf eingestellt, dass bestimmte Dinge nicht gehen und bemerkt das fortan nicht mehr.

Daneben sollte man natürlich nicht vergessen, dass Firmen ganz gezielt Agenten auf alle möglichen Foren ansetzen, um bestimmte Produkte zu positionieren und unauffällig Werbung dafür zu machen. Oft kommen sie recht plump rüber und es fällt auf, aber hier lernen alle auch dazu. Es gibt schon Service-Unternehmen, die nichts anderes machen, als in Internetforen für Hersteller Werbung unauffällig zu platzieren.

Eine gewisse Skepsis sollte man sich erhalten.

03.12.2009 :: Stromverbrauch TFT-Fernseher

Ein großer Nachteil der neuen Flachbildfernseher gegenüber den Röhrengeräten ist der oftmals höhere Stromverbrauch. Man kauft sich heutzutage auch meist ein Gerät, was gegenüber dem alten Röhrengerät eine Nummer größer ist. Gerade daraus ergibt sich dann der erhöhte Leistungsbedarf.

Stand am Anfang der Entwicklung vor allem eine gute Bildqualität, sind die Entwickler gerade in den letzten 1-2 Jahren verstärkt daran, den Energieverbedarf zu senken. In der Werbung werden leider oft keine Aussagen über die Leistungsaufnahme gemacht. Manchmal wird nur die Standby-Leistung angegeben, die bei allen neueren Geräten recht einheitlich niedrig ist, aber gar nichts darüber aussagt, wie hoch der Bedarf im Betrieb ist.

Sich die Leistungsaufnahme anzuschauen, halte ich für sehr wichtig. Neben den erhöhten Stromkosten geht es auch um Umweltbelastung. Hier kann man mit etwas Achtsamkeit viel für eine geringe Umweltbelastung tun. Denn durch geschicktes Gerätedesign kann viel Energie eingespart werden. Und genau zu solchen Geräten sollte man greifen.

Es ist unglaublich, wie stark der Energiebedarf von Gerät zu Gerät variiert. Bei 81cm Fernsehern brauchen Energiefresser bis 200 Watt. Die meisten Geräte liegen typisch bei 115-160 Watt. Und stromsparende Geräte schaffen es bis 70-80 Watt herunter.

Beispiel: Der Samsung L32B530 ist ein 81cm Gerät und hat mit angegebenen 80 Watt einen sehr niedrigen Stromverbrauch. In der Praxis nachgemessen kam ich sogar auf nur 75 Watt. Zudem hat er einige Stromsparmodis, in denen vor allem die Hintergrundbeleuchtung noch weiter reduziert wird. So kann man abends bei wenig heller Raumbeleuchtung noch auf 50 Watt drosseln. Auch von Panasonic und Sony gibt es Geräte in der 500 Euro Klasse, die an 80-90 Watt herankommen.

Übrigens: Wer täglich den Fernseher 5 Stunden durchlaufen hat und auf ein Gerät zurückgreift, was 50 Watt weniger verbraucht, spart in 10 Jahren 200 Euro bei heutigen Energiepreisen. Gleichzeitig drosselt man den CO2 Ausstoß pro Jahr um 55Kg!

28.11.2009 :: Frust mit Wikipedia

Seit Jahren bin ich begeisterter Wikipedia-Fan. Wenn ich irgendwas recherchiere - die Wikipedia ist fast immer eine wichtige Quelle.

In Sachen Mitmachen bin ich aber schon unzählige male ziemlich frustriert worden. Man schreibt irgendwas rein, was man selbst für wichtig erachtet, gibt sich auch Mühe bei der Formulierung. Und Tage, manchmal sogar Minuten später meint jemand, er müsse das wieder rauslöschen, weil es ihm irgendwie nicht behagt. Oftmals sogar gänzlich ohne irgendwelche Kommentare.

Sowas erzeugt wirklich ziemlichen Frust, wenn man sich viel Mühe gibt und dann irgendein Mister Wichtig kommt, und es kommentarlos rausstreicht.

Vor 2-3 Jahren war ich mehrfach schon so gefrustet, dass ich kaum noch was in der Wikipedia geschrieben habe. Gestern war es dann mal wieder soweit. Ich hatte von einem Medikament gelesen, welches nach neueren Studien unwirksam ist (veröffentlicht in allen großen Tageszeitungen). Also schnell mal in der Wikipedia geschaut. Zu dem Medikament gab es eine Seite, aber die Info, dass es unwirksam ist, war noch nicht vermerkt. Das ist relevant und wichtig, dachte ich, hab es dann dort eingefügt.

Und was soll ich sagen - 1 Tag später kam mal wieder ein Jemand und hat es kommentarlos gelöscht. Nette Vorstellung, aber in diesem Theater hab ich keine Lust, mitzuspielen.

Eigentlich ist das ja ein schönes Konzept, die Wikipedia. Aber irgendwie ist es wohl auch verdammt schwer, Millionen von Menschen mit unterschiedlichsten Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Ich hab das Gefühl, früher war die Wikipedia toleranter und offener, manchmal aber auch im Niveau und der Qualität etwas problematisch. Heute muss man um jeden Satz unglaublich kämpfen, damit der dort Einzug hält. Überkritische Löscher aus Berufung scheint es immer mehr zu geben. Das ist ein echter Motivationskiller. Dabei war die ursprüngliche Idee ja eigentlich, dass jeder sofort mal eben was zu beitragen kann. Damit scheint es vorbei zu sein, hinein findet dauerhaft nur das, was nicht irgendjemandem zum Opfer fällt.

Weblinks:

27.11.2009 :: Millimeterpapier

Wer schnell mal Millimeterpapier braucht und nichts zur Hand hat, kann bei diesem Onlinedienst was erstellen:

http://www.incompetech.com/graphpaper/square.html

In einem Dialog gibt man ein, was man genau haben will. Das Ergebnis kommt dann als PDF-Dokument daher. Das ist praktisch, kann man es sich doch so auf der eigenen Festplatte archivieren.

Leider hat das Millimenterpapier keine dickeren Linien jeden cm, wie man das sonst gewohnt ist.

Interessant ist, dass man Spezialpapiere herstellen kann mit beliebigen Abständen. Für den Leiterplattenentwurf von Hand braucht man z.B. zölliges Papier, was früher nur teuer zu beschaffen war.

Weitere Möglichkeiten für die Erstellung von Spezialpapieren findet man hier: http://www.incompetech.com/graphpaper/

Wenn man mit Google nach [Millimeterpapier] oder [Millimeterpapier drucken] oder [Millimeterpapier pdf] sucht, findet man zahlreiche weitere Anbieter.

23.11.2009 :: Verrückte Technik-Kunst

http://www.stephanehalleux.com/

und

Mehr von Stephane Halleux...

14.11.2009 :: Avira Antivir Update-Problem

Für private Anwender gibt es die kostenlose Avira Antivir Software. Ich find die recht brauchbar und empfehle die immer mal wieder weiter.

Das nervigste seit ein paar Monaten ist, dass es Updateprobleme gibt. Vor allem fällt mir das bei einer Neuinstallation auf. Ich hab in den letzten Wochen das Teil bestimmt auf 10 Rechnern neu installiert. Zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten. Und immer war es so, dass das Update nicht funktionierte. Man wartet ewig und nichts passiert. Hätte man ja auch mal intelligenter lösen können: Ein kurzer Hinweis, dass derzeit der Server überlastet ist und deshalb das Update nicht funktioniert, würde einem die Sicherheit geben, dass sonst alles richtig eingerichtet ist.

Ja - in Foren liest man - dass die Updateserver permanent überlastet sind. Kann ich gar nicht nachvollziehen, dass man so ein Problem seit Monaten nicht in den Griff bekommt.

Ich mach deshalb nach der Installation immer erstmal ein manuelles Update. Man kann dazu eine gezippte Virendatei herunterladen und sie übers Menü unter Update > Manuelles Update einspielen. Blöderweise findet sich kein einfacher Link zu dieser Datei auf der Homepage des Herstellers. Ich hab die Seite nur über Google gefunden (antivir update download) oder über die Suche auf der Avira Homepage (vdf update): http://www.avira.com/de/support/vdf_update_info.html

Vielleicht will man diese Seite halb geheim halten, damit nicht auch hier noch Überlastung auftritt. (Nachtrag: Neuerdings findet man VDF-Update Infos rechts unten auf der Hauptseite).

Später läuft es dann doch meist irgendwie mit regelmäßigem Update. Vielleicht versucht das automatische Update im Hintergrund immer wieder, ob es Zugriff auf den Updateserver bekommt und irgendwann klappt es im Laufe des Tages, wenn der Rechner eingeschaltet ist.

02.11.2009 :: Winmerge

Winmerge ist ein klasse Programm für Programmierer, um Textdateien miteinander vergleichen zu können. Manche mögen ja rein textbasierte Ausgaben wie sie das Werkzeug diff zur Verfügung stellt. Für mich sind Veränderungen an Quellcode viel schneller und einfacher überschaubar, wenn sie sauber grafisch und farblich aufbereitet sind. Winmerge macht genau dies. Noch dazu ist es Opensource. Mal wieder ein Goldstück freier Software.

Weblinks:

24.08.2009 :: Glühlampenwahn

Im Moment geht es durch die Medien: Ab September verschwinden einige normale 230V Glühlampen vom Markt. Konkret sind es die 100 Watt Glühlampe und sämtliche mattierte Glühlampen, egal welche Wattzahl/Leistung. Gerade letzteres ist schmerzlich und wird wohl viel mehr Verbraucher direkt betreffen. Matte Glühlampen bieten vor allem den Vorteil, dass sie nicht so blenden, wenn man direkt hineinschaut, weil das Licht großflächiger verteilt ist. Und manche Lampen brauchen mattierte Glühlampen, damit sie den gewünschten Lichteindruck vermitteln.

Das Verbot ist deshalb schmerzlich, weil die angepriesenen Energiesparlampen nicht wirklich ein gleichwertiger Ersatz sind. Es gibt vor allem Nachteile in Bauform und Anfangshelligkeit kurz nach dem Einschalten. Und auch die Lichtqualität ist nicht optimal bzw. das Licht ist einfach anders, als das der herkömmlichen Glühlampe. Dimmen lassen sich die meisten Energiesparlampen auch nicht. In Schreibtischlampen würde ich Energiesparlampen auch nicht einsetzen: Die hochfrequente Abstrahlung der integrierten Vorschaltgeräte in Kopfnähe würde ich mir nicht antun (Thema Elektrosmog). Eine Alternative ist hier eine Schreibtischlampe, wo das Vorschaltgerät im Stecker integriert ist.

Einerseits bin ich ja froh, dass sich jetzt viel mehr mit dem Thema stromsparendes Licht beschäftigen müssen. Und sicherlich werden wir so auch einiges an Energie sparen und in dieser Hinsicht die Umwelt entlasten. Andererseits gibt es sicherlich Situationen, wo eine herkömmliche Glühlampe sinnvoller wäre.

Was mich gewundert hat: In der ganzen Diskussion wird eine Alternative gar nicht genannt: Es gibt Halogenlampen, die von herkömmlichen Glühlampen kaum zu unterscheiden sind. Einziges Unterscheidungsmerkmal ist, dass im Glaskolben nochmal ein kleinerer Glaskolben zu sehen ist - die eigentliche Halogenlampe. Hierbei handelt es sich tatsächlich noch um eine Glühlampe, denn Halogenlampen basieren auf dem gleichen Prinzip: Durch einen Glühfaden fließt ein Strom, der ihn so stark erhitzt, dass er leuchtet. Das Licht der Halogenlampen ist im Grunde genauso, wie das Licht von normalen Glühlampen. Durch den etwas höheren Wirkungsgrad kann man meist 10-20 % weniger Leistung wählen. Der höhere Wirkungsgrad kommt auch dadurch zustande, dass der Glühfaden etwas heißer betrieben wird und damit auch die Lichtfarbe etwas heller ist.

Diese Halogen-Glühlampen mit E27 bzw. E14 Schraubfassung wird es also weiterhin geben, sogar mattiert. Damit gibt es also weiterhin eine direkte Alternative für Anwendungsfälle, wo Energiesparlampen nicht sinnvoll sind.

Der Preis dieser Hochvolt-Halogen-Glühlampen ist etwas höher, er liegt zwischen 2-6 Euro. Öfters gab es sie auch schon als Aktionsware bei Billig-Discountern. Im Internet findet man sie, wenn man mit Google mal "Halogen E27" oder "Halogen E14" eingibt oder hier: http://www.derenergiesparladen.de. Übrigens: Die Lebensdauer von Halogenlampen ist etwa doppelt so hoch, wie von normalen Glühlampen.

Bevor man jetzt in den Kaufwahn einsteigt und alte Glühlampen hortet, sollte man erstmal prüfen, ob diese Halogenlampen nicht einen vollwertigen Ersatz darstellen.

Halogenglühlampen würde ich nur von renommierten Herstellern kaufen, denn billige Halogenglühlampen halten oft nicht lange. Beste Erfahrungen habe ich mit Osram gemacht und auch Philips soll führend in diesem Bereich sein.

Weblinks:

04.08.2009 :: Probiotische Yogurts gefährlich?

Heute brachte die Sendung Leonardo im WDR5 einen Beitrag über probiotische Yogurts. Bisher hatte ich nur Positives darüber gehört, natürlich auch immer mit dem Gedanken, ob das vielleicht nicht alles Marketing ist.

Im Beitrag war nun aber sogar von negativen Folgen die Rede. Unter bestimmten Umständen können diese Keime in die Blutbahn gelangen und dort Schaden anrichten. Kritische Experten empfehlen deshalb besonders Menschen mit geschwächtem Imunsystem und Darmerkrankungen, keine probiotischen Lebensmittel zu sich zu nehmen. Ebenso sollte man bei Kindern und Babys vorsichtig sein.

Perfide ist dies gerade deshalb, weil ja gerade viele mit Darmproblemen meinen, sich mit probiotischem Yogurt was Gutes zu tun.

Allerdings scheint die Datenlage noch sehr schwach zu sein, wer aber vorsichtig sein will, sollte probiotische Lebensmittel eher meiden.

Weblinks:

28.07.2009 :: Spraydose oder nicht?

Gerade stand mal wieder an, Ballistol-Universalöl zu kaufen. Jetzt wollte ich wissen, ob die praktische Spraydose wesentlich teurer ist. Man kann ja ansonsten auch das Öl mit einem Handpumpsprayer zerstäuben. 400ml Ballistol in der Sprayflasche kosten 9,50 Euro. Gleiche Menge flüssig kostet 8,50 Euro. Ist also kein so großer Unterschied.

Jedoch hab ich mich schon öfters gewundert, warum Spraydosen nicht sonderlich lange halten. Wenn man genauer drüber nachdenkt, wird klar, dass man gar nicht 400ml Inhalt kauft. Denn der Inhalt ist ein Gemisch aus Endprodukt und Treibgas. Vom Treibgas hat man nichts, dass verfliegt in die Luft. Und obwohl es Treibgas heißt, ist es natürlich als flüssiges Gas in der Dose.

Nach ein paar Recherchen ist es wohl so, dass 25-50 % Treibgas in einer Sprayflasche enthalten sind. Es kann also im ungünstigsten Fall sein, dass in einer 400ml Ballistol-Sprayflasche gerade mal 200ml Öl drin sind. Jetzt sieht die Rechnung schon anders aus - die Spraydose wäre dann ungefähr doppelt so teuer.

Das gilt übrigens auch für viele andere Produkte, die man so nicht direkt vergleichen kann. Deos sind ein schönes Beispiel - die gibt es im Pumpzerstäuber oder in der Spraydose. Und meist wird der Pumpzerstäuber preislich wesentlich günstiger abschneiden. Für die Umwelt ist das natürlich auch sinnvoller.

24.07.2009 :: Lass mich für dich Googeln

In Foren werden häufig Fragen gestellt, die eindeutig zeigen, dass der Fragesteller keinerlei Lust zum Selbersuchen hatte. Weil keiner der regelmäßigen Forennutzer Lust hat, eine Frage zum tausendsten mal zu beantworten, trifft das auf nicht viel Gegenliebe. Eine Form der Antwort ist mitunter diese hier:

http://www.gidf.de/

Schöner und ein konstruktiver Wink mit dem Zaunpfahl finde ich diese Idee, echt genial:

http://lmgtfy.com/

Damit kann man dann z.B. sowas hier erstellen:

http://lmgtfy.com/?q=Festplatten+wirklich+l%C3%B6schen

Lustig, dass man hier auch Live zuschauen kann, was für neue Links erstellt werden:

http://live.lmgtfy.com/

Bleibt nur zu hoffen, dass der Dienst langfristig erhalten bleibt.

13.06.2009 :: Wasserlacke nur bedingt alltagstauglich

Ärgerlich - an einigen unserer weiß gestrichenen Türen löst der Lack sich auf. Die Renovierung ist gerade mal 3 Jahre her. An den Stellen, wo die Türen oft mal berührt werden, ist der Lack weich wie Kaugummi und schmutzig verfärbt. Den kann man mit dem Finger runterrubbeln.

Schon bei der Renovierung bemerkten wir die schlechten Verarbeitungseigenschaften:

  • Schlechte Deckkraft
  • ungleichmäßige Oberfläche im Glanzgrad
  • Lack perlt dort ab, wo man versehentlich nach dem Schleifen mit den Händen berührt hat.

Es war einer dieser modernen Wasserlacke. Ein Markenlack. Der freundliche Verkäufer lobte den in hohen Tönen. Alles besser und umweltfreundlich...

Seither hab ich mich mit dieser Thematik ausführlicher beschäftigt und auch mit verschiedenen Markenlacken experimentiert.

Fazit: Die Wasserlack-Technologie ist alles andere, als ausgereift. Viele Produkte sind für den Alltagseinsatz nicht zu gebrauchen. Die Belastbarkeit liegt deutlich unter den herkömmlichen lösemittelhaltigen Lacken. Auch die Verarbeitung ist nicht selten problematisch. Auch was die Umweltfreundlichkeit angeht: Immerhin findet man noch bis zu 10 % Lösemittel in den Lacken, die zudem schwer flüchtig sein können - die dünsten über Monate hinweg weiter aus. NMP-haltige Produkte sind mittlerweile zum Glück vielfach vom Markt verschwunden. Mitunter findet man auch heute noch Konservierungsstoffe, die allergen wirken können (z.B. Isothiazolinone). Was bei der Herstellung an Sondermüll anfällt, ist ein weiteres Thema...

Wenn überhaupt Wasserlack (Hydrolack), dann würde ich heutzutage nur noch Produkte von Technologieführern verwenden. Keinesfalls irgendein Noname-Lack aus dem Baumarkt. Denn in diesem Bereich wird noch extrem viel geforscht und es gibt große Unterschiede zwischen den Herstellern.

Was ich experimentell auch bei allerbesten 1K-Wasserlacken herausgefunden habe: Die Chemikalienbeständigkeit ist ein Schwachpunkt. So führte z.B. die Einwirkung einer Handcreme über 48 Stunden zu einem Fleck im Lack. In diesem Fleck war zudem der Lack aufgeweicht. Auch gegenüber Spiritus bzw. reinem Alkohol sind die meisten Lacke sehr empfindlich. Der Lack wird hierbei ganz schnell angelöst.

Damit wird klar, dass Teile, die oft mit Händen berührt werden, kritisch für Wasserlackbeschichtung sind. Ebenso Flächen, die öfters desinfiziert werden müssen. Die meisten Desinfektionsmittel enthalten große Mengen Alkohol.

Das gerade Cremebeständigkeit ein aktuelles Thema ist, woran viele Hersteller noch arbeiten müssen, sieht man an Aussagen der Hersteller: Von Adler gibt es CFB-Lacke (=Creme-Fett-Beständigkeit) und auch Clou, Oli-Lacke und Hesse-Lignal heben bei verschiedenen Produkten diese Cremebeständigkeit besonders hervor.

Manchmal entstehen hier auch skurrile Zusammenhänge: Als 2006 durch neue Forschungsergebnisse auch die Gefährlichkeit von UV-A Strahlung klar wurde, änderten viele Kosmetikhersteller ihre Rezepturen, um nun nicht nur UV-B, sondern auch UV-A zu filtern. Mit fatalen Folgen für die Lackindustrie: Jetzt bekamen sogar viele Autohersteller Probleme, weil deren Lacke nicht mehr cremebeständig waren. (Quelle: VDI-Nachrichten 28.03.08)

PVC-Beständigkeit beschreibt die Eigenschaft, von Weichmachern aus Weich-PVC nicht angegriffen zu werden. Dieser Weichkunststoff wird z.B. bei Gerätefüßen von Elektrogeräten verwendet. Stellt man solch ein Gerät auf einen nicht beständigen Lack, verklebt der Fuß mit der Zeit und hinterlässt Flecken auf der lackierten Oberfläche. Auch in PVC-Fußbodenbelag oder diversen Kunststoff-Folien sind Weichmacher zu finden, selbst in manchem Radiergummi.

Viele Qualitäts-Wasserlacke sind mittlerweile weichmacherbeständig. Ein Qualitätslack, den ich vor 5 Jahren benutzt habe, hatte damit noch massiv Probleme.

Im Heimwerkerbereich, wo man immer mal wieder kleinere Mengen Lack verarbeitet, kommt noch etwas weiteres hinzu: Wasserlacke sind nur sehr begrenzt lagerfähig. Hersteller empfehlen meist nur 6-12 Monate. Was ist da umwelfreundlicher: Ein Wasserlack, den man zu 3/4 wegschmeißen muss? Oder ein Lösemittellack, den man vollständig innerhalb von 5-10 Jahren aufbrauchen kann?

Was die Abriebbeständigkeit angeht, so scheint sich viel getan zu haben. Es gibt mittlerweile sehr harte Wasserlacke mit besten mechanischen Eigenschaften. Das ist vor allem im Bereich Fußbodenversiegelung wichtig. Noch vor ein paar Jahren waren auch hier eindeutige Schwachpunkte spürbar - Wasserlacke hielten auf Böden nicht sonderlich lange. Diese Eigenschaft scheinen führende Lackhersteller inzwischen im Griff zu haben. Für maximale Haltbarkeit kann man hier auch 2K-Wasserlacksysteme einsetzen. Wegen der Fortschritte im Fußbodenbereich wird hier mittlerweile größtenteils mit Wasserlacken gearbeitet.

Ganz wichtig übrigens bei der Verarbeitung: Wasserlacke sollten typisch nur bei Temperaturen zwischen 15-20 Grad verarbeitet werden. Sonst kann es zu Problemen in der Filmbildung kommen, was die Beständigkeit massiv negativ beeinflussen kann.

Die Untergründe müssen bestens vorbereitet sein, sonst platzt schnell der Lack weg. Gut anschleifen und entfetten ist ganz wichtig. Evtl. hilft auch ein Anlauger.

Die Anforderungen bei der Verarbeitung sind also gestiegen. Am besten besorgt man sich für jeden Lack das technische Merkblatt. Das hilft, Verarbeitungsfehler zu vermeiden. Die meisten Hersteller bieten diese zum Download auf ihrer Homepage an. Und auch im Fachgeschäft sollte man diese immer zum Lack mitbekommen.

Weblinks:

11.06.2009 :: Neue Technik gegen chronischen Schmerz

Mit einer neuen Technik in der manuellen Therapie soll Schmerzpatienten geholfen werden. Und dies sehr effizient.

Wenn man überlegt, wie viele Menschen heutzutage unter chronischen Rückenschmerzen leiden, ist dies eine gute Nachricht.

Der neue Ansatz nach Liebscher-Bracht wirft zudem viele Modelle der bisherigen Schmerzforschung über den Haufen. Vielfach treten Schmerzen nämlich nicht aufgrund von Schädigungen im Körper auf. Es handelt sich hingegen um den sogenannten Warnschmerz: Die Muskeln spannen sich an, um den Körper vor Überlastung zu schützen und das löst Schmerzen aus. Diese Schmerzen warnen einen vor der Überlastung.

Selbst in Fällen, wo diagnostisch klar eine Schädigung z.B. der Bandscheiben nachgewiesen werden kann, muss der Schmerz nicht ursächlich damit zusammenhängen. Auch hier kann es sich um einen muskulären Warnschmerz handeln.

Für die neue Therapie nutzt Liebscher-Bracht eine Reihe von Punkten, die durch Druck den Muskel entspannen können (Einwirkung auf den Golgi-Sehnenapparat des jeweiligen Muskels, der als Sensor für Überlastung wirkt). Die spontane Reaktion bei vielen Menschen mit chronischen Schmerzen ist nach so einer Behandlung, dass tatsächlich eine Schmerzfreiheit erlebt wird.

Durch bestimmte Dehnungsübungen - die regelmäßig gemacht werden müssen - soll dieser schmerzfreie Zustand dann stabilisiert werden.

Wenn dies alles wirklich so funktioniert, wäre das eine Revolution im Bereich Schmerztherapie. Und natürlich wird dieser neue Ansatz für jede Menge Zündstoff sorgen, weil viel Etabliertes in Frage gestellt wird.

Zu hoffen bleibt, dass diese Methode künftig wissenschaftlich untersucht wird, um die Wirksamkeit klar nachzuweisen.

Weblinks:

02.06.2009 :: Eneloop Akkus Langzeittest gut

Seit 2-3 Jahren gibt es ja nun diese neuen NiMH-Akkus, die wesentlich weniger Selbstentladung haben. Bei normalen Mignon-Akkus für die Kamera kann es schonmal sein, dass nach 2-3 Monaten kaum noch Restenergie auf den Akkus ist. Die haben sich in der Zwischenzeit ohne Benutzung von selber entladen.

Die neue Technologie, die mit der Marke Eneloop Einzug gehalten hat, soll hier wesentlich besser abschneiden. Ich hab das jetzt getestet und die neuen AA-Zellen (Mignon) nach einmaliger Aufladung etwa 1,5 Jahre liegen lassen. Nominal haben die 1900 mAh, jetzt nach dieser Lagerzeit waren es durchschnittlich immer noch 1700mAh. Das ist wirklich gut und ein echter Fortschritt.

Wie es sich verhält, wenn man regelmäßig kleinere Energiemengen entnimmt, müsste man noch austesten. Ich hab irgendwo gelesen, dass die nach Stromentnahme für ein paar Tage größere innere Selbstentladungsströme haben, die dann mit der Zeit abnehmen. Ob das aber wirklich so ist, konnte ich noch nicht austesten. Allerdings halten die Akkus in meiner Kamera, die ich wöchentlich vielleicht einmal benutze, sehr lange. Wesentlich länger, als früher die normalen NiMH-Zellen.

Neben Eneloop gibt es mittlerweile einige weitere Marken, die aber alle preislich ähnlich ausfallen.

Weblinks:

28.05.2009 :: Esoterische Erfindungen

Bei meinen jahrelangen Recherchen in Sachen Elektrosmog stoße ich immer wieder auf Ideen, die ich nicht so recht glauben mag. Ideen, aus denen Produkte entstehen, die zu meist überhöhten Preisen angeboten werden. Am stärksten findet man solche Ideen - wo man als aufgeklärter Mensch spontan den Kopf schüttelt - auf dem Esoterik-Markt.

Oft sind diese Erfinder nicht sonderlich geschickt und man kann den Unfug schnell entlarven. Besonders dann, wenn versucht wird, wissenschaftliche Begründungen zu liefern, sind sie schnell zu packen. Denn meist handelt es sich um Unsinn mit einem wissenschaftlichen Anstrich, der oberflächlich betrachtet beeindrucken soll, aber keiner tieferen Prüfung stand hält.

Kernmotivation solcher Ideen, Produkte und Konzepte ist immer wieder das Thema, Bedeutung zu erlangen. Wenn etwas Bedeutung bekommt, bekommt es einen Wert. Und dies befriedigt dann die Bedürfnisse desjenigen, der es erfunden hat: In Form von Anerkennung, dem Gefühl, wichtig und wertvoll zu sein und natürlich auch und vor allem in Form von Geld.

Bedeutung wird bei solchen Ideen künstlich erschaffen. Und hier wird die Realität typischerweise verzerrt: Dort, wo real keine Bedeutung ist, wird Bedeutung hineininterpretiert. Das ist ganz ähnlich, wie beim Aberglaube: Der Zahl 13 wird z.B. eine unangenehme Bedeutung gegeben, die sie so nicht hat. Das behaupte ich jetzt mal einfach, ohne das beweisen zu können. Umgedreht kann nun auch jemand einen Schutz-Edelstein anbieten, der vor der unangenehmen Wirkung der Zahl 13 schützt. So einfach ist das.

Viele dieser Ideen basieren auf beliebig kreierten Bedeutungszuschreibungen. Und hier sind die Erfinder sehr kreativ und einfallsreich. Sie nutzen natürlich auch - bewusst und unbewusst - die Schwächen der Menschen dabei aus. Man will ja ankommen, will, dass auch andere diese Bedeutung so annehmen. Denn nur so kann man sie in die eigene Idee einbinden, kann sie zu Weggefährten machen. Und erst dann, wenn sich möglichst viele Menschen mit dieser Idee verbinden, rollt der Rubel und kommt die Anerkennung.

Die Angst der Menschen lässt sich sicherlich gut für solche Erfindungen nutzen. Angst vor Krankheit und Angst vor Unglück sind die Favoriten. Umgedreht das Versprechen für Glück, Gesundheit und langes Leben. Und weil einem keiner die hundertprozentige Garantie geben kann, dass an einer Idee absolut nichts dran ist, macht man sicherheitshalber mit. Nach dem Motto, vielleicht ist ja doch irgendwas dran und dann habe ich mehr Glück, werde älter oder bleibe gesund.

Natürlich arbeiten nicht nur Esoteriker mit diesen Illusionen, man findet sie in der ganzen Geschäftswelt überall dort, wo man keine klaren Aussagen treffen kann, wo man etwas nicht klar überprüfen kann. Dort sind immer die Brutstätten für alle möglichen Erfindungen mit illusionären Bedeutungsinhalten, womit sich dann Geld verdienen lässt.

Zum großen Teil - denn es ist nicht ausgeschlossen, dass wirklich jemand mal etwas schwer Überprüfbares entwickelt, was einen echten Bedeutungsinhalt hat.

Und so kann man auf der anderen Seite sagen: Es gibt so vieles, wo wir noch kein genaues Wissen drüber haben. Wo man einfach nur glauben kann, also Vorstellungen darüber hat, wie etwas wirkt oder ist, denen man vertraut. Sozusagen Wissenslücken, die wir irgendwie durch Glaube, Ahnung oder Vorstellung füllen müssen, um uns orientieren zu können.

Meine Erfahrung ist das auf jeden Fall, dass wir über vieles noch nicht bescheid wissen und in Zukunft viele Bedeutungsinhalte und Zusammenhänge finden werden, die wir heute noch nicht kennen. Bedeutungsinhalte, die wir heute nur glauben oder ahnen können und vielleicht morgen wissenschaftlich nachweisen werden. Viele kennen ja diese Erfahrung, schon lange etwas gewusst zu haben und erst viel später wurde das dann auch wissenschaftlich eindeutig bestätigt.

Ich denke, es ist gut, dafür offen zu bleiben. Und doch gilt es, sehr vorsichtig zu sein, in einer Welt, wo mit bestimmten Bedeutungsinhalten so viel Geld verdient wird. In einer Welt, wo sich so viele Menschen zu klein und unbedeutend empfinden und nach Bedeutung und Anerkennung dürsten. Hier zeigen sich übrigens auch die Auswirkungen unserer Gesellschaft, die so vielen wertvollen Menschen Anerkennung verweigert. Und wo Wert so einseitig auf Geld bezogen wird.

Nicht vergessen sollte man übrigens, dass viele, die illusionäre Bedeutungsinhalte vekaufen, selber zu tiefst daran glauben. Sie beobachten die Welt nicht kritisch genug, sondern wollen vor allem das sehen, was ihr Wunsch ist. Und das führt immer mehr zu der falschen Bestätigung ihrer Ideen und Vorstellungen. Insofern wirken diese Menschen dann auch so überzeugend. Das jemand zutiefst von etwas überzeugt ist, bietet also keine Sicherheit für die Richtigkeit einer Idee.

Nachtrag: Ein schönes Beispiel ist das "Energetisierte Wasser". Hier werden zahlreiche Behauptungen - die teilweise wissenschaftlich klingen - aufgestellt. Gleichzeitig wurden echte wissenschaftliche Untersuchungen gemacht, die die Behauptungen klar widerlegen können. Selbst wenn man vorsichtig ist, kann man also sagen: "Mag sein, dass energitisiertes Wasser irgendwelche besonderen Wirkungen hat, aber vieles, was behauptet und dem zugeschrieben wird, kann ganz klar und eindeutig widerlegt werden, ist also Unsinn." Gleichzeitig zeigt sich hier auch die Genialität, über Bedeutungszuschreibungen Geld zu verdienen. Wasser ist eines der billigsten Rohstoffe. Das Verfahren, um solch ein Spezialwasser herzustellen, muss entweder geheim bleiben oder die Geräte müssen so kompliziert sein, dass man sie nicht nachbauen kann. Sonst wäre ja die Verdienstmöglichkeit nicht da. Mit billigem Rohstoff und hohem Verkaufspreis kann man nun gut Geld verdienen. Und noch etwas braucht es: Ob etwas funktioniert oder nicht, darf nicht ohne weiteres herauszufinden sein. Sonst ist die Sache zu schnell entzaubert.

In der Wikipedia gibt es einen schönen Artikel dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Belebtes_Wasser

05.05.2009 :: Autowäsche billig

Die gestrige Wissenschaftsendung Leonardo in WDR5 hat es mir nochmal bestätigt: Für die Autowäsche braucht es kein teures Autoshampoo, normales Spülmittel reicht völlig aus. Ich mach das schon seit Jahren so. In manchen Köpfen kursiert das Gerücht, das Spülmittel Autolacke stumpf macht. Aber davon hab ich nie was gemerkt und auch Experten sagten in der Sendung, dass moderne Lacke hoch beanspruchbar sind und normale Spülmittel eher sanft und damit bestens geeignet.

Spülmittel nutze ich übrigens auch schon seit Jahren für die Scheibenwischanlage. In einer Konzentration von etwa 2-5 ml pro Liter. Nur im Winter sollte man wegen dem Frostschutz was Spezielles einfüllen.

19.04.2009 :: learn2use Videoanleitungen

Auf der learn2use Homepage findet man tausende Videoanleitungen für die Computerschulung. Das Prinzip ist einfach: Autoren laden sich eine spezielle Software auf ihren Computer. Diese schneidet den Bildschirm und die dort gemachten Aktionen mit (sogenannte Screencasts). Es ist so, als ob man jemandem bei der Computerarbeit über die Schultern schaut.

Der Autor begleitet diese Schritte sprachlich, erklärt also, was er macht. Hierdurch erfährt man gut nachvollziehbar, was man wie macht. Die einzelnen Schritte können dann am eigenen Computer nachvollzogen werden.

Die Plattform lebt vom Mitmachen. Wer was weiß, kann Autor werden und eigene Anleitungen hochladen. Ganz im Sinne von Wikipedia und anderen Plattformen. So funktioniert Internet - Wissen kostenlos miteinander teilen.

Ich hab mal in ein paar Videoanleitungen reingeschnuppert und war überrascht, in welch hoher Qualität einige davon waren. Da macht lernen richtig Spaß.

Natürlich braucht learn2use auch irgendein Geschäftsmodell, um den Dienst zu finanzieren. Hier wird es so gelöst, dass nicht alle Screencasts kostenlos sind. Man kommt nur an eine Auswahl heran. Wer den kompletten Zugriff haben will, muss ein Monats-Abo abschließen.

Weblink:

03.04.2009 :: Warum Actimel kein Wundermittel ist...

...und weiterer Unfug, den uns die Lebensmittelbranche ständig auftischt, findet man hier:

In den letzten Wochen war ich mal etwas aufmerksamer bei Nahrungsmitteln unterwegs. Dabei musste ich enttäuscht feststellen: Unter einem oberflächlichen Hochglanz-Image verbirgt sich nährungsphysiologisch oft nur Müll. Aber zu schnell lässt man sich verführen, all das zu glauben. Ist ja so schön bequem, lecker und verlockend.

27.03.2009 :: Virenscanner machen immer öfter Probleme

Mittlerweile habe ich in den letzten 6 Monaten 4 verschiedene Virenscanner getestet und alle machten irgendwo massive Performance-Probleme. An bestimmten Stellen wird der Rechner massiv ausgebremst. Sowas kannte ich früher nicht.

Das fiese an der Sache ist, dass man es mitunter gar nicht klar zugeordnet bekommt. Man merkt nur, dass der Rechner sich seit Tagen immer mal wieder sehr zäh anfühlt. Nicht immer, aber bei bestimmten Aktionen. Was ist nun dran schuld? Das letzte Update vom Firefox? Irgendeine neue Soft- oder Hardware, die man gerade installiert hat? Oder das letzen Betriebssystem Update?

Die letzten Tage war es vor allem der Firefox, der im Intranet und auch im Internet mitunter unglaublich zäh war. Ladezeit der Ebay-Startseite 30 Sekunden und länger.

Aktuell benutze ich die Virensoftware Avira Antivir. Nachdem ich die deinstalliert hatte, funktionierte das Internet definitiv wieder in voller Geschwindigkeit. Also hab ich die Version 8 durch die brandneue Version 9 getauscht. Aber auch da gleiches Problem. In Verdacht hatte ich den Webguard, aber auch bei Deaktivierung wurde der Rechner nicht schneller. Der scheint aber auch bei Deaktivierung noch Webinhalte durch das Virenprogramm zu leiten, insofern wählte ich jetzt die Installationsoption "Ohne Webguard". Mal schauen, ob das Problem jetzt endlich beseitigt ist.

Früher haben sich Virenscanner darauf beschränkt, nur ein Auge auf die Dateien zu haben. Heute hängen die sich überall rein - in den Mailverkehr, in den Internetverkehr und selbst beim Drucken hatte ich einen Virenscanner, der massiv ausbremste. Einerseits ist das ja schön, dass noch mehr Einfallstore berücksichtigt und überwacht werden. Aber meine praktische Erfahrung ist, dass die Hersteller das nicht in den Griff bekommen, unter sämtlichen Konfigurationen saubere und performante Software abzuliefern. Die Materie scheint vermutlich einfach zu komplex.

Insofern verzichte ich lieber auf die zusätzlichen Schutzmaßnahmen und beschränke die Virenüberwachung auf Dateiebene. Anders scheint derzeit vernünftiges Arbeiten nicht möglich. Und selbst wenn, dann wird das nächste Programm, was ich installiere, wieder irgendwelche Schwierigkeiten damit haben. Oder noch besser, beim nächsten Update von Firefox oder Betriebssystem kneift sich schon wieder irgendwas.

27.02.2009 :: Der Trick mit dem Klick

Wenn ich Anwender bei der Computerbedienung beobachte, fällt mir immer wieder auf, dass es Probleme mit dem Klick oder Doppel-Klick gibt. Der Computer nimmt den öfters nicht entgegen. Deshalb haben sich manche auch angewöhnt, gleich ein paar mal wild hinterherzuklicken, wenn nicht sofort was passiert. Das hat wiederum zur Folge, dass Anwendungen durcheinanderkommen oder die Wartezeit noch länger ist.

Fast immer ist das Problem mit dem Klick auf eine ganz einfache Sache zurückzuführen: Während des Klicks wird die Maus leicht nach oben geschoben. Und genau das führt zu dem Problem. Wenn sich nämlich der Mauszeiger bewegt, wird ein Klick vielfach nicht angenommen.

Es gilt also zu lernen, beim klicken die Maus nicht zu verschieben. Ganz einfach, wenn man es weiß...

10.02.2009 :: Freie Software

Eine interessante Frage: Auf welche freie Software möchte ich nicht mehr verzichten?

Hier eine Zusammenstellung für Windows:

  • Openoffice - Office-Suite
  • Firefox - Browser
  • Thunderbird - Mailprogramm
  • 7zip - Packer
  • Foxit Reader - Ersatz für den immer schwerfälliger gewordenen Acrobat Reader. Startet sehr schnell und ist leichtgewichtig. Nicht quelloffen, aber kostenlos.
  • Filezilla - FTP-Client, z.B. um Websites hochzuladen
  • Notepad++ - Texteditor. Benutze ich recht gerne, auch wenn es noch nicht mein optimaler Texteditor ist.
  • Faststone Image Viewer - Bildbetrachter. Nicht quelloffen, aber kostenlos.
  • daemontools - Virtuelle CD-Laufwerke, CD-Images als Laufwerk mounten.
  • Ruby - Programmiersprache.
  • Putty - FTP-Client, z.B. für Zugriff auf entfernte Linux-Server.
  • Audacity - Audio-Aufnahme und Schnittprogramm.
  • jBidwatcher - Bietagent Ebay.
  • JAlbum - Fotoalben fürs Internet erstellen.
  • PDFCreator - PDF Dokumente-Drucker. Aus jeder Anwendung PDF-Dateien erzeugen.
  • Truecrypt - Verschlüsselte Laufwerke.
  • Scribble Papers - Notizen hierarchisch (Baumstruktur) verwalten. Nicht quelloffen, aber kostenlos.
  • Phase5 - HTML Editor.
  • VLC - Mediaplayer. Läuft auf meinem System eher suboptimal, hab aber noch nichts besseres gefunden.

Weblinks:

05.02.2009 :: Abwrackometer

In Sachen Abwrackprämie hat die BAFA ein Abwrackometer Online gestellt. Hier kann man ablesen, wieviele Anträge schon in Bearbeitung sind. Noch braucht es keine Eile, wer die Abwrackprämie erhalten möchte. Bis heute sind 11.450 Anträge gestellt bei einem Kontingent von 600.000.

Weblinks:

Nachtrag:

  • 11.07.2009:
    • Anträge altes Verfahren: 480.160
    • Anträge neues Verfahren: 1.260.291
    • Noch verfügbar: 259.549
  • 02.06.2009:
    • Anträge altes Verfahren: 480.160
    • Anträge neues Verfahren: 1.053.251
    • Noch verfügbar: 466.589
  • 07.04.2009: War der Run in den ersten Tagen des neuen Online-Formulars enorm (etwa 150.000 Anträge am Tag), so hat es jetzt, einige Tage später total abgeflaut. Die aktuellen Zahl der Anträge nach neuem Verfahren ist: 728.698. Weil heute klar wurde, dass die Abwrackprämie bis Ende 2009 erweitert wurde, ist zudem völlig der Druck raus, schnell handeln zu müssen.
  • 02.04.2009: Neues Verfahren mit Online-Formular wurde am 31.03.09 eingeführt. Das Abwrackometer zeigt jetzt die gestellten Anträge und nicht mehr die abgearbeiteten Anträge. Zwischenstand jetzt
    • Altes Verfahren gestellte Anträge: 469.138
    • Neues Verfahren gestellte Anträge: 666.227
  • Zwischenstand 20.03.2009: 300.674 Anträge
  • Zwischenstand 06.03.2009: 188.421 Anträge - damit ist 1/3 des Kontingents schon nach 30 Tagen ausgeschöpft! Weil viele Neu-Autos schon Bestellzeiten von mehreren Monaten haben, ist ungewiss, ob man überhaupt noch in den Genuss der Abwrackprämie kommt, wenn man heute bestellt. Andererseits: Nach dieser Aktion wird für die Autoindustrie in Deutschland der große Absturz kommen. Dann winken wieder satte Rabatte. Die bekommt man nämlich derzeit bei Kleinwagen so gut wie gar nicht.

27.12.2008 :: Du kennst dich doch mit Computern aus...

Horst Evers spricht mir aus der Seele. Das Leben wird zum Problem, wenn man sich mit Computern auskennt:

Und auch dieses Szenario ist gar nicht so selten:

12.12.2008 :: Tonerstäube gefährlich?

Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie gefährlich eigentlich Tonerstäube von Laserdruckern und Kopierern sind. Diese Feinstäube sind in vielen Büros nachzuweisen. Immer mehr moderne Geräte bauen Filter ein, um die Belastung zu verringern.

Heute war in der SZ zu lesen: "Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Dortmunder Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden im Büro keine gesundheitsgefährdenden Mengen an Tonerstaub freigesetzt." (Quelle: SZ 12.12.08)

Schön dachte ich, dass die nun herausgefunden haben, dass doch keine Risiken davon ausgehen. Das ist beruhigend. Dann wollte ich es aber genauer wissen und schaute mir die Studie mal an. Denn ich war erstaunt, wie die es so genau wissen können, um definitiv ein Risiko ausschließen zu können.

Die Studie ist ein Lacher und sagt etwas ganz anderes. Man weiß noch viel zu wenig darüber, wie gefährlich Tonerstäube sind. Es gibt eine äußerst dünne Datenlage und zu wenige Untersuchungen dazu. Anhand dieser unzureichenden Daten wird aber ein Grenzwert festgelegt. Und dann ging man los und hat in Büros gemessen, ob auch alles unter diesem Grenzwert liegt. Und dem war so.

Daraus zu schließen, dass alles unter einem bestimmten Grenzwert gesundheitlich unbedenklich ist, ist hingegen völliger Unsinn. Der wurde auch so nicht in der Studie gezogen, dass hat dann die Zeitung daraus gemacht.

Vielmehr muss man sagen: Wir wissen heute immer noch sehr wenig darüber, ob Toner in der Büroumgebung schädliche Auswirkungen auf den Menschen hat. Und wahrscheinlich wäre es sinnvoll, hier mehr zu forschen.

Die Studie sagt im Grunde dies aus: "Wir wissen nicht, wie gefährlich Tonerstaub ist, aber wenn 60 Mikrogramm pro Kubikmeter völlig unschädlich wären, dann können wir definitiv sagen, dass in typischer Büroumgebung keine Gefahr besteht."

Hier wird mal wieder versucht, durch wissenschaftliche Methoden zu einem emotional beruhigenden Ergebnis zu gelangen. Mehr als ein wissenschaftliches Schönreden ohne wirkliche Substanz ist das aber nicht.

06.12.2008 :: Online mal eben eine Skizze malen

Gerade wollte ich jemandem eine Mail schicken, wo ich aber eine kleine Skizze malen musste. Es ließ sich schlecht mit Worten beschreiben. Extra ein Malprogramm anschmeißen, Bild speichern und anhängen fand ich umständlich. Es muss doch irgendwo ein Online-Service geben, wo man ein Bild malen kann.

Und tatsächlich fand ich recht schnell was: http://www.tinyimage.de

Hier kann man mit der Maus blitzschnell ein Bild malen und dann auf "Go" klicken. Das Bild wird gespeichert und man erhält ein URL, die man dann jemandem per Mail schicken kann. Mit dieser URL kann man sich das Bild also später immer wieder anschauen. Natürlich kann man das Bild auch als jpg-Datei abspeichern. Einfach genial...

Geheime Pläne sollte man damit natürlich nicht zeichnen - die Bilder bleiben für jeden Online abrufbar und man tritt auch das Copyright an den Seitenbetreiber ab.

Weblink:

03.12.2008 :: Heizen mit Bio-Ethanol

Vielerorts sieht man jetzt Kamine, die mit Bio-Ethanol betrieben werden. Die sind sicherlich nett anzuschauen und damit ein Blickfang. Sie sollen auch das Gemüt beruhigen, ähnlich wie ein Aquarium. Interessant sind die Dinger auch, weil man keinen Schornstein dafür braucht, die Installation also sehr einfach ist. Dies macht es gerade für Mietwohnungen interessant.

Wie sieht es heiztechnisch aus? Gerne wird von Verkäufern nämlich angemerkt, dass man damit richtig Heizkosten sparen kann. Stimmt das?

Für 1 Liter kamintauglichen Bio-Ethanol müssen wir hier etwa 2 Euro bezahlen. Dieser hat einen Heizwert von etwa 7,4KWh. Man bezahlt also für 7,4Kwh etwa 2 Euro. Für die gleiche Menge Strom zahlt man ungefähr 1,40 Euro (bei 19 Cent pro KWh). Bei Gas sind es hingegen nur etwa 60 Cent (bei 8 Cent pro KWh).

Dies zeigt also ganz klar, mit Bio-Ethanol zu heizen, ist ungefähr 3mal so teuer, wie mit Gas zu heizen. Und selbst ein Ölradiator, der mit Strom betrieben wird, ist deutlich billiger.

Damit es sich lohnen würde, mit Ethanol zu heizen, dürfte dieser bei derzeitigen Gaspreisen weniger als 60 Cent pro Liter kosten.

Bei den Ethanol-Kaminen hat man übrigens noch ein Problem: Weil kein Schornstein da ist, wird der Sauerstoff aus der Raumluft verbraucht und dies nicht gerade wenig. Anbieter schreiben davon, sein Fenster auf Kippe zu stellen, was energiemäßig natürlich ziemlicher Unfug ist.

Um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Sauerstoff so ein Kamin in Kohlendioxid umwandelt: Etwa so viel, wie 20-25 Personen in einem Raum das tun würden. Da ist dann stündliches Stoßlüften dringend angeraten.

28.11.2008 :: Tests in Fachzeitschriften taugen oft nicht

Ein neuer Virenscanner musste her, weil mein bisheriger f-prot arge Performance-Probleme hat. Er bremst z.B. Thunderbird beim Zugriff auf Mails dermaßen aus, dass man nicht mehr vernünftig arbeiten kann. Das Problem ist dem Hersteller seit Monaten von vielen Nutzern her bekannt, aber keine neue Version kommt...

Da kam es mir recht, dass gerade in der Zeitschrift Chip ein Test über Security Suiten abgedruckt war. Danach suchte ich mir den Platz 3, nämlich f-secure aus. Es schnitt vor allem in Sachen Performance gut ab - genau das, was ich ja suchte.

Ich mach es kurz: Nach 2 Wochen Testzeit hatte ich so die Nase voll, dass ich es deinstalliert habe. Das Programm hat dermaßen meinen Rechner (1.8GHz) ausgebremst, dass vieles nur noch nervig war. Aber es bremste an ganz anderen Stellen, als zuvor f-prot. Hier war es z.B. die Druckausgabe - da frag ich mich, was man hier überhaupt scannen muss? Aber auch wenn der wöchentliche Scan-Job startet, ist der Rechner permanent fast mit 100% ausgelastet. Programme brauchen dann die zehnfache Zeit, um sich zu öffnen. Und es gibt keine Möglichkeit, diesen Job mal etwas Einhalt zu gebieten oder ihn zu killen. Man kann lediglich die gesame Security Suite deaktivieren.

Ja, wie denn nun? Hat der Test der Chip nicht gesagt, die Software wäre sehr performant? Hier zeigt sich die große Schwäche der Testmethodik. Zuerst einmal sollen die meisten Tests in Zeitschriften schnell und billig zu machen sein. Also sucht man sich ein paar wenige Test-Szenarien und vergleicht die Produkte anhand der Ergebnisse, die dabei rauskommen. Da wird z.B. probiert, wie schnell sich 500MB Dateien kopieren lassen. Und wenn der Wert gut ist, bekommt ein Produkt in Sachen Performance auch ein gut.

Die Realität ist aber viel komplexer. Und diese Realität bekommt man vor allem dann mit, wenn man mal 4 Wochen aufmerksam mit einer Software arbeitet. Dann erkennt man eklatante Performance Mängel und alle möglichen Probleme - Dinge, die einfach durch's Testraster gefallen sind.

Bei elektronischen Geräten ist es mit den Tests ähnlich: Da wird Produkten erstklassige Qualität bescheinigt, aber jeder, der z.B. Kamera XY für eine Stunde in der Hand hielt, kann sagen, das die völlig undurchdacht ist.

Dieser Ansatz erscheint mir deshalb sinnvoller: Es braucht geschulte Menschen, die sich Produkte vertraut machen und sie im Alltag möglichst vielseitig testen. Erst dadurch erkennt man, ob die heutzutage recht komplexen Produkte was taugen. Einfache Testraster hingegen helfen nicht weiter.

Aber mit den Produkt-Tests ist das ja sowieso immer so eine Sache. Ich möchte nicht wissen, wie oft für gute Testergebnisse auch gut Geld bezahlt wird...

21.11.2008 :: Mit Kerzen heizen?

Bei den gestiegenen Heizkosten werden manche sehr kreativ. Eine Idee ist, möglichst viele Kerzen anzuzünden, weil die ja ebenfalls für viel Wärme sorgen.

Ich hab's mal ausgerechnet, ob das eine gute Idee ist. 100 Teelichter kosten etwa 4,50 Euro. Ein Teelicht wiegt 13g. Das macht 350 Cent pro Kilogramm Paraffin, der ja hier als Brennstoff wirkt. Viel billiger wird man Paraffin auch sonst kaum bekommen - Teelichter sind schon extrem billig. Paraffin hat einen Heizwert von etwa 12,5 Kwh/kg. Somit kommt man auf 28 Cent/Kwh.

Verglichen mit Gas ist das über 3 mal so teuer (8-9 Cent/Kwh). Gegenüber Heizöl sieht es ganz ähnlich aus. Selbst der Ölradiator, der mit Strom betrieben wird, ist mit etwa 19 Cent/Kwh wesentlich billiger.

Die Idee mit den Kerzen hat noch einen anderen großen Nachteil: Giftige Abgase und Verbrennungsrückstände gehen in die Zimmerluft und auch der Sauerstoffgehalt verringert sich.

06.09.2008 :: Bilder automatisch verkleinern

Wie oft will man mal eben 20 Bilder als Mailanhang verschicken, jedoch ist die Originalgröße der Bilder dafür unpassend. Man will ja nicht megabyteweise Daten verschicken. Frage ist also: Wie bekomme ich 20 Bilder möglichst unkompliziert auf eine Größe von z.B. 800x600 Bildpunkte? Dieses Format ist meist ausreichend für den Bildschirm und ein Bild hat dann gerade 80-120KB.

Natürlich hat mittlerweile fast jede Kamera Software dabei, die sowas kann. Jedoch ist es gut, völlig unabhängig von einer Kamera ein Werkzeug zu haben, was man immer und überall einsetzen kann. Hierfür hab ich die Software TinyPic gefunden, die recht einfach bedienbar ist. Man zieht alle Bilder, die man verkleinern will, einfach per Drag&Drop vom Datei-Explorer ins TinyPic-Fenster. Und schon wird auf das zuvor eingestellte Format verkleinert. Damit die Original-Dateien nicht überschrieben werden, wird den neuen Dateien z.B. K800_ vorangestellt (für 800 Pixel Breite Bilder). Die verkleinerten Bilder werden dann ins gleiche Verzeichnis geschrieben. Man kann aber auch einen speziellen neuen Ordner wählen.

Das TinyPic Fenster bleibt übrigens immer im Vordergrund, was die Arbeit mit dem Explorer erleichtert. Ich mag Programme, die so super einfach funktionieren. Man braucht nicht viel erklären, kann gleich loslegen.

Weblink:

19.05.2008 :: Endlich Chip-Resetter für Canon-Drucker

Seit Canon den Pixma IP4200 Drucker eingeführt hat, war es vorbei mit billigen Druckpatronen. Auf jeder Druckpatrone war ein Chip untergebracht und wenn die Patrone leer war, funktionierte auch ein Auffüllen nicht mehr. Denn im Chip wurde der Tintenstand gespeichert, der sich auch nicht zurücksetzen ließ. Eingeführt wurden diese Drucker ich glaube 2005. Auch weitere Modelle, wie der IP4300, IP4500, IP5200 und IP5300 nutzen alle die selben CLI-8 Tintenpatronen.

Ein Hintertürchen hatte Canon offen gelassen - wenn man die Füllstandsanzeige abschaltete, konnte man trotzdem mit aufgefüllten Patronen weiterdrucken. Bei Nachbaupatronen konnte man den alten Chip aufkleben und musste aber auch hier dann die Tintenstandsüberwachung abschalten. Die Abschaltung der Tintenüberwachung ist jedoch immer mit dem Risiko verbunden, dass man irgendwann mit leeren Patronen druckt und das soll angeblich den Druckkopf recht schnell zerstören.

Alle warteten sehnsüchtig auf einen Chip-Resetter, mit dem man den Chip in Ursprungszustand rücksetzen kann. Sowas gab es seit einigen Jahren schon für Epson. Doch nichts kam, anscheinend war der Canon-Chip so gut, dass das niemand schaffte. Im September 2007 kamen erste Gerüchte auf, dass es nun doch jemand geschafft hat. Und jetzt gibt es ihn tatsächlich zu kaufen. Hurra, der Chipreseter für Canon-Patronen ist endlich da.

Das dies 3 Jahre gedauert hat, zeigt, dass sich da wohl wirklich einige die Zähne dran ausgebissen haben, um den Algorithmus zu knacken. Hoffentlich kommen nun auch bald die ersten Druckpatronen mit nachgebauten Chip. Sonst hat man ja immer noch das Problem, den Chip beim Patronenwechsel übernehmen zu müssen. Eigentlich ist das einfach, aber viele Nicht-Techniker scheuen sich davor.

Wo gibt es den Resetter? Bei Ebay für 30-50 Euro. Und http://www.druckerzubehoer.de will mal wieder die Preisführerschaft übernehmen und bietet ihn für 17 Euro an.

Ich bin gespannt, wie nun Canon reagieren wird. Wird bei der nächsten Drucker-Generation der Spaß wieder von vorne losgehen, weil Canon mit einem neuen Algorithmus nachzieht? Werden dann die letzten Drucker der alten Generation wieder für 200 Euro und mehr bei Ebay vertickt? Sollte man sich schonmal ein paar Drucker der auf Lager legen, um nicht mit dem Nachfolge-Modell wieder in Schwierigkeiten zu geraten?

14.05.2008 :: Reifen und Profilauswahl

Da war es mal wieder - dieses "Klack-Klack-Klack-Geräusch" beim Fahren im Auto. Schneller werdend, je schneller der Wagen rollt. Das kannte ich schon, muss mal wieder ein großes Steinchen im Reifen festgeklemmt sein. Ich hab dann jeden Reifen abgesucht und holte gleich eine Hand voll Steine aus jedem Reifen. Und nicht nur das, da klemmten auch Glasscherben, spitze Drahtreste und sonstiger scharfer Kleinkram, der auf den Straßen rumliegt. Gerade Glas und Drahtreste bohren sich mit der Zeit immer tiefer in den Gummi und irgendwann hat man einen Platten.

Ich ärgerte mich, denn mir fiel ein: Wir hatten schonmal so einen Reifen auf der Hinterachse, der alles mögliche in sich aufnahm. Auf der Vorderachse war zu dieser Zeit eine andere Marke und da passierte es erstaunlicherweise überhaupt nicht. Und nun hatten wir beim Reifenkauf vor einem Jahr nicht aufgepasst. Es ist ein Vredestein Allwetter Quatrac 2. An sich ein guter Reifen, aber dieses Profil nimmt wirklich jeden Unrat mit. Vermutlich hatten wir nach kurzer Zeit deshalb auch schon eine Schraube eingefahren - mit anschließendem Platten. Das Risiko wird bei so einem Profil einfach höher sein.

Auch bei Fahrrädern und Motorrädern gibt es wohl Profile, die dazu neigen. Insofern würde ich heute beim Reifenkauf besonders darauf achten. Schmale tiefe Schlitze im Profil sind es vor allem, die die Steinchen festhalten. Schaut man sich mit der Google-Bildersuche mal den Quatrac 2 an, dann sieht man die tiefen schmalen Furchen. Das wird aber vermutlich nicht das ganze Geheimnis sein, es wird auch darauf ankommen, wie diese genau ausgeformt sind.

Warum wird dieser Aspekt von Herstellern so wenig berücksichtigt? Vielleicht liegt es an den Reifentests von Automobilclubs und Testzeitschriften, bei denen alle Hersteller möglichst gut abschneiden wollen. Vermutlich wird auf diese Problematik überhaupt nicht getestet, weshalb es bei manchen Herstellern keine Berücksichtigung findet. Nach dem Motto: "Was nicht getestet wird, muss auch nicht gut sein." Solche Reifen sind dann testoptimiert, aber nicht optimiert für den alltäglichen Einsatz.

Für mich als Benutzer hat aber vor allem Relevanz, wie ein Produkt sich im Alltag bewährt. Machen manche Hersteller vielleicht gar keine Alltags-Tests?

30.03.2008 :: Baumharzflecken auf Auto entfernen

Wir hatten schön eingebrannte - mittlerweile schwarz gewordene - Baumharzflecken auf einem gelben Autodach. Alle Standard-Lösemittel hatten keine Chance: Ob Spiritus, Benzin, Terpentin, Aceton, Glasreiniger, Verdünnung - nichts wollte helfen.

Dann das Erstaunen: Wir holten aus der Küche Bref Power Fettlöser. Der holte völlig ohne Mühe die Flecken herunter. Und ist zudem mit 3,70 Euro für 750 ml wesentlich billiger, als spezielle Teer-Reiniger aus dem Auto-Zubehörmarkt. Unangenehm finde ich jedoch, dass man nie weiß, was in solchen Reinigern drin ist und wie gesundheitschädlich die evtl. sind. Besonders kritische Substanzen scheinen aber nicht drin zu sein, sonst gäbe es deutliche Warnhinweise auf der Verpackung.

Wenn es also um Teer, Fett, Ruß und sonstige eingebrannte Rückstände geht, sollte man es mal damit versuchen.

Weblinks:

20.03.2008 :: Billig-Laminat und elektrostatische Aufladung

Ich habe jetzt mehrfach davon gehört, dass einige enorme Probleme mit elektrostatischer Aufladung von Laminat-Fußböden haben. Funkenüberschläge bis zu 1cm Länge wurden beobachtet, sobald man an irgendein Metall-Teil in der Umgebung fasst. Vermutlich ist die Oberfläche des Laminates so gut isolierend, dass sich hier extreme elektrostatische Felder aufbauen.

Solche elektrostatischen Felder sind in vielerlei Hinsicht ungünstig. Einerseits schmerzt es, wenn man regelmäßig eine gewischt bekommt. Andererseits sind viele elektronische Geräte gefährdet. Denn die mögen diese Elektroschocks überhaupt nicht. Evtl. gehen sie davon frühzeitig kaputt. Auch gibt es im Bereich Elektrosmog Untersuchungen, bei denen sich elektrostatische Felder ungünstig auf den menschlichen Organismus auswirken.

Betroffen sind wohl nicht alle Laminat-Fußböden. Man sollte beim Kauf auf jeden Fall darauf achten, dass dieser antistatisch ausgelegt wurde. Und evtl. mit dem Hersteller abklären, ob mit erhöhter elektrischer Aufladung zu rechnen ist. Wenn der dies verneint, hat man später bessere Chancen für Reklamationen.

19.03.2008 :: Countdown-Timer

Du wartest schon sehnsüchtig auf Weihnachten oder auf den Urlaub? Dann ist ein Countdown-Timer was Feines. Bei Poodwaddle.com bin ich fündig geworden, eine nettes kleines Programm, was auf Flash basiert. Einfach Datum und Uhrzeit des künftigen Events eingeben und die Tage bis zum Ereignis werden angezeigt.

Countdown-Timer klick hier...

Wer einen Kurzzeitwecker bis 60 Minuten braucht, nimmt einfach den Meditationtimer:

Meditation-Timer klick hier...

Weblinks:

13.02.2008 :: Eneloop Akkus

Nun hat mich auch der Eneloop Hype erfasst. Seit Monaten geistert es durch diverse Internetforen: Es gibt neue Rundzellen-Akkus von Sanyo mit dem Namen Eneloop, die vor allem ein Vorteil haben: Eine sehr geringe Selbstentladung!

Das war bisher ein großer Nachteil von Akkus: Die Biester entladen sich von ganz alleine auch ohne Benutzung. Und das mitunter recht schnell. Nach 3 Monaten kann schon die Hälfte der Kapazität verloren gegangen sein.

Und so war dann auch die Erfahrung bei Geräten, die ich nicht ganz so oft nutze: Die Digitalkamera, die 3 Monate im Schrank lag, machte schon nach den ersten 10 Bildern schlapp. Das ist immer wieder nervig.

Jetzt hab ich seit 3 Monaten auch die Eneloops im Einsatz. Die machen sich tatsächlich sehr gut. Obwohl die Digitalkamera in letzter Zeit häufiger im Einsatz war, musste ich noch nicht nachladen. Bei herkömmlichen Akkus hätte ich bestimmt schon einmal wechseln müssen.

Interessant ist das vor allem für Geräte, die mit Batterien gewöhnlich 1-2 Jahre durchhalten. Hier war der Einsatz von Akkus nur möglich, wenn man z.B. alle 6 Monate nachgeladen hat. Mit Eneloops sollte es ohne Probleme wesentlich länger gehen.

Die Kapazität ist übrigens nicht auf Maximum optimiert. Eine Eneloop AA-Zelle hat 2000mAh, die besten herkömmlichen Zellen am Markt haben etwa 2700mAh. Vermutlich muss man aufgrund der geringen Selbstentladung hier Abstriche machen. Stört mich aber überhaupt nicht. Zumal sowieso oft gelogen wird und real gar keine 2700mAh Kapazität entnehmbar sind.

Es gibt mittlerweile eine Reihe weiterer Hersteller, die diese neue Generation NiMH-Akkus herstellen (GP ReCyko, Ansmann maxE, Varta Ready2Use usw.). Welche die besten sind - keine Ahnung. Die Eneloop waren zumindest die ersten am Markt und ich wollte mich bei meinen Tests erstmal auf diese beschränken. Tests der meisten Fachzeitschriften traue ich nicht, die empfinde ich meist als oberflächlich oder gesponsert.

Weblinks:

Nachtrag 05/09: 4 AA-Eneloop Testakkus lagerten mittlerweile 1 Jahr und 3 Monate ungenutzt. Mich interessierte, wie die Selbstentladung ist. Nun hab ich sie entladen. Nominal sollten die 1900 mAh haben, wenn sie voll sind. Alle 4 Akkus hatten nach dieser Lagerzeit etwa 1700mAh. Das ist erstaunlich gut! Allerdings: Im Netz finden sich Aussagen, dass die Selbstentladung nach jedem Entladevorgang zuerst einmal höher ist und erst nach ein paar Tagen sich reduziert. Akkus, die also z.B. täglich immer mal wieder etwas entladen werden, könnten wesentlich höhere Selbstentladung haben. Das müsste man nochmal testen.

09.02.2008 :: Endlich strahlungsreduzierte Schnurlostelefone

Lange Zeit hat die Industrie sich keine Gedanken um Strahlenbelastung durch Schnurlostelefone gemacht. Seit Einführung der digitalen DECT-Technik vor etwa 10 Jahren war dies eine besondere Problematik. Denn die neue Technik holte starke Strahlenbelastung ins Haus: Die Basisstation sendet nämlich permanent, ob man telefoniert oder nicht. Zudem stellten viele unbedacht diese Basis in die Nähe von Daueraufenthaltsplätzen, womit man dann besonders hohe Feldstärken mitbekam.

Ob diese Dauerbestrahlung schädlich ist oder gar nichts bewirkt, ist umstritten. Natürlich lag die Strahlung seit je her weit unter den Grenzwerten. Und doch gibt es nicht wenige, die einen Zusammenhang zwischen bestimmten Erkrankungen und Elektrosmog sehen.

Wie auch immer, ich denke, man sollte sich nicht unbedacht bestrahlen, wenn es nicht sein muss und auch anders geht.

Seit ungefähr einem Jahr gibt es nun endlich strahlungsarme DECT-Schnurlostelefone von zahlreichen Anbietern. Die Zeit war reif, dass nun auch große Hersteller auf den Zug aufgesprungen sind, nachdem das Bundesamt für Strahlungsschutz 2006 die Hersteller dazu aufforderte, strahlungsarme Geräte zu produzieren. Der Wille kommt auch nicht von ungefähr. Öko, Klimaschutz, strahlungsarm kommt immer mehr an, ein Bewusstsein dafür wurde in den letzten Jahren geweckt. Produkte, die besonders gut zu Umwelt und Mensch sind, werden gewünscht.

Einer der größten Hersteller ist Siemens. Auf den meisten Schnurlosen von Siemens steht nun "ECO DECT". Der Hersteller spricht gar vollmundig von "ein grünerer Weg zu kommunizieren". Beim Gigaset E360 wird hierbei die Abstrahlung der Basisstation völlig ausgeschaltet, sobald das Mobilteil darauf gelegt wird. Dies sollte man dann auch immer tun, um die Strahlung zu reduzieren.

Auch die meisten anderen Gigaset-Geräte tragen das blaue "ECO-DECT" Symbol. Leider ist dies keine Garantie dafür, dass die Basisstation die Ausstrahlung abschaltet. Bei manchen Geräten steht "Abschaltung der Sendeleistung", bei anderen "Reduzierung der Sendeleistung". Siemens schreibt auf der Homepage: "ECO DECT ist wirklich eine Sammlung von Features, die auf unterschiedliche Weise in verschiedenen Telefonen umgesetzt ist." und auch "Die Sendeleistung zwischen Mobilteil und Basisstation wird bei einigen Gigaset ECO DECT Modellen auf nahezu null reduziert..." Man muss also zusätzlich auf den Hinweis achten, ob wirklich das Sendeteil beim betreffenden Gerät abgeschaltet wird. Dies steht in der Beschreibung auf der Umverpackung.

Technisch bedingt funktioniert ECO-DECT nur, wenn lediglich ein Mobilteil an der Basis angemeldet wird. Legt man also auf diese Funktion wert, muss man auf einen zweiten Hörer verzichten.

Worauf man bei Siemens-Geräten übrigens auch noch achten muss: Nicht alle können mit herkömmlichen preiswerten Rundzellen-Akkus betrieben werden. Sie brauchen stattdessen teurere Siemens-Spezialakkus. Dies gilt besonders bei den preiswerten Gigaset-Geräten.

ECO-DECT von Siemens hat noch einen Vorteil: Die Mobilteile reduzieren ebenfalls ihre Abstrahlung um bis zu 75 %, wenn man sich im Umkreis von 5 Metern zur Basisstation befindet. Sowas bieten viele andere Anbieter nicht.

Beim Gigaset E360 ist uns allerdings eins aufgefallen, was man nicht in der Dokumentation findet: Ist der Hörer aufgelegt, schaltet die Basis zwar die Funkabstrahlung komplett ab. Jedoch wird sie ca. alle 5-10 Minuten für etwa 10-30 Sekunden kurz eingeschaltet. Vermutlich scannt das Gerät, ob sich weitere angemeldete Hörer im Umkreis befinden.

Noch macht der Handel meist keine große Werbung für strahlungsarm. Ich denke, man möchte gar nicht, dass der Kunde besonders darauf achtet, weil man sonst viele andere Modelle nicht verkaufen könnte. Vermutlich werden aber in 1-2 Jahren alle Hersteller umgestellt haben.

Strahlungsarme Geräte gibt es derzeit noch von Orchid, Swisscom, Audioline, Panasonic, AEG, Hagenuk, DeTeWe und T-Com. Philips scheint leider noch nichts im Angebot zu haben.

Weblinks:

30.01.2008 :: Kostenlose Virenscanner für alte Windows-Versionen

Mittlerweile sind die meisten Virenscannerhersteller dazu übergegangen, alte Windows-Versionen nicht mehr zu unterstützen (Windows 95, 98, ME). Gerade die beiden kostenlosen Platzhirsche Bitdefender und Antivir funktionieren nicht mehr. Wer jedoch so ein altes Windows benutzt, vermutlich deshalb, weil kein Geld für einen neuen Computer da ist. Da wird man also auch kein Geld für einen Virenscanner ausgeben wollen oder können.

Eine kostenlose Alternative gibt es noch. Die Firma Avast! bietet hat noch einen Virenscanner im Programm, der auch unter Windows 95, 98, ME und NT läuft. Dieser Virenscanner hat sogar ein Stiftung Warentest gut bekommen. Fragt mich aber nicht, was ich davon halte, hab das Teil noch nie ausprobiert.

Weblinks:

12.01.2008 :: Stöhn meine IP

Wie ist denn meine aktuelle IP-Adresse im Netz? Diese Damen helfen freundlich weiter: http://www.stoehn-meine-ip.de/

09.01.2008 :: Selbstbau einer Elektronenröhre

Ein faszinierendes Video, was zeigt, was man mit viel Enthusiasmus und viel Zeit alles schaffen kann. Mit Hausmitteln: Klick...

Weitere Weblinks zum Thema:

01.12.2007 :: Telekom Telefon+DSL Flatrate: Vorsicht Falle

Das die Telekom mit Ihren Telefonleistungen preislich nie sonderlich gut da steht, ist bekannt. Trotzdem: Die Flatrate DSL+Telefon für 39,95 Euro ist zumindest gerade mal 10 Euro teurer, als einer der günstigsten Konkurenten. Wer jedoch ISDN benötigt, muss nochmal 4 Euro drauflegen, womit es dann 14 Euro teurer wird.

Etwas, was ich gar nicht glauben konnte, sagte mir jetzt eine Bekannte. Sie meinte, dass man Zuschläge zahlen muss, wenn der Telefonpartner nicht bei der Telekom ist. Von sowas hatte ich bisher nichts gehört und das war mir auch völlig unverständlich. Aber tatsächlich, im Kleingedruckten findet man es: Wenn man jemanden anruft, der nicht bei der Telekom ist, muss man mitunter Zuschläge bezahlen. Unter der Rufnummer 0800 33 09576 kann man checken lassen, ob man bei einem Telefonpartner Zuschlag zahlen müsste. Ich versuchte es mit Nummern von Freunden, die bei Versatel, Arcor und Alice sind. Bei Versatel und Alice war ein Zuschlag fällig, bei Arcor nicht. Der Zuschlag ist zwar mit 0,21 Cent pro Minute relativ gering, aber es unterläuft klar die Vorstellung, die man von einer Flatrate für's Festnetz hat.

Natürlich ist das einerseits alles korrekt - jeder Anbieter kann seine Angebote gestalten, wie er möchte. Das Fiese an solchen Angeboten ist jedoch: Man hat eine Vorstellung davon, was eine Telefon-Flatrate fürs Festnetz ist und meint, die Telekom würde genau sowas anbieten. Der durchschnittliche Leser wird bei dem Angebot nicht erkennen, dass zusätzliche Gebühren fällig werden. Für ihn wird "Telefon Flatrate im Telekom Festnetz" bedeuten, dass er im deutschen Festnetz nach Belieben telefonieren kann, ohne zusätzlich zu bezahlen. Erst wer ganz genau das Kleingedruckte liest und auch versteht, wird es erkennen. Für mein Empfinden werden so viele getäuscht, zumal bei der telefonischen Beratung meine Bekannte darüber nicht aufgeklärt wurde.

Gerade die Telekom-Branche ist ein Musterbeispiel dafür, wo immer wieder versucht wird, den Kunden geschickt zu täuschen. Ihm also etwas vorzugaukeln, was er real so nicht bekommen wird. Real wird es oft teurer, als erwartet.

Insofern gilt: Penibel das Kleingedruckte lesen! Keine vorschnellen Entscheidungen!

Verkauft werden vor allem Illusionen...

24.11.2007 :: Seltsame DEW Stromtarife

Die DEW hat in Dortmund hauptsächlich 3 Stromtarife: Mini, Standard und Maxi. Eigentlich ganz einfach. Wer wenig Strom verbraucht nimmt Mini, weil dort die Grundgebühr geringer ist. Wer normal Strom verbraucht nimmt Standard und die Vielverbraucher fahren mit Maxi am besten, wo dann vor allem die Kilowattstunde günstiger ist bei höheren Grundkosten.

So war das mal. Aber seit ungefähr 1-2 Jahren ist es ganz seltsam. Der Tarif Standard ist nämlich grundsätzlich teurer als Mini, egal wieviel Strom man verbraucht. Die Kilowattstunde kostet nämlich genauso viel, nur der Grundpreis ist bei Standard höher. Damit macht der Standard-Tarif also keinen Sinn. Und trotzdem sind viele genau in diesem teuren Tarif. Warum: Weil das schon immer und früher auch sinnvoll so war. Das die Preisstruktur sich geändert hat, davon wissen viele nicht.

Zu was führt diese Preisstruktur? Die DEW verdient besonders an Kunden, die nicht gut informiert sind oder die nicht in der Lage sind, sich um solche Details zu kümmern. Das betrifft z.B. ältere und kranke Menschen, und das ist gerade die Bevölkerungsschicht, die oft wenig Geld hat.

Weblinks:

20.10.2007 :: Sofort Fotos aus Drogerie

Mittlerweile gibt es diese Sofort-Foto-Automaten in vielen Drogerien, bei uns z.B. bei Schlecker oder DM-Drogerie. So funktioniert es: Speichermedium (CD, Memory-Karte) mit den Bildern in den Automaten stecken, Bilder und Anzahl auswählen, bestätigen und kurze Zeit später hat man seine postkartengroßen Abzüge in der Hand.

Die Sache ist zudem nicht sonderlich teuer: Für 30-35 Cent bekommt man einen Abzug.

Wer nun glaubt, dass wäre ein billiger Tintendruck, irrt. Das Bild soll nämlich angeblich wasserfest sein, zumindst steht das bei den Kodak-Automaten.

Die so ausgedruckten Fotos fassen sich jedenfalls genau wie ein "echtes Foto" an. Ein nicht geschultes Auge erkennt erstmal keinen Unterschied. Und die Qualität? Für Schnappschüsse, die Erinnerungen und Situationen festhalten, finde ich das völlig in Ordnung. Wer natürlich künstlerische Ansprüche an seine Fotos hat und Wert auf Details legt, wird damit nicht zufrieden sein.

Die Automaten unterscheiden sich auch in der Qualität. Ich habe dazu mal 2 Fotos bei Schlecker auf einem Mitsubishi-Automaten gemacht. Und dann die gleichen Fotos auf einem Kodak-Automaten bei der DM-Drogerie. Der Gesamteindruck war bei Kodak/DM besser. Die Farben waren originalgetreuer. Mitsubishi/Schlecker machte ganz leichte Streifen ins Bild und die Oberfläche schillerte gegen das Licht partiell in Regenbogenfarben. Beide Automaten beschnitten das Bild leicht rundrum um ca. 2mm, vermutlich um Toleranzen im Druck zu kompensieren. Meine Bilder wurden damit unbrauchbar, weil ich unten rechts ziemlich an der Kante einen Schriftzug eingefügt hatte. Mein Qualitätstest ist natürlich nicht repräsentativ, ich glaube, es hängt stark davon ab, wie gut die Geräte gewartet werden. Es ist da ganz ähnlich, wie bei Fotokopierern.

Diese Unmittelbarkeit des Foto-Papierabzuges eröffnet nun völlig neue Möglichkeiten. So kann man im Urlaub einen Schnappschuß machen und diesen als Postkarte direkt an seine Freunde schicken. Genauso kann man zum Ende einer Veranstaltung bereits aktuelle Fotos anbieten, insofern man eine Drogerie oder Fotoladen in der Nähe hat.

20.10.2007 :: Schüttel- und Kurbeltaschenlampen

Im Moment findet man sie überall: Die Schüttel- und Kurbeltaschenlampen. Ob im Baumarkt, in Supermärkten oder Restpostenläden. Die Idee ist verlockend: Eine Taschenlampe, betrieben ohne Batterien. Mit eigener Muskelkraft - durch kurbeln oder schütteln - kann man sie zum leuchten bringen.

Die Idee, eine Art Dynamo in eine Taschenlampe einzubauen, ist gar nicht so neu. Solche Taschenlampen gab es schon vor 30 Jahren. Besonders praktisch waren die Teile damals nicht, oft musste man permanent pulsierend an einem Hebel drücken, damit etwas leuchtete. Das war nach wenigen Minuten sehr anstrengend.

Jetzt kocht das Thema wieder hoch, weil es nun sehr stromsparende Leuchtdioden gibt. Schafft man es so tatsächlich, mit 1/10 des Stromes schon was zum leuchten zu bringen. Zudem wird die erzeugte elektrische Energie zwischengespeichert, so dass z.B. durch 1 Minute schütteln man mehrere Minuten Licht hat.

Nie wieder Batterien kaufen und die Taschenlampe ist immer einsatzbereit. Ein verlockender Gedanke.

Die ursprüngliche Idee der Schüttellampe findet man nach meinen Recherchen in der Taschenlampe von Sunartis EVERLight wieder. Sie kostet etwa 15-20 Euro. Der elektronische Aufbau ist gut. Ein sogenannter ColdCap Kondensator speichert die Energie, er kann sehr oft aufgeladen und entladen werden, ohne dass er Schaden nimmt. Auch Tiefentladung schadet nicht. Eine Lebensdauer von 8-15 Jahren ist typisch. Wärme verringert die Lebensdauer. Der Rest der Lampe hat keine weiteren lebenszeitbeschränkenden Bauteile. Eine Leuchtdiode sorgt für Licht und eine Spule, durch die man einen Magneten schüttelt, sorgt für die Energieversorgung. Ein Reed-Kontakt mit Magnet wird als Einschalter genutzt, wodurch die Lampe am Schalter gut wasserdicht gemacht werden kann.

Wie kann es nun sein, dass bei Ebay und in Restpostenläden diese Schüttellampen für 2-3 Euro auftauchen? Ist es die gleiche Qualität? Nein! Das große Problem fast aller billigen Nachbauten ist der Energiespeicher. Ein GoldCap-Kondensator ist teuer. Stattdessen werden oft aufladbare 2032er Lithium-Knopfzellen eingesetzt. 2 Stück in Reihe. Natürlich ohne aufwändige Lade/Entladelektronik. Selbst unter besten Bedingungen würden solche Akkus vielleicht 3 Jahre halten, unter den gegebenen Bedingungen kann es jedoch sein, dass bereits nach 1-2 Jahren die Taschenlampe nicht mehr funktioniert. Tiefentladung ist z.B. ein Problem, unter denen Akkus stark leiden. Solche Taschenlampen sollten immer etwas geschüttelt weggelegt werden.

Diese billigen Nachbauten sind ziemlicher Unsinn. Der große Vorteil liegt ja gerade darin, dass man die Lampe jahrelang irgendwo deponieren kann und im Bedarfsfall Licht hat. Dies funktioniert hier aber nicht. Insofern rate ich von diesen billigen Nachbauten generell ab. Ähnlich verhält es sich übrigens bei den meisten Kurbel-Taschenlampen vom Discounter für 2-10 Euro.

Was kann man selbst von einer guten Schüttel-Taschenlampe erwarten? Leuchtdioden können bereits bei sehr geringem Energieverbrauch ein weißes Licht erzeugen. Jedoch ist dies bei einer Standard-LED auch sehr dunkel. Es reicht für eine Notbeleuchtung, um sich im Dunkeln überhaupt orientieren zu können, z.B. um den Sicherungskasten zu finden. Auch kann man unter solchem Licht mal ein paar Zeilen lesen. Insofern ist gerade für Notfälle solch eine Lampe eine gute Sache.

Man kann die Leuchtkraft aber nicht mit einer guten batteriebetriebenen Taschenlampe vergleichen, die typischerweise das zehnfache an Lichtleistung bringt. Die in Schüttellampen eingesetzten Leuchtdioden sind nämlich nicht effizienter, als Taschenlampen-Glühlampen. Weniger Energiezufuhr bedeutet also auch weniger Licht.

Zudem sind Schüttellampen nicht dazu geeignet, sie länger als ein paar Minuten einzusetzen. Sonst bekommt man recht bald einen Tennisarm.

Ideal finde ich die Schüttellampen, um sie an Orten zu deponieren, wo man im Notfall mal kurz Licht braucht. Ob im Auto, als Notlampe im Haushalt oder Keller. Das keine Batterien verbraucht werden, ist ein ökologischer Pluspunkt. Und wer sich wenig bewegt, hat hier sein kleines Fitness-Studio inklusive. Hierfür wäre dann aber ein täglicher Einsatz sinnvoll ;-)

Weblinks:

05.09.2007 :: DHL Paketschein Online

Da kann man doch 1 Euro sparen, wenn man Online den Paketschein bei DHL ausfüllt. Also mal ausprobieren, dachte ich. Schon mal die gute Nachricht: Es funktioniert!

Ein paar Hürden gilt es aber zu nehmen. Erstmal finde ich es seltsam, dass man kein eigenes Konto irgendwie einrichten kann, wo dann schonmal meine Absenderdaten gespeichert werden. Das würde Zeit beim nächsten Versand sparen.

Technisch völlig unsinnig und erschwerend ist die Ausdruck-Steuerung. Man darf seine Paketmarke nämlich nur einmal ausdrucken. Läuft dabei was schief - streikt z.B. der Drucker - ist es vorbei. Die 6 Euro sind natürlich trotzdem abgebucht. Dann muss man umständlich irgendwelche Hotlines anrufen.

Technisch ist dies völliger Blödsinn: Jedes Paket hat eine eindeutige Nummer, die ja bei der Post gescannt wird. Und wenn die Nummer doppelt auftaucht, dann wird das erkannt. Außerdem: Die gedruckte Paketmarke kann man ja später beliebig auf einem Kopierer vervielfältigen. Folglich ist das eine völlig blödsinnige Idee, den Ausdruck auf eine Kopie zu beschränken.

Auf dem Computer geht es sogar noch einfacher. Man druckt einfach in eine PDF-Datei mit einem virtuellen Drucker, z.B. PDFCreator. Die so erzeugte PDF-Datei kann man dann beliebig oft drucken. Damit hat man dann keine Probleme mehr, wenn was schief läuft. Ich hoffe, die Post verzichtet bald auf diesen Blödsinn mit dem Einmaldruck. Andere Versandunternehmen wie Hermes brauchen das auch nicht. Bei Hermes gibt es zudem den Vorteil, dass man eine komfortable Online-Verwaltung hat. Wenn man sich dort einloggt, kann man alle bisherig versandten Pakete ansehen und für einen neuen Paketschein ist gleich die Absenderadresse schon vorhanden.

Die GoGreen Option, die man bei der Post für gerade mal 10 Cent hinzunehmen kann, finde ich gut. DHL schreibt hierzu:

Die zusätzlichen zehn Cent pro Sendung per GOGREEN-Service investiert DHL in Maßnahmen, bei denen die Menge des während des Transports emittierten Kohlendioxids eingespart oder der Atmosphäre wieder entzogen wird. Einen großen Teil des Klimaschutzbeitrages tragen unternehmensinterne Projekte bei, indem DHL beispielsweise Fahrzeuge mit alternativen Antrieben oder Kraftstoffen einsetzt.

Weblinks:

29.08.2007 :: Spritmonitor

Beim Kauf eines neuen Autos kann man sich gut auf http://www.spritmonitor.de erkundigen, wie hoch der Verbrauch bei verschiedenen Autos ist. Es sind keine Werksdaten, sondern praktisch ermittelte Werte von Nutzern. Man kann dort ein Online-Tanktagebuch führen, worüber dann auch die Werte ermittelt werden.

Weblink:

19.08.2007 :: Zecken entfernen: Drehen oder nicht?

Seit Jahren beobachte ich die Diskussion, wie man Zecken sicher entfernt. Unser Hund schleppt regelmäßig welche mit, so das wir die häufig entfernen.

Wir nutzen dazu eine Zeckenzange und auf der stand in der Anleitung, man solle die Zecke herausdrehen. So funktioniert es auch wunderbar. Immer wieder hörten wir aber von Empfehlungen, genau dies nicht zu machen, sondern die Zecke nur herauszuziehen. Manchmal mit der Begründung: "Die Zecke hat kein Gewinde!"

So schön und logisch solch eine Begründung auch klingt, die Praxis zeigte uns: Ziehen war immer problematisch, man braucht wesentlich größere Zugkräfte, um die Zecke herauszubekommen. Und dann passiert es entweder, dass die Zeckenzange mehrfach abrutscht oder man die Zecke zerreißt. Dann steckt noch die Hälfte in der Haut. So richtig gelingen wollte uns die Zieh-Methode trotz verschiedener Pinzetten nicht recht. Das herausdrehen funktioniert hingegen immer problemlos.

Da war ich jetzt froh, mal wieder eine Unterstützung für die These zu finden, dass man Zecken herausdrehen sollte. Auf der Synlab-Homepage heißt es:

"Dadurch kann man die Zecke endlich sicher herausdrehen, was wegen der Widerhaken am Saugrohr empfehlenswert ist. (vorteilhaft bei Kleinkindern und Haustieren)."

Auf der Homepage von www.zeckenschlinge.de heißt es:

"Wir empfehlen "Drehen". Studien über hunderte von Zeckenentfernungen haben gezeigt, dass beim Ziehen 87 % kaputt gehen, beim Drehen 11 %. Die Zecke hat eine Menge Widerhaken auf seinem Sauggerät. Diese und der Zeckenleim lassen am besten locker beim Drehen und das Risiko sinkt, die Zecke auseinander zu reißen."

Die Begründung mit den Widerhaken deckt sich mit meinen Beobachtungen. Die Zecke hängt unglaublich fest, wenn man hingegen dreht, überlistet man diese Widerhaken und die Zecke lässt sich leichter entfernen. Was das "Gewinde" angeht: In der Tat gibt es das am Saugrüssel nicht, es geht nur um die Widerhaken. Insofern dürfte es egal sein, wie herum man dreht.

Gegner dieser Drehmethode behaupten, dass während des Drehens die Zecke mehr Speichel absondert, welcher in die Wunde gelangt. Und es soll auch die Gefahr bestehen, dass Teile der Zecke stecken bleiben. Letzteres kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil, die Drehmethode führte immer zu einer guten Entfernung. Auch ist die Drehmethode sanfter, weil man die Zecke lange nicht so kräftig halten muss. Man quetscht sie also nicht so stark.

An diesem Punkt werden oft sowieso völlig praxisfremde Tipps gegeben: "Möglichst nicht quetschen und nicht drehen!" Wie soll das denn gehen? Um die Zecke sicher zu halten, muss ich gerade beim herausziehen die Zecke sehr fest halten, also quetsche ich die auch stark. Ich glaube, dass diese Quetschung ungünstiger ist, als die Drehbewegung.

Mitunter kommt es mir so vor, als ob irgendjemand diese "Nicht-Drehen-Idee" in die Welt gesetzt hat und alle plappern das unreflektiert nach. Viele dieser Prediger haben vermutlich selber noch nie eine Zecke entfernt.

Eins muss man bei der Diskussion auch bedenken: Welche Methode ist wirklich einfach und ohne Vorkenntnisse praktikabel? Viele Betroffene ziehen zum ersten mal eine Zecke, haben damit also keine Erfahrung. Bei welcher Methode kann man also kaum was verkehrt machen? Die Drehmethode erscheint mir da besser geeignet.

Vielleicht ist es aber wirklich auch eine Frage des Werkzeuges und mit manchen Werkzeugen gelingt das herausziehen ohne drehen.

Welches Werkzeug eignet sich am besten?

Die gute alte Zeckenzange aus Kunststoff funktioniert bei uns gut, um die Zecken herauszudrehen. Für's ziehen ist unser Modell wenig geeignet, weil der Druck auf die Zecke zu schwach ist. Man kann den auch nicht variieren, weil der über Federkraft automatisch erzeugt wird. Wenn man versucht, damit eine Zecke zu ziehen, rutscht man regelmäßig ab. Vielleicht gibt es hier auch Modelle, die für's reine ziehen besser funktionieren.

In der letzten Zeit sind sogenannte Zeckenkarten aufgetaucht, etwa so groß wie eine Kreditkarte. Diese greift die Zecke recht gut und halten sie über den schmaler werdenden Schlitz recht sicher. Hier kann reines ziehen auch zu Erfolg führen, man kann damit aber auch leicht drehen. Volle Drehbewegungen gelingen damit aber nicht mehr so gut. Bei Ebay gibt es die ab etwa 2 Euro, in der Apotheke kostet die etwa 5-8 Euro.

Ähnlich wie die Zeckenkarte - mit schmaler werdendem Schlitz - arbeiten spezielle Zeckenzangen. Der Vorteil hier - man kann besser drehen.

Die Zeckenschlinge sieht technisch auch recht interessant aus: Eine dünne Schlinge legt sich um die Zecke und hält sie so rundum. Mit ihr kann man auch gut drehende Bewegungen machen. Selber getestet hab ich die noch nicht. Auch davon gibt es mehrere Hersteller, wenn man sich die Resultate der Google-Bildersuche mal anschaut.

Verwendet man hingegen eine normale Pinzette, kommt es sehr darauf an, wie die Ausformung der Spitze ist. Erfolge hatten wir mit sehr schmal geschliffenen und gewinkelten Pinzetten, wodurch man die Zecke ganz vorne gut greifen kann. Für alle, die nur selten eine Zecke entfernen, ist eine herkömmliche Pinzette eher weniger geeignet.

Weblinks:

18.08.2007 :: Keine echten Telefonleitungen mehr

Derzeit tobt ja ein echter Kampf um den Telefon- und Internetzugang. Anbieter wollen mit attraktiven Lockangeboten zum Wechsel animieren. Die Preise sind in der Tat verlockend, noch nie war Internet und Telefon als Paket so billig. Dazu sogar Flatrates, mit denen man beliebig lange telefonieren oder surfen kann. Und das alles für 30-50 Euro, je nach Anbieter. Bekannte Anbieter sind z.B. Arcor, Versatel, Alice-DSL, Telekom oder lokale Anbieter (in Dortmund die Dokom).

Im Moment gibt es jedoch einen Technologiewechsel bei der Anschlußtechnik und man muss aufpassen, sich hier keine gravierenden Nachteile einzuhandeln.

Bisher war es so, dass man eine echte Telefonleitung hatte, die völlig unabhängig vom DSL funktionierte. Das galt sowohl für normale Analoganschlüsse wie auch für ISDN-Telefonie. Auf diese Telefonleitung wurde zusätzlich das DSL-Signal aufgeschaltet. Wenn DSL ausfiel, funktionierte trotzdem das Telefon weiter. Diese Technologie ist ausgereift und funktioniert sehr sicher. Man erkennt diese Anschlüse daran, dass man typischerweise Splitter, NTBA (bei ISDN) und ein DSL-Modem bzw. DSL-Router hat.

Für viele Anbieter ist es jedoch wesentlich billiger, wenn sie die neue NGN-Technologie einsetzen: Hier gibt es nur noch eine DSL-Verbindung zum Kunden, worüber auch Telefon läuft (IP-Telefonie). Es wird deshalb immer massiver versucht, dem Kunden diese Technologie aufzudrücken. Und zwar still und heimlich, ohne das explizit irgendwie darauf hingewiesen wird. Erst wenn einige Merkwürdigkeiten auftauchen, wundert man sich. So bekommt man bei der neuen NGN-Technologie nur noch eine Anschaltbox, an die man Telefone und Computer für DSL direkt anschließt. An diese lässt sich aber z.B. keine ISDN-Telefonanlage anschließen. Es handelt sich meist auch um inkompatible Spezial-Technologie des Anbieters. Man ist also auf das Funktionieren der Hardware dieses Telefonanschluss-Anbieters angewiesen, kann nicht auf dem freien Markt irgendeinen anderen Hardware-Anbieter wählen.

Problematisch ist das vor allem bei Störungen. Anstatt sich von einem Freund mal eben Splitter oder NTBA testweise auszuleihen, braucht man hier eine identische Anschlußbox des Providers. Wenn man nicht selber testen kann, muss man teure Hotlines anrufen und bei Selbstverschulden dann auch teures Servicepersonal bezahlen. Es ist in vielerlei Hinsicht ungünstig, wenn universelle Technologie durch proprietäre Spezial-Technologie eines Anbieters ersetzt wird.

Sprachverbindungen über DSL sind noch unausgereift, so gibt es Störungen bei der Übertragung. Störungen, wie man sie von der Handy-Telefonie her kennt: Störende Rauschunterdrückung, Echos, verzögerte Sprachübertragung oder Aussetzer. Da kann ein Telefonat so anstrengend werden, dass man nach wenigen Minuten keine Lust mehr zum telefonieren hat. Die Unausgereiftheit wird an der Spannbreite der Erfahrungen deutlich - bei manchen funktioniert es sehr gut, bei anderen ist es regelmäßig eine Katastrophe.

Fällt das DSL aus, ist auch das Telefon tot. Bei herkömmlichen Telefonleitungen ist die Ausfallsicherheit wesentlich höher und auch bei Stromausfall funktioniert eine herkömmliche Telefonleitung (insofern man noch ein Schnurtelefon hat). Das ist wichtig für Notfälle und Notrufnummern. Bei der neuen NGN-Technik ist das nicht der Fall, hier braucht die Anschaltbox Strom, um zu funktionieren. Damit ist auch klar, dass man diese Box nie abschalten darf. Bei herkömmlichem DSL konnte man hingegen jederzeit bei Nichtbenutzung das Modem ausschalten, um Strom zu sparen.

Über NGN können auch herkömmliche Modem's oder Analog-Faxgeräte Probleme bekommen. Die Sprachübertragung bei NGN ist auf Sprache hin optimiert und verstümmelt digitale Signale.

Passieren kann es auch, dass man herkömmliche Firewall-Router, die es von vielen Anbietern auf dem freien Markt gibt, nicht mehr an den NGN-Anschluß angeschaltet bekommt. Das gilt vor allem für Geräte mit eingebautem DSL-Modem. Gerade in Sachen Internetsicherheit haben Geräte von Telefonanschluss-Anbietern jedoch schon mehrfach gravierende Mängel gehabt. Das wird nicht zuletzt mit dem Druck zu tun haben, dass solche Hardware vor allem billig sein soll. Hier rate ich generell dazu, bessere Hardware von etablierten Modem/Routerherstellern zu verwenden (z.B. Linksys, Netgear).

Unmöglich finde ich, dass hier von vielen Firmen die Unwissenheit der Kunden ausgenutzt wird, um ihnen Technologie mit gravierenden Nachteilen anzudrehen. Man verschweigt den Technologiewechsel und die Folgen. In einem konkreten Fall wurde ich sogar telefonisch belogen. Ich fragte explizit nach, ob es sich um eine echte Telefonleitung handelt, was man mir klar und eindeutig mit ja bestätigte. Später nach Abschluß des Vertrages stellte sich heraus, dass es NGN-Technologie war. Zum Glück konnte der Anbieter noch auf echtes ISDN umstellen, was aber nur durch massiven Druck auch passierte.

Der Trend zu NGN ist vor allem dadurch zu erklären, dass die Anbieter nicht mehr teuer Telefonleitungen bei der Telekom mieten müssen. Sie können vieles über Internet-Technologie laufen lassen, die sie selber billig betreiben oder mieten können. Hiermit wird also ein Stück weit das Telekom-Monopol umgangen. Nicht selten zum Nachteil des Kunden.

Wer sich keinen Stress beim Wechsel einhandeln will, sollte lieber auf die bewährte Anschlußtechnologie setzen, also echte analoge Telefonleitung oder echtes ISDN.

Weblinks:

14.08.2007 :: Farbsäume oder Purple Fringing

Bei manchen Digitalfotos störten mich so blaue Farbränder. Die waren meistens da, wenn ich z.B. durch Bäume in den hellen Himmel fotografierte. Ich dachte schon, meine Digitalkamera wäre irgendwie kaputt. Dann hab ich etwas im Internet recherchiert und hab dann endlich das richtige Stichwort gefunden: Purple Fringing.

Dieser Effekt ist nämlich ganz normal und tritt bei allen Kameras mehr oder weniger stark ausgeprägt auf. Diese blauen Farbsäume entstehen an starken Kontrastkanten, wo also viel Licht mit wenig Lichteinfall wechselt. Der starke Lichteinfall führt dazu, dass benachbarte Fotozellen des Sensors Streulicht bekommen. Und das führt dann zu den blauen Kanten.

Was kann man tun? Zuerst einmal muss klar sein, dass man hier an eine technische Grenze stößt, die man je nach Kamera mehr oder weniger in den Griff bekommt.

Wenn man die Möglichkeit hat, kann man die Blende mehr schließen. Immer dann, wenn man Aufnahmen mit starken Kontrastkanten macht. Auch spätere Nachbearbeitung ist möglich. Bessere Kameras treiben mehr Aufwand, um diesen Effekt schon konstruktiv besser in den Griff zu bekommen. Manche Billigkameras haben einen elektronischen Filter, der das wegfiltert, was aber zu Qualitätseinbußen im Bild führt. Hier werden dann z.B. alle blauen Kanten weggefiltert, was zu komischen Effekten führen kann.

Hier einige Weblinks, die den Effekt genauer beschreiben:

03.08.2007 :: Fehler auf billigen USB-Sticks

Nun bin ich mal wieder reingefallen. Eigentlich wollte ich keine billigen USB-Sticks mehr kaufen. Und da habe ich auch seit Jahren einen Bogen drum gemacht. Diesmal stand ich aber im Computerladen und kaufte diverse Sachen ein, da wollte ich mal eben noch einen Stick mitnehmen. "Markensticks haben wir leider nicht..." hieß es "...aber diese hier sind trotzdem sehr gut." Etwas skeptisch schaute ich, aber ich hatte auch keine Lust, noch in einen anderen Laden zu gehen. Also hab ich den 2GB Noname Speicherstick mitgenommen.

Zuhause habe ich gleich auch mal Byte für Byte getestet und alles war in Ordnung. Nun nach 2 Monaten waren haufenweise Dateien defekt. Zum Glück waren es gezippte Dateien, bei denen man defekte Bytes sofort mitbekommt. Da sind nämlich Checksummen enthalten und wenn Bytes falsch geschrieben sind, lassen die sich nicht mehr entpacken.

Das gefährliche ist, dass bei vielen Dateien Fehler überhaupt nicht auffallen. So kann es dann z.B. passieren, dass ein Excel-Blatt korrekt geöffnet wird, aber dann falsche Zahlen enthält. Oder das Formatierungen in Word-Dokumenten so defekt sind, dass das Programm immer mal wieder abstürzt. Eigentlich ist dieser Zustand eine Katastrophe, dass Programme ohne jede Fehlermeldung mit fehlerhaften Daten agieren.

Eigentlich hätte ich gerne hier ein einfaches Programm vorgestellt, mit dem man seinen USB-Stick durchchecken kann. Leider hab ich aber mit Google nichts brauchbares gefunden. Wenn jemand einen Tipp hat, den nehm ich gern entgegen.

Bleibt mir also nur der Rat, nur USB-Markensticks zu kaufen, z.B. von Sandisk oder Kingston.

Trotzdem will ich kurz die etwas umständliche Methode erklären, wie ich teste: Zuerst erzeuge ich mir mit genpfile (siehe RSTinys Eintrag vom 5.4.2005) auf der Festplatte 2GB große Testdateien für einen 2GB Stick. Eine Datei füllt also den ganzen Stick aus. Ich nutze verschiedene Testmuster: 00, FF, 55, AA. Ein Testmuster jeweils in eine Datei. Diese kopiere ich dann auf den Stick. Dann werden die md5sum's von Festplatte und vom Stick erzeugt. Das geht auf der Kommandozeile mit dem Programm md5sum (einfach mit Google nach [md5sum Windows] suchen). Stimmen die Checksummen nicht überein, ist ein Fehler da. Wenn nicht, kommt die nächste Testdatei dran. Alternativ kann man auch mehrere Zufalls-Dateien erzeugen und diese dann sowohl auf Stick und Festplatte vergleichen. Das Programm genpfile ist dazu in der Lage.

07.07.2007 :: Routenplanung mit Google-Maps

Google Maps ist eines der Werkzeuge im Internet, was mich wirklich begeistert. Blitzschnell hat man Kartenmaterial und Luftbildaufnahmen von jedem Gebiet der Welt. So kann ich Urlaub oder Wandertouren planen. Auch Geokoordinanen für's Wander-GPS lassen sich damit holen.

Seit geraumer Zeit kann Google-Maps auch Routen planen. Google arbeitet permanent an neuer benutzerfreundlicher Technologie, die meist sehr früh im Betastadium veröffentlicht wird. Weil Google für das Meiste keine große Werbung macht, muss man schon genauer hinschauen, um neue Möglichkeiten zu entdecken.

Die neueste Technologie ist bei der Routenplanung, dass man die erstellte Route mit der Maus anfassen und verschieben kann. Möchte man also in einem bestimmten Abschnitt anders fahren, zieht man sich die Route einfach so zurecht, wie man sich das wünscht. Die Idee ist phänomenal und macht Routenplanung unglaublich flexibel.

Wie gut diese Technologie schon funktioniert, muss man ausprobieren. Wie schon geschrieben, veröffentlicht Google neue Möglichkeiten ja schon sehr früh. Es wird aber nur eine Frage der Zeit sein, bis das perfekt funktioniert.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, wo ich völlig entnervt irgendwelche Routenplanung im Internet benutzt habe. Man wurde zugemüllt mit Werbeseiten und wartete ewig, bis etwas passierte. Es war eine fürchterliche Strategie, die dahinter steckte. Sie lautete in etwa so: "Du bekommst von mir einen Leckerbissen, wenn du bereit bist, meinen Werbemüll zu konsumieren!" Diese Vergewaltigung hat wohl niemand bereitwillig mitgemacht, man wurde dazu genötigt, wenn man das haben wollte, was angeboten wurde.

Google hat sich hier ganz klar von abgesetzt und gerade darin eine Marktchance gesehen, es radikal anders zu machen: Nicht den Nutzer zu nerven, sondern es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Nach dem Motto: "Du bekommst genau das, was du haben willst. Und nur genau das. So einfach wie möglich."

Trotzdem muss natürlich Google auch viel Geld verdienen. Denn schlussendlich ist auch dies ein börsennotiertes Unternehmen was zu allererst Gewinne steigern muss. Dahinter steckt also ein klares Geschäftskonzept zum Geldverdienen und kein zentral menschenfreundliches soziales Projekt. Die Idee hier ist aber, Geldverdienen nicht zu einer nervenaufreibenden Sache für den Kunden zu machen. Der Kunde soll ein gutes Surferlebnis haben und ganz nebenbei auch konsumieren.

Zentraler Punkt ist, dass man ihm gezielt nur das zum konsumieren anbietet, was er auch benötigt. Ihm treffsicher das vorzusetzen, was er braucht und haben möchte. Bei der Google-Suche sind es bezahlte Trefferlinks, die aber farblich abgegrenzt werden, um sie von den normalen unbezahlten Links unterscheiden zu können. Bei Google Maps werden es interessante Angebote genau dort sein, wo man auf der Karte sich einen Ausschnitt anzeigen lässt. Geschäfte, Restaurants, Hotels, Pensionen usw. Das ist Information, die dem Nutzer oft direkt hilft und die er haben will.

Es bleibt zu hoffen, dass Google sich an den Grundsatz halten wird, den Benutzer nicht mit Information zu nerven, sondern damit weiter sparsam und zielsicher umzugehen. Der Erfolg der Google-Suchmaschine liegt in meinen Augen genau an diesem Grundsatz - ein ganz reduzierter Auftritt ohne aufblähenden Schnickschnack.

Das beste Werkzeug ist das, was man nicht bemerkt.

Weblinks:

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