Dyson Staubsauger - die beutellose Revolution?

Winfried Mueller :: reintechnisch.de :: Start: 19.02.2012 :: Stand: 11.11.2017

Dyson hat sich mit seinen beutellosen Saugern in den letzten 10 Jahren stark am Staubsauger-Markt etabliert. In Deutschland haben sie einen Marktanteil von 13,2% und sind damit die Nummer 3. Im höherpreisigen Segment über 300 Euro sind sie mit 82% sogar Marktführer. Sie sind eine Alternative zu den sonst üblichen Saugern mit Papier- oder Vliesbeuteln. Diese Alternative hat allerdings auch ihren Preis. Bekommt man sehr gute konventionelle Staubsauger schon für 150-250 Euro, bezahlt man für einen Dyson 350-450 Euro. Ich bin gerne bereit, für ein gutes technisches Konzept mit einem echten Mehrwert diesen Preis zu bezahlen. Doch was ist dran, am Dyson-Konzept? Ich konnte in den letzten Wochen mal etwas testen. Hier meine Erfahrungen.

Auch wenn in den letzten Jahren nahezu jeder Staubsaugerhersteller auch beutellose Sauger im Programm hat, so gilt Dyson als das Original. Denn Dyson hat diese Technology bei Haushaltsstaubsaugern zur Marktreife gebracht und viel Aufwand für die Vermarktung betrieben. Dyson gilt auch als Technologyführer.

Dyson ist Kult

Es gibt nicht viele technische Produkte, die das Zeug haben, ein echtes Kultobjekt zu werden. Dyson erscheint mir da ein wenig, wie Apple: Man hat es geschafft, ein super gestyltes und hochwertiges Produkt auf den Markt zu bringen. Mit klaren Wiedererkennungs-Merkmalen. Einen Dyson erkennt man sofort und er sieht anders aus, als die vielen anderen langweiligen Staubsauger. Alle Dyson-Staubsauger haben diese typischen Design-Merkmale, was der Marke gut tut. Auch vermittelt man bestimmte Werte, dass Dyson z.B. fortschrittlichste Technologie in ihre Staubsauger einbaut, die anderen Herstellern überlegen ist. "Ohne Saugkraftverlust" ist eine Kernaussage, genauso wie "Keine Beutel".

Dyson Staubsauger sind also auch ein emotionales Produkt, es macht Freude, so ein schönes Stück Technik sein Eigen zu nennen. Genauso, wie das bei IPhone, IPad & Co der Fall ist.

Wenns an die harten technischen Fakten geht, zeigt Dyson durchaus Schwächen. So wurde z.B. in der Ökotest 7/2013 ein Dyson Ball DC 37 getestet. Das Gesamturteil war zwar gut, doch die Saugleistung auf Teppich nicht optimal und es gibt auch wesentlich leisere Geräte am Markt. Auch die Energieeffizienz wurde nur mit akzeptabel angegeben. Der Saugkraftverlust bei 100g Staub lag aber in der Tat bei 0% und der Feinstaubdurchlass war niedrig. Auch die Stiftung Warentest hat 4/2011 einen Dyson DC32 wg. zu hoher Lautstärke abgewertet, er war sogar der lauteste Sauger im Test.

Dyson DC26 - Testobjekt 1

Der Dyson DC26 ist ein kleiner schnuckeliger Sauger, der zudem noch recht leicht ist. Geschickt, dass der Griff so angebracht ist, dass man ihn waagerecht hochnimmt und genau so absetzt, dass er steht. Viele andere Staubsauger haben ihren Griff vorne, so dass man sich tiefer bücken muss und das Gerät sich beim Hochheben um 90 Grad dreht. Vom Bewegungsablauf ist das eher ungünstig. Es sind diese Kleinigkeiten, die sich im Alltag bemerkbar machen. Wenn Dinge einfach und leicht gehen, dann macht es Spaß, damit zu arbeiten.

Der Griff ist so geformt, dass man den Saugschlauch gleichzeitig mit in der gleichen Hand halten kann. Er legt sich in eine runde Vertiefung mit rein, auch das ist praktisch.

Die Aufbewahrung der Zusatzdüsen finde ich hingegen unpraktisch. Sie können mit einem Halter ans Saugrohr geclipt werden. Doch da stören sie mich eher beim normalen Staubsaugen. Da finde ich die Idee vieler anderer Staubsauger besser: Ein aufklappbares Fach im Gehäuse, wo typischerweise 3 Zusatzdüsen aufbewahrt werden. Dyson wollte hier wohl auf Kompaktheit bauen und hat so keinen "Kofferraum" für Zubehör vorgesehen.

Dyson ist natürlich ähnlich proprietär wie Apple, man will ja Originalzubehör verkaufen. Die Rohre haben eine spezielle Form, so dass viele Fremddüsen nicht draufpassen. Bei anderen Saugern gibt es hingegen ähnliche Durchmesser und runde Rohre, so dass diverse günstige Universaldüsen draufpassen.

Auch dann, wenn man z.B. Elektrohandgeräte absaugen will, ist die Inkompatibilität von großem Nachteil. Ähnlich kenne ich das von Vorwerk.

Den ersten Dyson, den ich kennenlernte - ich glaub es war ein DC32 - hatte eine unschöne Eigenart: Die Sicherung in der Wohnung des Besitzers flog öfters raus, wenn man ihn einschaltete. Das liegt daran, dass Dyson-Staubsauger keine Elektronik verbaut haben. Man kann also weder die Saugkraft regulieren, noch hat man einen Motor-Sanftanlauf, wie es z.B. bei Miele-Staubsaugern der Fall ist. Damit hat man hohe Anlaufströme und wenn die Sicherung etwas empfindlich ist, dann fliegt die. Auch kann es sein, dass im Moment des Anlaufens Netzstörungen entstehen, die andere Geräte (z.B. Computer) stören können. An diesem Punkt fehlt Dyson also ein Stück Hightech. Selbst Staubsauger für 50 Euro haben heutzutage fast durchweg eine Elektronik zur Leistungsregulierung. Ganz verständlich ist mir diese Design-Entscheidung nicht. Evtl. hat es was mit dem Zyklonprinzip zu tun, was nur dann gut funktioniert, wenn ein möglichst hoher Luftstrom vorhanden ist. Bei den Dyson-Akkussaugern hat man aber auch zumindest 2 Stufen. Und ein Grund, warum es keine Sanftanlaufelektronik gibt, fällt mir auch nicht ein. Was auch immer der Grund ist, in der Praxis kann das für Anwender ein Nachteil sein.

Das Entleeren des Behälters ist funktionell gut gelöst. Man kann den Behälter mit einer Hand aus der Verankerung lösen und dann auch mit einer Hand entleeren. Alles recht gut durchdacht.

Das Ausleeren ist so eine Sache, bei der ich zwiespältig bin. Ein Beutel ist eine saubere Sache, wenn er zudem oben noch einen Verschluss-Schieber hat. Der Staub bleibt im Beutel und man kann ihn so staubfrei entsorgen. Beim Entleeren des Dyson hingegen kann es schonmal etwas stauben und man muss auch mal etwas klopfen und schütteln, damit alles rausfällt. Wenn man unangenehme Stäube aufgesaugt hat, z.B. Toner oder sonstigen Feinstaub, ist das besonders problematisch. Die wirbeln dann auch schnell in der Umgebungsluft herum. Es bleibt auch immer eine Restmenge der Problemstäube im Saugerbehälter, was ich unangenehm finde. Alles in allem ist das ein Punkt für mich, wo ich das Konzept eines Beutels für hygienischer und sicherer empfinde. Wenn es nur um normalen Hausstaub oder Hundehaare geht, ist das weniger ein Problem.

Schockiert war ich, als ich das erste mal nach etwa 12 Wochen Einsatz in einem Bürogebäude das erste mal den Dauerfilter herausnahm, der hinter der Turbine am Luftaustritt angebracht ist. Am Sauger laß ich dann auch den Hinweis, den bisher noch keiner gelesen hatte: Man solle diesen Filter alle 4 Wochen unter kaltem Wasser reinigen.

Nach 12 Wochen fiel mir nun eine halbe Tasse Kaffeepulver vermischt mit Staub entgegen. Doch um an diese Überraschung zu kommen, musste ich das Filtergehäuse erstmal aufbekommen. Die Taste, die man dafür drücken muss, geht so schwergängig, dass man schon glaubt, gleich was abzubrechen. Ich vermute auch, dass manche gar nicht die Kraft dafür aufbringen können. Dieses Detail ist - zumindest bei diesem Gerät - technisch unzureichend gelöst.

Alle 4 Wochen ein Wartungsaufwand - auch das ist keine gute technische Lösung und birgt ein paar Fallen. Sowas wird gerne vergessen. In einem Büro, wo jeder das Teil benutzt, denkt garantiert niemand freiwillig daran, diese Wartung zu machen. Selbst wenn es einen Verantwortlichen dafür gibt, wird es vermutlich oft genug vergessen.

Hier hantiert man dann auch wieder direkt mit Staub und Schmutz rum. In meinem Fall war der Teppich erstmal eingesaut, weil alles herauskrümmelte. Ok, konnte ich später wieder aufsaugen. Doch das geht auch nicht so schnell. Erstmal muss man einen schmutzigen und mit Feinstaub belasteten Filter zum Waschbecken bringen und auswaschen. Unter Wasser staubt zumindest nichts mehr. Man hat aber zumindest noch Hautkontakt, was bei Problemstäuben auch schon wieder ungünstig sein kann. Es ist auch gar nicht so einfach, das Teil sauber zu bekommen. Nach 3 Minuten hatte ich den aber soweit, dass ich es für ausreichend befand.

Doch was nun? Der Filter ist jetzt nass, doch ich will ja die Sauerei wegsaugen, die herausfiel, als ich das Filtergehäuse öffnete. In der Bedienanleitung steht: 24 Stunden an der Sonne trocknen lassen. An dem Punkt hat man nun ein grundsätzliches Problem. Das ist in ganz vielen Fällen völlig unpraktikabel. Der Staubsauger ist 24 Stunden nicht einsetzbar. Wenn eine Reinigungskraft den benutzt, kann die nicht 24 Stunden warten. Die kann maximal am Ende ihrer Arbeit schnell einen Filter reinigen, muss ihn dann aber wieder ins Gerät einsetzen. Hier könnte man sich also nur so behelfen, in dem man einen zweiten Filter kauft, um sofort wieder einen einsatzbereiten Sauger zu haben. Dann braucht es auch noch einen Lagerplatz, wo der gereinigte feuchte Filter trocknen kann. Außerhalb von Privathaushalten erscheint mir das alles sehr problematisch.

Nungut, ich wollte nun doch sofort weiterarbeiten. Also hab ich mir Zewapapier genommen und den Filter ausgedrückt. Dann wieder mit etwas Restfeuchte eingebaut. Der Luftstrom wird es schon trocknen, dachte ich mir. Zumindest für dieses mal. Nach etwas nachdenken begriff ich aber auch: Eine gute Dauerlösung ist das nicht, weil hier das nächste Problem lauert: Verkeimung. Feuchter Restschmutz, der längere Zeit im Sauger bleibt, ist ein idealer Nährboden für Mikro-Organismen.

Es gibt nach diesem Filter einen weiteren Feinfilter, durch den der Luftstrom geleitet wird. Hier dürfte kaum noch was an Reststaub ankommen, aber auch dieser Filter soll laut Hersteller einmal monatlich gereinigt werden. Nun also das ganze Prozedere noch mit einem zweiten Filter? Und das monatlich? An diesem Punkt wünschte ich mir den Miele Beutelsauger zurück, bei dem man nur Beutel wechselt und vielleicht einmal im Jahr noch ein paar andere Filter austauscht.

Für den zweiten Filter braucht man auch Werkzeug, um 2 Bajonett-Schrauben zu öffnen. Es geht aber auch eine 1 Cent-Münze. Die Anleitung schweigt sich jedoch dazu aus, was man dafür verwenden soll. Das ist wieder ein Minuspunkt, hätte man das nicht einfach werkzeuglos konstruieren können. Wo ist an dem Punkt die ausgeklügelte Dyson-Technologie?

In der Praxis zeigte sich jedoch, dass der zweite Filter kaum noch verschmutzt, hier kann man die Wartungsintervalle also wesentlich verlängern.

Wie kam es überhaupt zu der großen Menge Staub im ersten Filter? Auch wenn Dyson die Zyklon-Technologie gut optimiert hat, scheint sie in ihrer Funktion auch ihre Grenzen zu haben. Mitunter funktioniert sie sehr gut und hält wirklich fast den gesamten Staub im Zyklon. Es scheint aber auch Stäube oder Einsatzbedingungen zu geben, da versagt diese Art der Staubseparation bzw. ist ungenügend. Ein Problem könnte auch sein, dass der Sauger zu spät geleert wurde. Dieses Problem lässt sich in einem Privathaushalt in den Griff bekommen. In einer Büroumgebung, wo jeder das Teil mal nutzt, gelingt das aber sehr schlecht. Das Problem kennt man auch von Beutelsaugern. Ich habe in vielen Büros und Werkstätten erlebt, dass das einfach nicht funktionieren will. Bei einem Beutelsauger ist es aber lediglich so, dass die Saugkraft stark abnimmt und man so irgendwann gezwungen ist, den Beutel zu wechseln. Bei einem Zyklon ist es hingegen so, dass der dann nicht mehr richtig funktioniert und mehr Staub in den nachgeschalteten Filter wandert.

Wirklich Hightech wäre es, wenn der Sauger automatisch erkennt, wann er voll ist und das dann deutlich signalisiert oder abschaltet. Aber das hat Dyson bisher noch nicht erfunden.

Vermutlich ist der Zyklon auch anfällig dafür, wenn der Staubsauger kippt und auf der Seite liegt. Und es gibt noch etwas, was viele nicht vermuten. Ein beutelloser Sauger ist schon dann voll, wenn etwa 1/3 der Füllhöhe des Behälters erreicht ist. Intuitiv würde man meinen, man könne den ganzen Behälter füllen.

Das Beste scheint zu sein, man leert den Behälter grundsätzlich nach jeder Reinigung gleich aus. Doch das bedeutet dann wieder einiges an Mehraufwand gegenüber einem Beutelsauger. Hat aber auch den Vorteil, dass der Staub nicht monatelang in einem Beutel vor sich hingammelt.

Ansonsten macht die Benutzung Spaß. Er ist, wie geschrieben, recht leicht und man kann ihn gut hinter sich herziehen oder auch mal in die Hand nehmen. Die kombinierte Düse, bei der man die Bürste nach hinten schieben kann, um sie dann als Fugendüse zu nutzen, ist praktisch. Der Wechsel der Düsen funktioniert gut. Einen besonders hochwertigen Eindruck, wie man es bei einem Gerät dieser Preisklasse vermuten würde, machen die Düsen aber nicht.

Die Saugkraft ist gut, aber auch nichts, was mich vom Hocker haut. Ich würde sagen, vergleichbar mit den Beutelsaugern, die ich kenne.

Die automatische Kabelaufrollung könnte etwas mehr Federzug haben. Hier muss man ihm das Kabel nachschieben, damit es vollständig einzieht.

In der Anleitung steht, man solle mit dem Sauger keine scharfen Gegenstände aufsaugen, z.B. Spielzeug, Heftzwecken, Büroklammern. Das ist natürlich wenig praxisnah und mein Beutelsauger hat bei sowas auch noch nie Probleme gehabt (Nägel, Schrauben, Drähte, Glasscherben). Bei einem Zyklon wird vermutlich auch selten was passieren, wenn man sowas aufsaugt. Evtl. können solche Teile aber auch umherwirbeln und das Gehäuse des Behälters zerkratzen. Vermutlich wird im Alltag aber hier kein Problem zu erwarten sein.

Dyson empfiehlt, den Behälter so zu leeren, dass man eine Plastikttüte über den Behälter stülpt, den Behälter darin leert und dann die Tüte verschließt und wegwirft. So so, Papierbeutel gespart, dafür aber bei jeder Leerung des relativ kleinen Volumens eine Plastiktüte mit entsorgen. Ökologisch ein sehr fragwürdiges Konzept, kostenmäßig allerdings deutlich billiger.

Auch der Zyklonbehälter soll mit Wasser gereinigt werden. Wie oft, dazu schreibt Dyson nichts. Ich würde es wohl tun, wenn ich feine Stäube mit gesaugt hätte. Auch das ist wieder Mehraufwand gegenüber einem Beutelsauger.

Die Lautstärke des Gerätes empfinde ich ähnlich, wie bei anderen typischen Staubsaugern. Wobei man die meisten Staubsauger in der Saugkraft reduzieren kann und sie damit wesentlich leiser werden. So habe ich schon manchmal nachts gesaugt, um niemanden zu stören. Beim Dyson gibt es diese Möglichkeit nicht. Bei Beutelsaugern gibt es auch Modelle, die wesentlich leiser sind, als der Dyson, z.B. von Miele.

Die Filterwirkung ist bei einem Staubsauger sehr wichtig. Hat bei einem gewöhnlichen Beutelsauger der Beutel die Haupt-Filterwirkung, kommt es bei beutellosen Zyklonsaugern auf die Qualität der nachgeschalteten Filter an. Diese erscheinen mir recht gut, sie haben z.B. ordentliche Dichtlippen, die präzise abdichten. Die Sauger sind auch für Menschen mit Allergie-Problemen ausgelobt und getestet, so dass man davon ausgehen kann, dass die Filterwirkung gut sein wird. Auch Stiftung Warentest hat z.B. den DC29 getestet und eine sehr gute Filterwirkung bestätigt. Die Nachfilter von gewöhnlichen Beutelsaugern sind oft miserabel, gerade im unteren Preissegment bis 100 Euro. Es gibt aber auch hier sehr gute Hepa-Filtersysteme, die technisch erstklassig umgesetzt sind (z.B. Vorwerk und Miele).

Ausgelobte Vorteile und deren Bewertung

Kein Saugkraftverlust: Einen deutlichen Saugkraftverlust haben nach meiner Erfahrung gewöhnliche Beutelsauger erst dann, wenn der Beutel schon recht voll ist. Vorausgesetzt, es handelt sich um normalen Hausstaub. Für mich ist deutlich wahrnehmbarer Saugkraftverlust immer ein Zeichen, jetzt mal den Beutel zu wechseln. Von daher halte ich dieses Argument für wenig relevant. Umgedreht muss man sehen: Werden beim Dyson die Dauerfilter nicht regelmäßig gereinigt, hat man auch hier einen starken Saugkraftverlust.

Nie wieder Staubsaugerbeutel kaufen: Das ist vemutlich der zentrale Faktor, warum sich Verbraucher dafür entscheiden, einen beutellosen Sauger zu kaufen. Mit Beuteln wird in der Tat viel Geld verdient. Original- oder Markenbeutel kosten 1-3 Euro pro Stück. Doch mittlerweile bekommt man für fast jeden Sauger auch günstige Beutel von Drittanbietern mit guter Qualität für 20-50 Cent pro Beutel. Ein durchschnittlicher Haushalt wird vielleicht 6-12 mal pro Jahr den Beutel wechseln. Das sind gerade mal großzügig gerechnet 6 Euro pro Jahr! Dafür hat man es dann auch hygienischer und muss nicht monatlich Filter unter fließend Wasser reinigen. Wenn die Dauerfilter nach vielleicht 3-5 Jahren doch mal kaputt gehen oder nicht mehr das Rückhaltevermögen haben, sind etwa 60 Euro fällig! Der Hersteller verspricht zwar, dass die Filter ein Staubsaugerleben halten, aber nicht umsonst werden überall Ersatzfilter angeboten. Durch das Durchwalken beim Waschen werden die Filter sicherlich irgendwann auseinanderfallen. Wenn man nun noch sieht, dass man für einen Dyson-Sauger in der Anschaffung vielleicht 150 Euro mehr hinlegen muss, dann rechnet sich das nie und nimmer. Schon die Zinsen, die ich auf das eingesparte Geld bekommen kann, finanzieren in guten Zeiten die Beutel komplett. Ein Vorteil bleibt aber noch: Ohne Verbrauchsmaterial wird man unabhängiger. Wenn man den Sauger also in Regionen nutzt, wo man nicht an Verbrauchsmaterial herankommt, könnte das ein Vorteil sein. Ein Beutelsauger kann auch deshalb manchmal nicht mehr genutzt werden, weil man sich nicht um Beutelnachschub gekümmert hat.

Ausgeklügelte Technologie und Hightech: Ist ein Dyson wirklich so viel besser durchdachte Technik und auf einem höheren Niveau, als andere Staubsauger am Markt? An diesem Punkt sehe ich einiges, was wirklich gut durchdacht ist. Die Verarbeitung wirkt teilweise gut und wertig. Es gibt aber auch Schwächen oder nicht gut durchdachte Lösungen, die ich bei so einem Produkt in dieser Preisklasse und bei dem selbst gesetzten Anspruch nicht erwartet hätte. Da fehlt es mir an konsequenter Umsetzung des eigenen Anspruchs. Manche Details finde ich bei Beutelsaugern z.B. von Miele für 150-200 Euro wesentlich hochwertiger umgesetzt. Das Zyklonprinzip ist sicherlich ein interessanter Effekt, in der Gesamtheit überzeugt mich das aber nicht, weil man sich damit auch Nachteile einhandelt. Gar von einer Revolution in der Saugertechnologie zu sprechen, erscheint mir ziemlich abwägig. Technologisch fehlt mir beim Dyson auch z.B. ein Sanftanlauf und eine elektronische Saugkraftregulierung. So richtig Hightech oder sehr hochwertige Verarbeitung habe ich beim DC26 auch nicht entdecken können. Diesen Qualitätsstandard findet man auch bei anderen Saugern am Markt, z.B. bei Miele, Siemens oder Vorwerk. Lediglich bei den Akkusaugern wird eine Motortechnologie verwendet, die man bisher nirgends anders entdecken kann (Brushless-Motoren).

Fazit

Schaut man sich die Rezensionen z.B. auf Amazon an, so schneiden die Dyson-Sauger recht gut ab. Es scheint also viele Fans dieser Sauger zu geben, die damit sehr zufrieden sind. Die Verbreitung dieser Sauger hat in den letzten 10 Jahren auch stark zugenommen. Sicherlich trägt hierzu das ausgezeichnete Markenimage und die exzessive Werbung zu bei. Man verkauft heutzutage nicht mehr nur einen Nutzwert, sondern ein Produkt, mit dem sich Menschen identifizieren. Und man verkauft eine Story oder ein Lebensgefühl.

Trotz dieser Seite würde sich ein Produkt nicht verkaufen, wenn es bestimmte technische Anforderungen nicht erfüllen würde. In vielen Privathaushalten wird man vermutlich auch recht zufrieden mit dem Nutzwert dieses Staubsaugers sein und sich an bestimmte Eigenheiten gewöhnen. Vermutlich werden die Filter in den meisten Fällen auch nicht monatlich gesäubert, vielleicht eher alle 6-12 Monate mal. Mitunter wird das Säubern auch gänzlich unterbleiben, weil sich keiner die Gebrauchsanweisung durchgelesen hat. Dann gibt es neben dem Enleeren des Behälters auch nichts weiter zu tun. Erst wenn Filter total zu sind und die Saugkraft stark nachlässt, wird man sich auf Fehlersuche begeben.

Ausleeren werden viele wohl auch direkt draußen an der Mülltonne, dann stört das Stauben nicht sonderlich.

Die Haltbarkeit der Dyson-Geräte scheint gut zu sein, Reparaturen sind möglich, Ersatzteilversorgung ist gut. Die Filterwirkung ist ebenfalls sehr gut. Der Wiederverkaufswert ist hoch.

In Privathaushalten erscheint es mir also eine sinnvolle Alternative zu sein, die genauso wie ein guter Beutelsauger seinen Dienst tut.

Technisch ganz nüchtern betrachtet sehe ich aber kaum Vorteile, stattdessen zahlreiche Nachteile dieser Technologie. Die praktischen Erfahrungen haben mich nicht überzeugt. Im Gegenteil, mir ist ziemlich klar geworden, dass ich dem herkömmlichen Beutelsauger klar den Vorzug geben würde. Saugkraftregulierung ist z.B. etwas, was ich öfters benötige. Auch bei Problemschmutz und Problemstäuben ist es mir wesentlich lieber, wenn der meiste Teil davon direkt mit dem Beutel entsorgt wird (Toner, Waschpulver, verschimmelte Sachen, tote Insekten, Farbpigmente, verkeimte Blumenerde).

Ich würde aber beim Kauf eines Beutelsaugers darauf achten, ein weit verbreitetes Modell zu nehmen, zu dem es von zahlreichen Anbietern günstige Beutel zu kaufen gibt. Und der Beutelinhalt sollte auch groß genug sein.

Was mir am Dyson DC26 noch am besten gefallen hat, ist, dass er klein und leicht ist und einen gut positionierten Tragegriff hat, womit man ihn waagerecht hochheben und wieder abstellen kann. Das kommt mir sehr entgegen, wenn ich mal schnell nach ihm greifen möchte, um mal eben etwas wegzusaugen. Man findet am Markt kaum Beutelsauger, die so klein und handlich sind.

Im professionellen Umfeld, wo eine Reinigungskraft und auch Mitarbeiter den Sauger verwenden, sehe ich ein paar Probleme, die nur schwer in den Griff zu bekommen sind. Das betrifft vor allem die Sicherstellung der regelmäßigen Filterreinigung mit dem 24 Stunden Trocknungszyklus. Das ist in der Realität oft kaum umsetzbar, ebenso kann der Ausfall des Saugers für 24 Stunden unakzeptabel sein. Zumindest sollte man bei Anschaffung eines Saugers überlegen, ob diese Dinge in den Griff zu bekommen sind. Der Kauf von Ersatzfiltern, um sofort weiterarbeiten zu können, kostet immerhin auch nochmal 60 Euro.

Die Ersparnisse durch Verzicht auf Beutel-Verbrauchsmaterial werden oft überschätzt und nicht in Relation zu den Mehrkosten in der Anschaffung gesehen. Vielleicht ist vielen auch nicht bewusst, dass man Staubsaugerbeutel, wenn man die richtigen Quellen kennt, sehr günstig bekommen kann. Daneben spielt noch ein psychologischer Faktor eine Rolle: Das Gefühl, an irgendeiner Stelle keinen regelmäßigen Verbrauch mehr zu haben, wird emotional als sehr angenehm empfunden. Auch wenn es sich nüchtern betrachtet nicht rechnet. Doch nachrechnen tun die meisten nicht, und wenn, dann beziehen sie nicht alles Relevante mit ein. Auch manche Solaranlage rechnet sich nie, wurde aber aus der Emotion heraus gekauft, dass man viel spart. Subjektives Empfinden und tatsächliche Einsparung liegen manchmal weit auseinander. Da scheinen uns unsere Emotionen manchmal einen Streich zu spielen.

Das die Dyson Sauger von Nutzern mitunter als extrem viel besser dargestellt werden, kann ich mir reintechnisch nur so erklären, dass diejenigen zuvor noch nie einen hochwertigen Beutelsauger benutzt haben. Oder aber das z.B. der Dyson mit einer Elektrobürste geliefert wurde, die besonders gut Tierhaare aus Teppichen entfernen kann (Animal Produktlinie). Die gibt es aber auch für Beutelsauger, man muss sie meistens nur erst als Zubehör kaufen. Oder der bisherige Beutelsauger wurde zu schlecht gewartet, z.B. setzen sich nach 2-5 Jahren die fest eingebauten Filter zu und sollten ersetzt werden. Diesen Kostenfaktor muss man fairerweise noch bei Beutelsaugern hinzurechnen, insofern es bei Dyson wirklich funktioniert, dass die Dauerfilter ein Geräteleben lang halten. Wer hier Geld bei Beutelsaugern sparen will, kann aber Filter auch mit Druckluft ausblasen oder die Vliesfilter auswaschen. Eine technische Erklärung wäre auch noch, dass der getestete DC26 eher auf Kompaktheit designt ist und die größeren Dyson vielleicht nochmal mehr Saugkraft oder andere Vorteile vorzuweisen haben.

Und dann wären natürlich noch die ganzen nichttechnischen Gründe, warum man einen Dyson einfach cool findet. Schlußendlich zählt ja, ob ein Produkt gefällt und ob man es gerne benutzt.

Nachtrag 09.02.2015: Es kam, wie es kommen musste: Der Dyson DC26 wurde fleißig im Büro benutzt, aber niemandem war bewusst, dass die Dauerfilter regelmäßig gereinigt werden müssen. Als ich letztens mal damit saugen wollte, war so gut wie keine Saugkraft da. Damit konnte man definitiv nicht mehr saugen. Also hab ich mal beide Filter ausgebaut, was gar nicht so einfach war. Die Verriegelungen waren so extrem fest zu, dass man schon Gewalt brauchte, um die zu öffnen. Die Filter waren in der Tat extrem voll. Hab die bestimmt 10 Minuten lang ausgewaschen und freigeklopft. Das zeigt nochmal: Im professionellen Umfeld ist so ein Gerät problematisch. Es bräuchte jemanden, der regelmäßig das Gerät wartet und zudem noch über genügend Fingerspitzengefühl verfügt, die Filter aus- und einzubauen, ohne dabei Fehler zu machen oder Halterungen zu zerbrechen.

Nachtrag 24.08.2015: Wolf schrieb mir noch von einigen Vorteilen der Dyson Sauger, die ich bisher nicht berücksichtig hatte: Saugt man versehentlich etwas auf, was man nicht wollte, kommt man viel leichter dran, als bei einem Beutelsauger. Durch das transparente Gehäuse sieht man auch, wo das versehentlich aufgesaugte Teil ist. Ein wichtiger Aspekt war ihm auch, keine üblen Gerüche mehr beim Saugen zu haben. Das ist in der Tat ein Problem, was man vor allem bei Beutelsaugern hat. Besonders dann, wenn man Haustiere hat. Die fehlende Saugkraftregulierung bemängelt er aber auch, gerade weil sein DC 25 sehr viel Saugkraft hat, was das Saugen auf Teppichen zu einem Kraftakt macht.

Dyson DC34 Akkusauger - Testobjekt 2

Bei Akkusaugern sieht die Situation etwas anders aus. Nahezu alle sind beutellos. Sie haben stattdessen einen eingebauten Dauerfilter. Diesem ist meist noch ein siebähnlicher Filter vorgeschaltet, der Staubflusen und Haare vom Feinfilter abhält.

Die meisten Akkusauger sind zudem ziemlich preisoptimiert und einfach konstruiert. Vermutlich gibt der Markt nicht mehr her, die meisten Verbraucher scheinen nicht bereit, mehr als 30-80 Euro für einen Akkusauger auszugeben.

Obwohl beutellos, haben die meisten Akkusauger keinen Zyklon. So wird der Schmutz direkt zum Filter hingezogen. Dieser sollte dann bei jeder Leerung auch gereinigt werden, was je nach Modell mehr oder weniger umständlich ist.

Hier spielt der Dyson seine Vorzüge durch den Zyklon aus. Ganz schnell hat man den Behälter geöffnet und der Staub fällt in den Mülleimer. Mitunter muss man mit dem Finger etwas nachhelfen, gerade wenn man viele Haare und Staubflusen aufgesaugt hat. Natürlich staubt es auch etwas, aber das ist bei anderen Akkusaugern auch nicht besser.

Der Dyson hat auch einen sehr guten Dauerfilter mit hoher Filterwirkung. Dieser ist vermutlich besser, als es bei den meisten sonstigen Akkusaugern der Fall ist. Hier hat Dyson wirklich gut durchdachte und hochwertige Technologie im Einsatz. Dieser Filter muss ab und zu mit Wasser ausgewaschen werden. Der Hersteller empfiehlt monatlich, in der Praxis hat sich aber gezeigt, dass man die Intervalle wesentlich verlängern kann. Der Zyklon arbeitet sehr gut und nur wenig Schmutz landet im Filter.

Für eine gute Saugleistung braucht es einen hohen Unterdruck bei einem hohen Luftdurchsatz. Beides zusammen braucht jede Menge Energie. Nicht umsonst haben normale Sauger 1200-2000 Watt. Bei Akkusaugern muss man mit wesentlich weniger auskommen. Der Dyson nutzt fortschrittliche LiIO-Akku-Technologie, die viel Energie speichern kann. Der Akku hat 22V und 1300mAh, das macht knapp 30Wh. Der Motor hat etwa 200 Watt Leistung. Zudem ist ein effizienter Brushless-Motor verbaut, der einen sehr hohen Wirkungsgrad hat. Damit dürfte es einer der leistungsstärksten Akkusauger am Markt sein.

Die Praxis dazu zeigt: Der erzeugte Unterdruck ist wirklich beeindruckend, wenn man das Saugrohr mal zuhält. Der Luftdurchsatz ist aber bei weitem nicht so hoch, wie bei großen Saugern. Gemessen habe ich etwa 11 l/s bei Maximalstellung und 8 l/s bei reduzierter Saugleistung. Im Vergleich: Ein typischer normaler Staubsauger macht ungefähr 50-60 l/s Maximum, also etwa Faktor 5 mehr. Jedoch muss man bedenken, dass die Düsen beim Dyson auch entsprechend kleiner sind, was auch bei kleineren Volumenströmen zu höheren Strömungsgeschwindigkeiten führt.

Der maximale Unterdruck bei normalen Staubsaugern liegt im Bereich von 180-260 mbar. Der Dyson schafft in der Max-Stufe gemessen 114 mbar und heruntergeschaltet 55 mbar. Die Saugkraft ist also immerhin in der Max-Stufe noch halb so groß, wie bei einem ausgewachsenen Staubsauger mit 1600 Watt.

Zieht der Sauger durch die normale Bürstendüse, ist die Saugleistung auf glatten Böden für Staub und Haare sehr gut. Bei kleinen Steinchen, wie man sie gerne mal mit den Schuhen reinträgt, wird es mit der Bürstendüse aber schon manchmal schwierig.

Auf Teppichböden wünscht man sich öfters mehr Saugleistung. Haare von solchen Böden wegzusaugen, klappt in der Regel nicht. Staubbeläge hingegen schon, wobei auch nicht so gut, wie mit einem normalen Sauger. Staubbeläge auf Regelbrettern lassen sich auch gut wegsaugen.

Der Sauger hat 2 Saugstufen, wobei man meist mit der zweiten Stufe arbeiten muss, um vernünftige Ergebnisse zu haben.

Das Design und die Handhabung sind sehr angenehm. Der Geräuschpegel ist aufgrund des Brushless-Motors nicht so stark, wie bei herkömmlichen Akkusaugern.

Ein echter Nachteil ist, dass der Ladestand des Akkus nicht angezeigt wird. So kann es häufig passieren, dass der Akku leer ist, wenn man gerade mal schnell was wegsaugen will. Zum Schutz der Akkus schaltet der Sauger irgendwann abrupt ab und nichts geht mehr. Dann muss erst aufgeladen werden. Man kann das praktisch so lösen, dass man bei jedem Staub-entleeren auch gleich den Akku lädt. Beides korreliert ungefähr miteinander: Staubbehälter voll - Akku leer. Etwa 6 Minuten kann man mit voll geladenen Akkus saugen - klingt nicht viel, ist gefühlt aber doch recht lange. Hier ist auch klar: Wenn man viel Leistung haben will, muss die Laufzeit entsprechend kurz ausfallen.

Leider wird keine Station mitgeliefert, womit man den Sauger an die Wand hängen könnte und das Gerät gleich aufgeladen wird. So machen das ja viele andere Hersteller und das fand ich praktisch. Das Netzteil muss man stattdessen über einen Rundstecker anschließen. Das hätte man komfortabler lösen können. Im Zubehörhandel gibt es aber zumindest eine Wandhalterung.

Der Akku ist relativ schnell wieder geladen (ca. 2 Stunden).

Die Universaldüse ist ganz praktisch: Mit der Bürste kann man in den meisten Fällen gut Staub und Schmutz saugen. Auf glatten Flächen genauso, wie auf textilen Belägen. Und wenn man nur eine Düse haben will, schiebt man die Bürste einfach zurück. Man muss nicht umständlich erst irgendwelche Aufsätze auswechseln.

Fazit

Der Dyson DC34 ist eines der besten Akkusauger, die am Markt verfügbar sind. Weil diese Geräteklasse immer beutellos ist, hat hier die Zyklontechnologie Vorteile. Der Filter muss wesentlich seltener gereinigt werden und der Staub lässt sich schnell ausleeren. Die meisten anderen Hersteller nutzen in ihren Saugern keine Zyklontechnologie.

Die hohe Leistung, der Brushless-Motor, die LiIO-Akku-Technologie und der hochwertige auswaschbare Dauerfilter sind echte Highlights, die kaum ein anderer Sauger bieten kann. Hier ist Dyson wirklich auch Technologie-Führer.

Diese Marktführerschaft lässt sich Dyson auch gut bezahlen. Mit etwa 180 Euro ist es einer der teuersten Akkusauger. Das relativiert sich jedoch, wenn man z.B. Preise von Qualitäts-Akkuschraubern betrachtet, die mit ähnlicher Technologie arbeiten.

Die Akkusauger-Technologie hat aber grundsätzlich mit dem Problem der recht knappen Saugleistung zu kämpfen. Hier gibt es klare physikalische Grenzen. Man kann heute nur sehr begrenzte Energiemengen in Akkus speichern. Und zum Saugen braucht es viel Energie. Die Einsatzmöglichkeiten von Akkusaugern sind also eingeschränkt, ein Netzsauger bringt deutlich mehr Saugleistung. Ein Akkusauger, der genauso leistungsfähig ist, wie ein Netzsauger, wird noch lange Zeit ein Traum bleiben, der sich aufgrund technologischer Grenzen nicht umsetzen lässt.

Auch dies ist nochmal ein Grund, warum sich hier gute Technologie lohnt: Diese holt nochmal wesentlich mehr aus dem heraus, was physikalisch heute bei Akkusaugern möglich ist. Somit kann man Anwendungsfälle abdecken, die sonst nur mit netzbetriebenen Saugern möglich wären.

Der Dyson DC34 lässt sich auf glatten Böden und Flächen recht komfortabel einsetzen, hier reicht die Saugleistung in der Regel aus, um Staub oder Krümel wegzusaugen. Bei Steinchen wird es schon schwierig.

Auf Teppichböden hingegen ist man oft an der Grenze der Möglichkeiten, ebenso auf Polstermöbeln. Staub funktioniert auch hier noch hinreichend gut, wenn es aber um Krümel geht, die sich gerne im Teppich verhaken, wird es zumindest mühsam, diese weggesaugt zu bekommen. Auch Haare verhaken sich unangenehm in Schlingenteppichen. Hier sollte man auf die als Zubehör verfügbare rotierende Bürste zurückgreifen. Diese hat eine gewisse Fähigkeit, Schmutz herauszubürsten und sie hat auch eine 9cm breite Saugfläche, so dass man schneller größere Teppichflächen damit saugt.

Nachtrag 05.02.2014: Nach 2 Jahren recht zurückhaltender Benutzung trat ein Fehler auf. Der Sauger schaltete auf Stufe Max kurz nach dem Einschalten wieder aus. So, als ob der Akku leer ist. Durch erneutes Drücken des Tasters läuft das Teil dann wieder 2-3 Sekunden und schaltet wieder ab. Also gleich eingeschickt zur Garantiereparatur. Zuvor gegoogelt, es gibt zahlreiche Amazon-Rezensionen, wo gleiche Problematik beschrieben wird. Scheint ein Serienfehler zu sein. Reparatur funktionierte schnell und unproblematisch. Lt. Lieferschein wurden die Kontakte gereinigt. Sofort mal ausprobiert und wieder gleiches Problem, scheint sich nichts geändert zu haben. Dann erstmal aufgeladen und direkt nach dem Aufladen scheint es erstmal zu funktionieren. Hab einen Zyklus von 30s Saugen auf Max und 30s Pause insgesamt 11 mal durchlaufen, dann fing die LED an zu blinken. Beim 13. Zyklus dann Abschaltung. Danach ging er auch nicht wieder an. So, wie es sein soll. Die Akkukapazität ist mit 6,5 Minuten Saugen bei Stufe Max auch noch gut. Mal gucken, was die Zukunft bringt, ich traue der Sache nicht.

Nachtrag 25.08.2016: Hab jetzt einen neuen Akku bestellt. Der alte ist etwas schwach geworden. Außerdem nervt es, wenn der Akku immer dann leer ist, wenn man das Gerät mal braucht. Ich hab den absichtlich nicht ständig am Ladegerät hängen. So kann man jetzt schnell den Akku wechseln und braucht immer erst zu laden, wenn ein Akku wirklich leer ist. Auch wenn Nachbauakkus nur die Hälfte kosten, ich hab den Original-Akku für 50 Euro nachgekauft. Die Explosions- und Brandgefahr bei Akkus lässt mich lieber vorsichtig werden. Dyson wird eine vernünftige Qualitätskontrolle haben.

Weiterhin hab ich jetzt die Original-Wandhalterung nachgekauft, es nervte nämlich auch, dass ich öfters den Sauger suchte, weil der immer wieder woanders stand. Hätte man auch durch Disziplin lösen können, aber so eine Wandhalterung macht es einfacher. Ganz blöd jetzt: Den DC-34 gibts ja inzwischen nicht mehr und die Nachfolgermodelle DC-43 und V6 haben keinen Klick-Akku mehr. Der lässt sich also nicht mal schnell wechseln. Die Option, mit mehreren Akkupacks zu arbeiten, funktioniert da nicht mehr. Sollte der Akku aber mal defekt sein, lässt er sich durch Lösen einer Verschraubung wechseln.

Nachtrag 11.11.2017: Sehr enttäuschend finde ich das Engagement seitens Dyson in Richtung Langlebigkeit der Produkte. Wie ich jetzt erfuhr, wurde für den DC31/DC34/DC35 die Ersatzteilversorgung beendet und auch Reparaturen sind bei Dyson nicht mehr möglich. Zum Glück findet man durch die weite Verbreitung bei Ebay&Co noch einiges an Ersatzteilen. Bei einem Produkt, was ich 2012 neu kaufte, sind 5 Jahre Service und Ersatzteile keine Glanzleistung.

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