Grundlagen Datensicherung (Backup) unter Windows
Winfried Mueller, www.reintechnisch.de, Start: 07.08.2005, Stand: 4.04.2007
Das sichern von Daten ist eines der wichtigsten Lektionen, die man im Umgang mit Computern irgendwann lernt. Die meisten lernen es auf sehr schmerzliche Weise.
Viele Jahre geht alles gut, doch auf einmal ist die Festplatte kaputt und nichts geht mehr. Und dann läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken oder es verkrampft sich etwas in der Magengegend. Denn es wird einem bewusst, dass alles, was man an Daten in den letzten Jahren produziert hat, auf einmal im Datennirvana verschwunden ist: Briefe, Tabellen, Adresslisten, Mailadressen, E-Mails, gesammelte Informationen, erstellte Checklisten, Artikel, Präsentationen usw. Nichts mehr da, von alle dem.
Dann fängt man meist mühselig an, in einer Sammlung alter Disketten und CD's zu wühlen. Die meisten sind schon älter als ein Jahr. Manchmal hat man dabei Glück, ein paar wichtige Informationen wieder zu finden. Vieles ist jedoch für immer verloren.
Und dann kommt irgendwann auch Wut und Ärger: Das kann doch nicht sein! Sowas darf doch einfach nicht passieren, dass auf einmal alles weg ist! Warum hat mir das denn der freundliche Verkäufer des Gerätes das nicht mitgeteilt?
Wenn man sich etwas beruhigt hat, kommt oft auch Einsicht: Ja, eigentlich hat man es ja gewusst oder zumindest geahnt, dass Thema aber leichtfertig beiseite geschoben. Es ist ja lästig. Und außerdem: Ist doch bisher alles gut gegangen.
Jetzt aber nicht, jetzt ist vieles weg. Der Schmerz ist groß. Und mitunter hat es schon manche Firma in den Ruin getrieben.
Datensicherung ein Muss
Im Laufe der Jahre lernt man meist aus solch einem Desaster, dass Datensicherung ein absolutes Muss ist. Ab der ersten Zeile Information, die ich in ein System einspeise. Wenn man sich auf die Daten, die man erstellt, nicht verlassen kann, wird viele Arbeit ad absurdum geführt. Jeden Moment gibt es die Möglichkeit, dass vieles wieder vernichtet wird. In so einem Klima lässt sich schlecht arbeiten.
Den Weg der Verdrängung zu wählen, ist ein geläufiger. Das böse Erwachen groß. Manche brauchen auch mehrere Zwischenfälle, um wirklich der Tatsache gewahr zu werden, dass Daten nunmal auf einer Festplatte nicht sicher sind. Und meist braucht es weiteres, um diese Erkenntnis auch im praktischen Handeln einfließen zu lassen.
Das Problem bei Datensicherung ist, dass es eine lästige Zusatzaufgabe ist, die zudem noch einiges an Struktur abverlangt, damit etwas Sinnvolles dabei herauskommt. Und das, was man bei Stress zuerst fallen lässt, weil der direkte Nutzen nicht spürbar wird, ist die Datensicherung.
Menschen mit einer phobischen Veranlagung und der Fähigkeit, sich Zukunftssorgen zu machen, haben es meist etwas leichter. Sie können sich gut ausmalen, was wäre, wenn...
Den Sorglosen, die gerne mal in ein Desaster hineinschliddern, sollte man zumindest in einer Firma nicht die Aufgabe übertragen, sich um Datensicherung zu kümmern.
Unter Administratoren gibt es diesen Witz: "Unsere Backups waren gut, nur mit dem Restore (Wiederherstellung) gab es Probleme."
Wer Probleme hat, den Sinn von Datensicherung zu erkennen, sollte öfters mal eine Übung machen:
Hierfür sollte man sich ruhig mal 5-10 Minuten Zeit nehmen. Ich denke, dann wird klar, wie wichtig es ist, den Daten ein sicheres Zuhause zu geben.
Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt: Aus Angst vor dem Desaster lassen sich Menschen überhaupt nicht mehr richtig auf die effiziente Nutzung des Computers ein. Jeder Brief, jede E-Mail wird ausgedruckt, Berge von Ordnern füllen sich, die dann wieder mühsam nach Information durchsucht werden müssen. Dabei bietet sich doch gerade dafür so gut der Computer an: Viele Daten zu speichern, die effizient durchsucht werden können.
So wie das Umfeld ist, in dem man lebt, so organisiert man sich sein Leben. Ein unsicheres Umfeld verhindert, dass man sich darauf einlässt. Will man sich mehr auf die Computertechnik einlassen, muss man gleichzeitig für ein sicheres Umfeld sorgen.
Im Folgenden wird es darum gehen, Methoden zu vermitteln, wie man zu Hause und in kleineren Firmen oder Vereinen seine Daten sichert.
Wohin sichern?
Vor ein paar Jahren noch waren Streamer (Kassetten-Laufwerke) eine wichtige Form des Backups. Für den Privatbereich sind sie seit der Einführung der beschreibbaren CD nahezu ausgestorben. Man findet sie kaum noch in den Technik-Kaufhäusern. Im kommerziellen Umfeld werden sie jedoch häufig eingesetzt, weil sie die einzige zuverlässige Möglichkeit darstellen, größere Datenmengen zu sichern. Die Streamer-Technologie ist dabei relativ teuer. Das gilt sowohl für die Laufwerke wie auch für die Streamer-Bänder (Kassetten). Das liegt z.T. auch daran, dass dafür kein Massen-Konsumer-Markt mehr existiert und damit die produzierte Stückzahl relativ gering ist. Streamer-Laufwerke und Bänder halten auch keine Ewigkeit. Die Laufwerke müssen z.B. alle 2-5 Jahre gewechselt werden.
Eine seit etwa 10 Jahren gängige Technologie sind die sogenannten DAT-Streamer. Diese Technologie hat vor allem den Vorteil, dass die Bänder sehr preiswert sind. DAT-Bänder gibt es zwischen 2-20 Euro, Bänder anderer Technologien kosten meist 30-100 Euro und sind damit deutlich teurer. DAT Bänder gibt es derzeit von 2-36 Gigabyte. Laufwerke liegen bei 300-700 Euro.
Für viele ist die CD oder neuerdings die DVD das geeignete Backup-Medium. Sie ist relativ unempfindlich und sehr preiswert. Interessant auch, dass nicht magnetisch gespeichert wird, weshalb magnetische Umwelteinflüsse unproblematisch sind. Als externes Medium kann man sie räumlich getrennt aufbewahren. Und auch die Brenner sind, weil Massenartikel, extrem preiswert.
Der einzige Nachteil ist die geringe Speicherkapazität. 700MB oder 4,8GB sind nicht sehr viel bei heutigen Festplatten von 80-300 GB Fassungsvermögen. Wer viele Audio- und Videodateien oder Fotos zu sichern hat, weiß, wie schnell selbst eine DVD gefüllt ist. Und dann wird es nervig, wenn man für seine Datensicherung einen Satz von 5-20 CD's/DVD's braucht. Neuerdings gibt es jedoch auch Double-Layer DVD's mit 8,5GB Fassungsvermögen. In naher Zukunft wird damit zu rechnen sein, dass neue Technologien mit 50 GB und mehr auf den Markt kommen.
Wegen der heutigen Begrenzung von CD's und DVD's, werden Massendaten von vielen auf externen Festplatten gesichert. Diese sind in einem kleinen Kasten eingebaut, welcher mit dem PC meist über die USB-Schnittstelle verbunden wird. Weil dort eine gewöhnliche Festplatte ihren Dienst tut, ist das Speichervermögen enorm. Damit kann man eine 1:1 Kopie seiner internen Festplatte machen. Das ist verlockend und deshalb sind diese Festplatten in den letzten Jahren auch sehr beliebt geworden. Aus der Sicht der Datensicherheit ist es jedoch eine riskante Lösung.
Festplatten sind empfindliche und komplexe Systeme. Die Elektronik kann durch Überspannungen kaputt gehen. Oder irgendwo schleicht sich ein Wackelkontakt oder eine kalte Lötstelle ein. Der Kopf kann aufsetzen und die Plattenoberfläche zerstören. Mechanische Einflüsse, gerade im laufenden Betrieb, können große Schäden anrichten. Magnetische Einflüsse können die Daten löschen. Fehlbedienung kann wichtige Dateien löschen, die eigentlich wichtig waren und die man archivieren wollte. Ein weiterer Aspekt ist, dass man Datensicherungen nicht an begehrenswerte Hardware koppeln sollte. Denn solche Hardware wird gerne geklaut, damit ist dann auch die Datensicherung weg. Kurzum, eine externe Festplatte ist genauso wie eine interne Festplatte ein ziemlich unsicherer Ort für wertvolle Daten. Als zusätzliche Sicherheit ist sie geeignet, nicht jedoch für die Archivierung und sichere Ablage von Daten.
Zusätzliche Sicherheiten zu schaffen, kann auch eine große Gefahr sein. Man schafft da etwas, was so halbwegs sicher ist und verlässt sich dann darauf, als wäre es felsenfest sicher. Dann vernachlässigt man die eigentlichen Maßnahmen für echte Datensicherheit. Und das bricht einem dann irgendwann wieder das Genick.
Der Einsatz von mehreren externen Festplatten kann die Sicherheit ein Stück weit erhöhen. Besonders, wenn man sie räumlich getrennt aufbewahrt. Dies ist wichtig, um bei einem Diebstahl noch eine Kopie der Daten zu haben, die man an einem anderen Ort aufbewahrt hat.
In der letzten Zeit auch immer beliebter geworden, sind die Memory-Sticks. Super klein und beqeum in der Handhabung, kann man schnell und unkompliziert eine ganze Menge Daten sichern. Nicht so viel, wie auf einer DVD oder externen Festplatte, jedoch derzeit 256MB-1GB. Wer nur Briefe, Tabellen, ein paar Infos und E-Mails sichern möchte, für den reicht das an Datenvolumen.
Memory-Sticks haben einen Vorteil gegenüber Festplatten - sie beinhalten keine bewegten Teile und sind damit mechanisch sehr robust. Man darf sie ruhig mal fallen lassen, nur selten tun sie sich dabei weh. Genauso unempfindlich sind sie gegenüber hohen Temperaturschwankungen. Ja selbst ein Bad im Wasser können sie nur selten zerstören, wenn man sie nachträglich ordentlich trocknet. Gespeichert wird nämlich auf einen gut vergossenen Mikrochip, der so einiges ab kann.
Trotz dem Memorysticks als recht robust angesehen werden können, sind sie keine sonderlich guten Backupmedien. Zumindest dann nicht, wenn man sich lediglich auf einen Stick verlässt. Elektronik reagiert z.B. relativ empfindlich auf elektrostatische Entladungen. Diese können einen Stick zerstören. Überspannung, durch ein fehlerhaftes Computernetzteil verursacht, ebenso. Kalte Lötstellen im Stick können Daten ins Jenseits befördern, mitunter sogar unerkannt.
Ein Memorystick ist auch wieder begehrte Hardware, die gerne geklaut wird. Erst recht, wenn er z.B. mit einem MP3-Player ausgestattet ist.
Disketten sind heutzutage ziemlich out. Kaum noch jemand benutzt sie zur Datensicherung. Sie sind einfach zu klein bzw. die heutigen Datenmengen sind der Diskette entwachsen. Die Disketten-Technologie wurde auch in den letzten 10 Jahren nicht weiterentwickelt. Disketten sind ziemlich unsichere Medien. In den letzten 15 Jahren werde ich wohl einige hundert Disketten weggeworfen haben, weil sie Lesefehler aufwiesen. Immer im richtigen Moment wurde ich mit einer nicht lesbaren Diskette überrascht, wo ich doch dringend an die Information ran musste.
In letzter Zeit gibt es durch die Vernetzung durch das Internet eine weitere Form der Datensicherung: Die entfernte Sicherung auf einem Server, der über's Internet erreichbar ist. Es gibt mittlerweile sogar schon kostenlose Anbieter von Internet-Speicherplatz, wo man seine Daten ablegen kann. Diese Möglichkeit ist deshalb interessant, weil eine weite räumliche Trennung gegeben ist. Das schafft Sicherheit z.B. im Brandfall. Auch gibt es hier qualtitativ sehr hochwertige Anbieter, die sich professionell um Datensicherung kümmern, die also die abgelegten Daten über eine weitere Backup-Maßnahme sichern.
Problematisch ist hier das Thema Datensicherheit: Wer möchte schon gerne seine persönlichen und sensiblen Daten einem Fremdunternehmen überlassen, was man noch nicht einmal kennt und was kostenlos diesen Dienst zur Verfügung stellt. Ich glaube, dass ist eines der größten Barrieren, warum diese Möglichkeit für viele ausscheidet. Wer sowas tun will, muss auf jeden Fall eine Verschlüsselung der Daten durchführen, die nach heutigem Standard als sehr sicher gilt. Daten, die jedoch wenig sensibel sind, kann man so problemlos extern sichern. Ob es sich dabei um eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme oder die Hauptsicherung handelt, hängt von den Zusagen und Bedingungen des Anbieters ab. Evtl. kann man auch bei mehreren Anbietern parallel sichern.
Die Sicherung über das Internet ist natürlich auch von der Datenmenge limitiert. Auch mit DSL hat man keine sehr hohen Upload-Geschwindigkeiten und kann nicht mal eben einige Gigabytes transferieren.
In Anbetracht dieser Möglichkeiten empfiehlt sich folgendes:
- Die CD/DVD ist die erste Wahl bei der Datensicherung. Man sollte seine Daten so organisieren, dass ein regelmäßiges Backup damit möglich wird. Speicherplatz-intensive Daten sollten evtl. eine separate Backup-Strategie bekommen.
- Memorysticks und Festplatten eignen sich für zusätzliche und kurzfristige Sicherungen. Man kann z.B. täglich neue erstellte Dokumente auf einem Stick sichern und dann wöchentlich eine Sicherung auf CD/DVD machen. Auf einem Stick sollte nur das gesichert werden, was mit vertretbarem Aufwand auch wieder neu erstellt werden kann. Gleiches gilt für die Festplatte. Beides sind sehr bequeme Möglichkeiten der Sicherung, weshalb sie sich für die kurzfristige Zwischensicherung eignen.
- Wer oft große Datenmengen sichern muss, wird um einen Streamer + ausreichende Anzahl Bänder nicht herum kommen. Wenn ein Verlust dieser Daten kein Weltuntergang wäre, kann Sicherung auf mehreren externen Festplatten überlegt werden, die an unterschiedlichen Orten aufbewahrt werden. Man sollte eine getrennte Backupstrategie fahren: voluminöse Massendaten einerseits und speicherplatzsparsame Daten andererseits. Letztere kann man gut auf CD/DVD sichern. Dazu gehören vor allem Office-Dokumente.
- Die Sicherung bei externen Anbietern über das Internet kann in manchen Fällen Sinn machen, ist jedoch oft nur von begrenztem Nutzen.
Backup-Strategien
Wenn auf CD/DVD gesichert wird, wird oft der Fehler gemacht, ein oder zwei wiederbeschreibbare CD's zu nutzen, die immer wieder überschrieben werden. Das ist billig und einfach zu handhaben. Meist werden die so erstellten Kopien der Daten auch noch in der Nähe des Computers gelagert.
Das ist alles recht riskant. Bei Diebstahl oder im Falle eines Brandes sind alle Daten weg. Deshalb ist eine wichtige Grundregel: Räumlich getrennte Aufbewahrung.
Die räumliche Trennung schafft sehr viel Sicherheit, je weiter entfernt, um so besser. Man kann eine Datensicherung z.B. in ein Bankschließfach unterbringen oder von der Firma mit nach Hause nehmen. Wenn dann Ort A von Diebstahl, Brand oder anderen Naturkatastrophen betroffen ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass das zum gleichen Zeitpunkt auch für Ort B zutrifft. Besonders dann, wenn beide Orte geografisch weit voneinander entfernt sind. Räumliche Trennung spielt also bei Datensicherung immer eine große Rolle.
Insofern ist die "Kleine Lösung", 2 wiederbeschreibbare CD's in der Schreibtisch-Schublade, ungeeignet. Es kommt ein weiteres Problem hinzu: Die vespätetete Entdeckung von Datenverlust.
Nicht immer bekommen wir mit Pauken und Trompeten mitgeteilt, dass gerade eine wichtige Datei verloren gegangen ist. Nicht immer ist es ein Total-Ausfall unseres Computers. Manches geht auch schleichend und völlig unbemerkt vonstatten. Dazu reicht schon ein falscher Klick mit der Maus oder ein falscher Tastendruck. Schnell hat man eine wichtige Datei zerstört. Oder die Festplatte hat einen Fehler, der nicht sogleich auffällt und die Datensicherung speichert ebenso diese fehlerhafte Datei. Oder ein Virus zerstört uns schleichend und unbemerkt unsere Dateien.
In solchen Fällen ist es wichtig, auf ältere Stände zurückgreifen zu können. Das kann man aber nicht bei der "Kleinen Lösung". Nach spätestens 2 Wochen sind die CD's überschrieben und der vorherige Stand der Daten gelöscht. Für immer.
Es ist also wichtig, nicht immer nur den aktuellen Datenstand zusätzlich abrufbar zu haben. Wir brauchen vielmehr den Datenbestand zu beliebigen historischen Zeitpunkten. Und hier kann es recht aufwändig werden, weshalb eine sinnvoll ausgewählte Strategie wichtig ist.
Eine im betrachteten Umfeld (Privat und kleinere Firmen) beliebte Lösung geht so:
- 4 wiederbeschreibbare CD's/DVD's für die tägliche Datensicherung von Montag - Donnerstag
- 1 einmal beschreibbare CD/DVD für die Sicherung am Freitag
Mit diesem Verfahren hat man also den Stand am Ende jeder Woche dauerhaft gesichert. Diese CD's werden dann z.B. extern archiviert. Es kommen so 52 CD's jährlich zusammen, was bei den heutigen Preisen kein Problem darstellt. 50 CD's sind für unter 10 Euro zu bekommen, 50 DVD's kosten unter 25 Euro. Wenn man bedenkt, dass eine Streamer-Kassette durchaus 50 Euro und mehr kosten kann, ist dies sehr preiswert.
Weil erst in einer Woche die Mo-Do CD's wieder überschrieben werden, kann man auch noch hier auf einen täglichen Stand zurückgreifen, falls nötig. Es könnte ja sein, dass man am Freitag eine Version von Montag oder Dienstag nochmal benötigt. Erst nach einer Woche kann man nur noch auf den alten Freitags-Zustand zurückgreifen, weil der permanent gesichert ist.
Ein Rückgriff auf wöchentliche Zwischenstände reicht für viele Einsatzfälle aus.
Auch wer diese häufige Backupfrequenz nicht benötigt, kann trotzdem von diesem Verfahren in leicht abgewandelter Form Gebrauch machen. Man hat dann ebenso einen Set von wiederbeschreibbaren Medien, z.B. 3-10 Stück. Diese werden der Reihe nach rotierend genutzt. Ist man bei der letzten wiederbeschreibbaren CD angekommen, nimmt man eine einmal Beschreibbare und sichert permanent.
Ein Wort zu wiederbeschreibbaren CD's: Sie sind eigentlich falsch entworfen für einen sinnvollen Praxiseinsatz. Sie müssten eigentlich wie eine Diskette in einer ordentlichen Hülle untergebracht sein, wo das Medium immer gegen äußere Einflüsse geschützt ist (Fingerabdrücke, Kratzer). Man hat ja früher auch nicht die lose Magnetscheibe einer Diskette ins Laufwerk befördert.
So etwas gab es auch schonmal: Sogenannte Caddys, in denen die CD's eingelegt wurden. Diese hat man dann zusammen ins Laufwerk eingeschoben. Das war aber wiederum für normale CD's nicht sehr praktikabel, weshalb solche Laufwerke wieder fast vom Markt verschwunden sind.
Das Problem ist vor allem, dass Fingerabdrücke vor dem neuen Brennvorgang problematisch sind. Eine CD, die nur einmal beschrieben wird, ist normal völlig sauber und kratzerfrei. Spätere Fingerabdrücke und Kratzer sind unproblematisch, weil die Information schonmal sauber auf die Scheibe gelangt ist. Sind jedoch vor dem eigentlichen Brennvorgang schon Fingerabdrücke auf der CD, wird unsauber oder unvollständig gebrannt. Das ist das große Problem bei wiederbeschreibbaren Medien.
Es gilt also hier, sehr vorsichtig mit umzugehen, Fingerabdrücke mit einem weichen Brillenputztuch zu entfernen und Rohlinge auszusondern, die Kratzer enthalten. Bei guter Pflege halten wiederbeschreibbare Rohlinge jedoch durchaus 1-2 Jahre. Man muss sich halt nur große Sorgfalt angewöhnen.
Datensicherungen müssen getestet werden - das ein weiterer wichtiger Grundsatz. Sie würden nicht der erste sein, der immer brav seine Datensicherung macht und im Fehlerfalle merkt, dass er seit 3 Jahren irgendwas, aber nicht seine Daten gesichert hat.
Eine Maßnahme ist, regelmäßig Datensicherungen zu nehmen und sie zurückzuspielen. Und hier genau untersuchen, ob auch wirklich alle wichtigen Daten gesichert wurden. Gleichzeitig sollte man stichprobenartig Dateien öffnen und überprüfen, ob sie in Ordnung sind. Besonders gut eignen sich hierfür gezippte Dateien, weil dort eine Prüfsumme abgelegt ist. Ist auch nur ein Bit darin verkehrt, wird eine Fehlermeldung während des Entpackens ausgegeben. Ähnlich ist es bei verschlüsselten Dateien, die bei Bitfehlern sich nicht korrekt entschlüsseln lassen.
Officedokumente hingegen sind oft Künstler darin, Fehler zu verbergen. Obwohl die Datei fehlerhaft ist, wird man nicht darüber informiert und das Programm tut so, als wäre alles in Ordnung. Es ist also ein Trugschluß, zu meinen, alles wäre in Ordnung, nur weil man ein Word-Dokument auch öffnen kann.
Dieses Testen der Datensicherung dient auch dazu, das eigene Vertrauen in die Backuplösung zu stärken. Erst dann, wenn man oft eine Datensicherung mit Erfolg zurückgespielt hat und es zu keinen Komplikationen kam, kann ein Vertrauen in das Funktionieren der Lösung entstehen. Dieses Vertrauen braucht es, will man sich mehr und mehr auf die Computertechnik verlassen und ihr wichtige Daten anvertrauen.
Beim Zurückspielen von Sicherungen sollte man auch ältere Medien von Zeit zu Zeit testen. Damit bekommt man ein Gefühl dafür, wie gut die Datensicherheit auch auf längere Sicht funktioniert. Treten hierbei Fehler auf, müssen alte Medien schnellstmöglich umkopiert werden. Diese Probleme sollten aber erst nach 10-20 Jahren auftreten, bei nahezu allen herkömmlichen Backup-Medien.
Eine weitere Maßnahme ist, dass nach dem Backup ein Vergleich stattfindet: Alle Dateien auf dem Backup-Medium werden mit den Originaldaten verglichen - Bit für Bit. Wenn auch nur ein Fehler auftaucht, wird das protokolliert. So etwas sollte eine Backupsoftware auf jeden Fall beherrschen und man sollte das auch bei jedem Backup machen.
Von Zeit zu Zeit muss man überprüfen, ob nicht versehentlicherweise neue Programme installiert wurden, deren Daten nicht mitgesichert werden. Eine Unart auf der Microsoft Plattform (Windows) ist es jahrelang gewesen, dass Daten und Programmdateien in ein Verzeichniss gepackt wurden. Für ein sauberes Backup ist aber gerade die strikte Trennung von Daten und Programmen sehr wichtig. Auch heutzutage gibt es noch viele Software unter Windows, die dies nicht beherrscht oder die man zumindest dahingehend "erziehen" muss. Die Standardeinstellung ist also oft ungünstig, was die Datentrennung angeht.
Man tut gut daran, bei jedem Programm genau zu überprüfen, wo es die Daten hinspeichert. Alles, was man irgendwie in den Computer eintippt, muss ja irgendwo gespeichert werden und dies wollen wir ja auch in der Datensicherung eingeschlossen haben. Mitunter kann das Aufspüren hier sehr aufwändig sein und bedarf sorgfältiges Vorgehen. Nur so ist jedoch eine sinnvolle Datensicherung möglich, bei der man nicht gigabyteweise Programmdateien sichert, die überhaupt nicht nötig sind. Wir müssen ja gut haushalten, wenn wir auf CD oder DVD sichern.
Wer sicher gehen will, dass er alle Daten zu einem Programm gesichert hat, probiert auf einem zweiten Rechner aus, ob wirklich alles da ist: Dort installiert man das gleiche Programm und spielt die gesicherten Daten ein. Funktioniert alles, war die Sicherung erfolgreich.
Es ist eine gute Angewohnheit, den Akt der Installation einer Software zu einem besonderen Event zu machen: Nicht mal eben auf die Schnelle was neues installieren. Vielmehr sich Zeit nehmen, genau prüfen, was wohin abgelegt wird und Daten-Verzeichnisse ggf. anpassen. Während der Neuinstallation sollte schon alles bedacht werden, was für den langfristigen Einsatz wichtig ist. Die Datensicherung spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Sinnvoll ist es, alle Daten nach Möglichkeit an einem Ort zu speichern. Ideal, wenn man hierfür eine separate Partition der Festplatte einrichtet. Hier hat man ein Basisverzeichnis, z.B. "Daten", unterhalb dessen alle Daten mit entsprechender Verzeichnisstruktur abgelegt werden. Dann muss man nämlich bei der Datensicherung nur noch dieses eine Verzeichnis sichern. Allerdings sollten hier nur solche Daten hineinkommen, die nicht zu speicherintensiv sind, damit diese Sicherung noch auf eine DVD/CD passt. Ich hatte ja oben schon geschrieben, dass wir für speicherintensive Daten eine andere Sicherungsstrategie wählen müssen.
So wäre eine Ideal-Installation. Leider vermiesen Programme und auch das Betriebssystem uns diese Freude. Denn es gibt Programme, die lassen sich beim besten Willen nicht dazu erziehen, ihre Daten nach unseren Vorstellungen abzulegen. Bei Windows 2000 und XP müssen wir z.B. den Ordner "Dokumente und Einstellungen" mit sichern, weil dort viele Programme ihre Daten ablegen. Auch sind dort wichtige Betriebssystem-Daten abgelegt.
Und dann gibt es immer noch einige Programme, die wollen einfach in ihrem Installationsverzeichnis unbeirrbar Daten ablegen. Diese müssen wir dann alle erfassen, dürfen nichts vergessen. Das Backup-Programm muss hierfür sorgsam eingerichtet werden. Evtl. dokumentiert man auch außerhalb des Backup-Programms, was auf einem Rechner gesichert werden muss.
Imaging Programme - die andere Art von Backups
Wenn ich bisher von Backups gesprochen habe, meinte ich vor allem die Sicherung der Daten. Die Sicherung von Daten ist das Wichtigste, das Wesentliche.
Es gibt jedoch auch Gründe, die komplette Programminstallation zu sichern. Wenn die Festplatte eines Computers den Geist aufgibt, dann kann eine komplette Neuinstallation aufwändig werden.
Diesbezüglich gilt natürlich: Von jedem installierten Programm sollte man das Original-Installationspaket auf CD/DVD vorrätig haben. Gerade bei Softwarepaketen, die man sich Online herunterlädt, wird oft geschlampt.
Nur wenn man alle Installationspakete vorrätig hat, kann man einen Computer wieder so einrichten, wie er vor dem Ausfall eingerichtet war. Was aber erst mühsam wieder geschaffen werden muss, sind die ganzen Einstellungen der Programme, die man im Laufe der Zeit angepasst hat.
Eine komplette Neuinstallation eines Computers kann aufwändig sein, typischerweise muss man mit 4-20 Stunden rechnen, je nachdem, wie aufwändig der Computer eingerichtet war.
Hier zeigt sich, dass es sich lohnen kann, ein komplettes Abbild der Festplatte zu sichern. Wenn man dieses hat, kann man auch nach einem Festplattenausfall den Computer in den gleichen Zustand versetzen, wie zum Zeitpunkt dieser Sicherung. Denn alles, was der Computer permanent speichert, ob Daten oder Programme, ist auf der Festplatte. Hat man dies alles in einem sogenannten Image (Abbild) gespeichert, kann man in 10-30 Minuten dieses wieder auf eine Festplatte aufspielen und damit alles restaurieren. Es ist sozusagen ein Vollbackup des kompletten Computers.
Image-Programme speichern in der Regel ganze Festplattenpartitionen. Ein Festplatte kann ja in mehrere Partitionen unterteilt sein, die unter Windows als einzelne Laufwerke auftauchen. Man kann auswählen, ob man alle Partitionen sichern möchte oder nur bestimmte.
Hier macht es sich auch wieder bezahlt, wenn man günstig partioniert hat. 3 Partitionen bieten sich an: Die erste für alle Programme, die zweite für alle Daten und die dritte für temporäre Zwecke. Letztere sollte nicht zu klein sein. Sie wird in der Regel nicht mit gesichert, kann aber gut dazu verwendet werden, Festplatten-Images der ersten beiden Platten vorübergehend aufzunehmen. Später speichert man solche Images sinnvollerweise ebenfalls auf CD's oder DVD's.
Typische Programme dieser Kategorie sind Norton Ghost, Powerquest Driveimage (kürzlich von Symantec gekauft), Acronis True Image, Paragon Drive Backup.
Programme dieser Kategorie bieten sich an, um in längeren Zeitabständen Komplett-Sicherungen des Systems zu machen, z.B. alle halbe Jahre oder nach größeren Veränderungen der Installation. Sie sind aber weniger geeignet, um regelmäßig Datensicherungen zu machen.
Ideal sind solche Komplett-Sicherungen des Systems auch dann, wenn das System durch Viren verseucht wurde. Dann kann man recht schnell auf einen vorangegangen Stand wieder aufsetzen, der noch virenfrei ist.
Backup-Dokumentation
Backups müssen dokumentiert werden, sonst verliert man schnell den Überblick. Es fallen ja eine Menge Backup-Medien an, wo wir wissen müssen, was darauf enthalten ist.
Wichtige Angaben auf einem Medium sind:
- Datum des Backups
- Was wurde gesichert (Rechnername, Backupidentität z.B. Daten Firma X)
- Backupverfahren (benutztes Programm, Format)
- Eindeutige Seriennummer (hierüber kann man jedes Medium eindeutig identifizieren)
Über die eindeutige Seriennummer kann man dann ein Logbuch führen, in dem vermerkt ist, welche Backups wann gemacht wurden und wo sie sich räumlich befinden. Damit behält man den Überblick. Werden Medien vernichtet, wird das hier ebenfalls vermerkt. Ein Logbuch kann im einfachsten Fall mittels einer Excel-Tabelle erstellt werden, wobei man z.B. eine 4-stellige Seriennummer vergibt.
Qualität des Backup Mediums
Es gibt große Qualitätsunterschiede, was CD's und DVD's angeht. Hier muss man auf entsprechende Qualität achten. Billige CD-Rohlinge haben oft keine Lackschicht, die die empfindliche Trägerseite schützt. Diese sind dann mechanisch sehr empfindlich. Auch kann es sein, dass billige Rohlinge schlecht gefertigt sind und man dann mit Datenausfall rechnen muss.
Wo es um so etwas wichtiges wie Backup geht, sollte man nicht auf den Cent schauen. Zumal selbst Markenrohlinge heutzutage sehr günstig geworden sind.
Wie lange eine CD wirklich hält, kann man nur abschätzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte mindestens 2 verschiedene Sorten mit einer unterschiedlichen Trägerschicht einsetzen, die man abwechselnd benutzt. So streut man das Risiko, falls sich doch irgendwann ein bestimmter Träger als nicht langlebig herausstellt.
Große Markenhersteller sind z.B. TDK, Verbatim, Sony, Ricoh, Philips, Fuji, Maxell, Platinum, BASF. Man muss hier auch schauen, welche Medien zu welchem Brenner passen. Mitunter findet man Aussagen dazu in der Anleitung oder in Tests großer Computerzeitschriften.
Aufbewahrung von Backup-Medien
Backup-Medien können zum größten Schatz werden, den man hat - im Falle, dass die Festplatte mal kaputt geht. Dann nützt uns eine CD nichts, die voller Kratzer ist und die damit nicht mehr von unserem CD-Rom entgegengenommen wird.
Backup Medien müssen also gut gelagert werden. Hierzu einige Hinweise:
- Dunkel lagern - Egal ob CD, DVD oder Bänder, nahezu alles ist empfindlich gegenüber UV-Strahlung der Sonne. Gerade CD's sind sehr anfällig gegenüber Sonnenlicht, werden sie doch mittels eines optischen Verfahrens gebrannt. Eine CD, die man 4 Wochen in praller Sonne gelagert hat, kann schon unbenutzbar sein. Man tut also gut daran, sie dunkel zu lagern.
- Lagertemperatur 15-20 Grad. Bei CD's ist das sicherlich nicht ganz so kritisch und man kann sie bei normalen Raumtemperaturen lagern. Man sollte sie jedoch nicht z.B. im Auto lagern, wo einerseits große Temperaturunterschiede wirken und auch extreme Temperaturen erreicht werden.
- Mechanisch nicht belasten. CD's können sich verformen, wenn man sie mechanisch belastet. Verbogene CD's können dann nicht mehr gelesen werden. In Hardcovern sind CD's gut geschützt, nehmen aber auch viel Raum ein. Es gibt jedoch auch Hartplastik-Archiviercontainer, wo z.B. 60 CD's hineinpassen und wo genügend Stabilität da ist. Eine solche Box ist dann etwa 20 cm breit. Für Backups, an die man ja in der Regel nicht oft ran muss, kann man auch Spindeln verwenden, wie man sie bei Rohlingen zu kaufen bekommt. 25er Spindeln sind dabei ein guter Kompromiss, um die Last auf die unterste CD nicht zu groß werden zu lassen.
- Richtige Beschriftung. Für CD's nur speziell zugelassene Filzschreiber verwenden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Oberfläche angegriffen wird.
- Mechanisch geschützt. CD's können zwar einiges vertragen, mitunter sind sie aber auch recht empfindlich. Besonders wenn die Beschriftungsseite zerkratzt wird. Ein Druck mit dem Fingernagel oder einem spitzen Gegenstand kann schon ausreichen, um die Trägerschicht kurz darunter zu zerstören. CD's sollte man also immer sofort nach Gebrauch wieder sorgfältig wegpacken. Beim Einlegen einer CD ins Laufwerk muss man auch aufpassen. Eine einfahrende Schublade kann die CD beschädigen, wenn sie nicht richtig eingelegt ist.
- Trocken lagern. Es sollte klar sein, dass man Backup-Medien nicht in einer feuchten Umgebung lagert. Normale Innenraumverhältnisse sollten jedoch unproblematisch sein.
- Vorsicht vor magnetischen Einflüssen. Bei Streamer-Kassetten, Disketten und Festplatten gilt, sich in acht zu nehmen vor allem, was magnetisch ist. Das können Dauermagneten sein, wie sie z.B. in Motoren und Lautsprechern vorkommen. Überall, wo Strom fließt, können ebenfalls hohe magnetische Felder entstehen. In der Nähe von elektrischen Geräten sollte man Backups also nicht lagern. Für magnetische Medien ist die Lagerung in Stahlbehältern oder Stahlschränken günstig, weil die magnetische Felder abschirmen. Sie sollte selber aber nicht magnetisiert sein. Für den Hausgebrauch sind auch magnetische Blechdosen geeignet.
- Sicherer Ort. Backups müssen an einem sicheren Ort gelagert werden, weil sich darauf wichtige Daten befinden, die nicht in falsche Hände kommen sollen. Das gilt besonders dann, wenn sie nicht verschlüsselt sind.
Datenschutz und Verschlüsselung
Backups sind eine feine Sache, weil man seine wichtigen Daten so mehrfach auf Backupmedien verfügbar hat. Das kann aber auch zum Problem werden, wenn man z.B. ein Backup-Medium mal verliert.
Aus den unterschiedlichsten Gründen kann es sehr unangenehm werden, wenn Daten in falsche Hände geraten. Firmen sind ja z.B. auch dazu gezwungen, hier genügend Sorgfalt zu wahren, wenn es z.B. um Kundendaten geht. Letztens hörte man in der Presse, dass von einer Firma Millionen von Kreditkartendaten geklaut wurden. Man muss das Thema Datenschutz also sehr ernst nehmen.
Ein schlechter Datenschutz ist schlimmer, als gar keiner! Dies ist ein wichtiger Grundsatz. Denn ein Passwort gaukelt einem vor, dass Sicherheit vorhanden ist, wo man in Wirklichkeit nur ein müdes Lächeln von einem Angreifer erntet. Passwörter in Office-Dokumenten sind ein schönes Beispiel. Im Internet gibt es für jeden Programme zum Download, womit man diese in Sekunden aushebeln kann.
Mit solchen billigen Möglichkeiten kann man also maximal einen unerfahrenen neugierigen Mitarbeiter außen vor halten, aber nicht wirklich seine Daten schützen.
Leider beinhalten auch viele Backupprogramme nur einen sehr primitiven Schutz und keine echte Verschlüsselung.
Und genau diese braucht es: Echte Verschlüsselung nach einem Algorithmus, der als sicher gilt geschützt mit einem ausreichenden Passwort. Ohne jetzt zu tief einzusteigen, was ein sicheres Passwort ausmacht: Sichere Passwörter sollten eine Mindestlänge von 16-20 Zeichen haben und keine Wörter enthalten, die man durch Wortlisten-Attacken herausfinden kann.
Beim Thema Verschlüsselung kommt eine weitere Schwierigkeit auf uns zu: Wir dürfen uns nicht selber aussperren. Die besten Backups sind nichts mehr wert, wenn wir das Zugangspasswort vergessen. Bei wirklich harter Verschlüsselung gibt es kein Hintertürchen und selbst die beste Datenrettungsfirma ist nicht in der Lage, an unsere Daten zu kommen. Wollte man systematisch die Verschlüsselung knacken, so bräuchte ein heutiger leistungsfähiger Personalcomputer Millionen von Jahren. Echte Verschlüsselung ist ein ganz anderes Kaliber, als die gewöhnlichen passwortgeschützten Daten in Anwendungsprogrammen.
Ein sicherer Verschlüsselungsalgorithmus ist z.B. AES, Werkzeuge, die sichere Verschlüsselung beherrschen sind PGP oder GnuPG. Auch manche Packwerkzeuge beherrschen es, das gepackte Archiv z.B. mit AES zu verschlüsseln. Die Integration von solchen Verschlüsselungswerkzeugen ins Backup ist mitunter nicht ganz einfach. Es ist zu hoffen, dass Hersteller von Backupsoftware hier besser ihre Hausaufgaben machen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Verschlüsselung von Backups einerseits sehr wünschenswert wäre, dass es aber keine einfache Technologie dafür gibt. So bleibt es nur fortgeschrittenen Computernutzern vorbehalten, dies zu realisieren. Eine für Laien recht gut handhabbare Möglichkeit ist die Verschlüsselung über Packprogramme. Hier muss man sich aber davon überzeugen, ob diese einen wirklich sicheren Algorithmus verwenden. Empfehlen kann ich hier 7-zip, welches AES-256 unterstützt, was der heutige Standard für sichere Verschlüsselung darstellt. Und 7-zip ist Opensource Software und kostenlos verfügbar.
Backupsoftware
Grundsätzlich kann man sich seine Lösung aus Einzelwerkzeugen selbst zusammenbasteln. Ein Packprogramm wie pkzip, 7zip, gzip, tar ist schonmal eine wichtige Grundlage für ein Backup.
Generell gilt für Backups: Man sollte konservativ sein und nur Formate verwenden, die weit verbreitet und schon länger im Einsatz sind. Und die Formate sollten von mehreren Werkzeugen unterstützt werden und nach Möglichkeit offen dokumentiert sein. Denn ein Backup nützt nichts, wenn man kein Werkzeug mehr hat, um es zu entpacken, weil vielleicht ein Hersteller pleite ist und die eigene Software-Kopie abhanden gekommen ist.
Wenn man Formate einsetzt, die nur von einem Hersteller unterstützt werden, muss man zumindest dafür Sorge tragen, dass man die eigene Softwarekopie genauso gut sichert, wie die Backups selber. Wird von einem neuen Betriebssystem diese Software nicht mehr unterstützt und gibt es keine neue Version, so muss man noch vor dem Übergang auf ein neues System sein alten Backups umkopieren, wenn man sie noch braucht. Das kann recht aufwändig sein, von daher sollte man schauen, auf langfristig verfügbare und offene Formate zu setzen.
Pack-Formate, die mit Sicherheit für die nächsten 10-20 Jahre Bestand haben werden und die gut verbreitet sind, findet man in zip, gzip, bzip, tar und tgz.
Ein wichtiges Kriterium für eine Backupsoftware muss sein, dass sie einfach und benutzerfreundlich ist. Und es muss gewährleistet werden, dass man bei der Bedienung so gut wie keine Fehler machen kann. Zumindest, was die tägliche Bedienung angeht. Und hier haben so manche selbstgestrickte Lösungen ihre Probleme.
Eine Lösung, die sich in den letzten 10 Jahren unter Windows gut bewährt hat, ist BackupExec, was neuerdings Backup MyPC heißt. Es ist sehr einfach zu bedienen, einfach zu konfigurieren und läuft problemlos. Mit 50-100 Euro ist es auch bezahlbar. Die Datensicherung wird zudem nach der Sicherung überprüft. Nach der Prüfung wird ein Protokoll erstellt und auf Fehler hingewiesen.
Auch die Wiederherstellung funktioniert hier problemlos und kann auch von nichterfahrenen Anwendern durchgeführt werden. Interessanterweise gab es eine abgespeckte Version dieses Programmes zu jeder Windows 98 CD mit dazu. Man musste es nur separat installieren, es wurde standardmäßig nicht mitinstalliert. Diese Version hat allerdings den Nachteil, dass sie nicht direkt auf CD sichern kann. Längere Zeit hat auch HP zu seinen Streamern diese Software in angepasster Form mitgeliefert.
Ein paar Probleme gibt es bei BackupMyPC, was die erkannten Laufwerke angeht. Nach dem Einbau eines neuen Brenners kann es sein, dass dieser von BackupMyPC nicht mehr erkannt wird und man ein Update braucht. Hier ist es sehr wählerisch. Obwohl seit mehr als 5 Jahren alle Laufwerke über einen Standard ansprechbar sind und es hier überhaupt keine Probleme geben sollte, lässt BackupMyPC nur solche Laufwerke zu, die es auch kennt.
Ein anderes Problem ist das Datenformat: Es ist proprietär. So erstellte CD's oder Archive auf Festplatten können nur wieder mit BackupMyPC gelesen werden. Das ist wirklich schade.
Zusammengefasst kann man sagen: BackupMyPC ist eine wirklich komfortable und problemlos funktionierende Software. Wenn auch neuere Brenner sofort erkannt würden und das Datenformat offen wäre, dann wäre es eine ideale Lösung. So, wie es jetzt ist, ist es eine Kompromiss-Lösung.
Der ehemalige Hersteller von BackupMyPC, die Firma Veritas ist übrigens ein Experte in Sachen Backupsoftware. Sie konzentrierten sich jedoch vor allem auf die Sicherung von Servern im kommerziellen Umfeld. BackupExec, als reine Clientlösung wurde deshalb vor einigen Jahren verkauft und nun von Orlogix unter dem Namen BackupMyPC weiter betreut. Betreut ist die richtige Formulierung, denn eine große Weiterentwicklung gab es in den letzten 5 Jahren nicht.
Es lohnt auf jeden Fall, sich im Bereich Backupsoftware mal umzuschauen und zu testen. In den letzten Jahren sind einige Firmen entstanden, die neue Produkte anbieten. Oft findet man jedoch Software, die einen schlechten Kompromiss wählt. Um den Benutzer zu entlasten, wird lieber alles gesichert, womit dann eine Sicherung auf CD oder DVD nicht mehr möglich ist. Will man seine Datensicherung differenzierter machen, versagen viele dieser Produkte. Ordentliche Datensicherung steht einfach nicht hoch im Kurs und man erreicht damit keinen Massenmarkt.
Insofern haben es Firmen schwer, die zwar vernünftige Lösungen anbieten, die aber nur schwer Kunden finden, weil dem Thema Datensicherung im privaten Bereich nicht die entsprechende Aufmerksamkeit zukommt. So manche Firma, die in den letzten Jahren Lösungen angeboten hat, ist inzwischen wieder vom Markt verschwunden.
Macht der Gewohnheit
Oft höre ich, wenn ich nach Backup frage: "Ja, eigentlich wollte ich das ja jede Woche machen. Dann aber... Ich glaube, die letzte Sicherung müsste schon ein halbes Jahr alt sein..."
Das größte Problem von Backups ist, dass es jemanden geben muss, der diese auch regelmäßig macht. Es gibt Menschen, die können das wunderbar. Sie können sich an eine Struktur gewöhnen, z.B. jeden Abend eine Sicherung zu machen. Andere haben damit größte Probleme. Entweder entsteht nie eine Regelmäßigkeit oder sie steigen immer wieder aus einer Regelmäßigkeit aus. Ich gehöre zu letzteren, weshalb ich immer viel Disziplin brauche, um regelmäßige Backups zu machen.
Wichtig ist sicherlich gerade am Anfang, sich an eine Struktur zu gewöhnen. Hat man erstmal eine Gewohnheit entwickelt, geht vieles von allein. Das ist die erste Hürde, die man nehmen muss: Für mindestens 2-3 Monate regelmäßig Backups zu machen.
Gewohnheit wird sich nur einstellen, wenn Backups immer auf die gleiche einfache Art und Weise erstellt werden können. Deshalb ist ein gutes Backupprogramm ganz wichtig. Der zweite Punkt ist, dass man Backups mindestens einmal die Woche macht. Man kann sich nur schwer an etwas gewöhnen, was nur einmal im Monat gemacht werden muss oder noch seltener.
Es kann sinnvoll sein, einige wiederkehrende Sachen zu kombinieren, also neben dem Backup auch gleich ein Update des Virenscanners zu machen oder den virtuellen Papierkorb zu leeren und die Platte etwas aufzuräumen. Auch ein Computer braucht einfach ein wenig Pflege und diese Handgriffe können zusammengefasst werden.
Vernichtung von Datenträgern
Nach einigen Jahren sammeln sich viele Backup-Datenträger an. Dann kann es sinnvoll sein, ein Teil davon auszumustern. Einmal beschreibbare Medien müssen dabei ordnungsgemäß vernichtet werden. Schließlich sind ja wichtige Daten darauf enthalten.
Eine sinnvolle Strategie ist, die einzelnen Jahrgänge auszudünnen. Man behält dann nicht mehr die Backups von jeder Woche sondern nur noch von jedem Monat. So werden aus 52 Backups jährlich nur noch 12. Bei noch älteren Backups reicht es vielleicht aus, nur noch 2-3 Sicherungen eines Jahres aufzuheben. Ein wenig Sicherheit sollte man immer einbauen, falls mal ein Datenträger nicht mehr lesbar ist.
CD's und DVD's vernichtet man am besten, in dem man sie mindestens 2 mal mit einer stabilen Schere (z.B. Blechschere) durchschneidet. Das sollte für einfache Anforderungen reichen. Eine Wiederherstellung von Teilen wäre nur mit extrem kostspieligen Mitteln wieder möglich. Wer noch sicherer gehen will, muss sie in noch kleinere Schnipsel zerschneiden und Teile der Schnipsel zu unterschiedlichen Zeitpunkten und über unterschiedliche Wege entsorgen. Man sollte dabei immer bedenken, dass auf einem funktionsfähigen Stück CD von 1x1cm Größe immerhin ca. 10 Megabyte an Daten gespeichert sind. Das sind einige tausend Schreibmaschinenseiten. Jedoch kommt man nur mit teuren Spezialmaschinen an solche Information heran.
Bänder zu entsorgen ist nicht so einfach. Man müsste das Band der Länge nach in viele kleine Teile zerschneiden. Das ist ein enormer Aufwand. Verbrennen erscheint mir die einzig sinnvolle Alternative, die jedoch aus ökologischen Aspekten nicht sehr günstig ist.
Festplatten, die funktionieren, kann man mit professionellen Werkzeugen löschen. Formatieren reicht definitiv nicht aus! Defekte Festplatten, die noch Daten enthalten, sollte man demontieren und die Scheiben mechanisch zerstören. (Vorsicht, manche Scheiben sind aus Glas und zersplittern!) Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das generell machen, auch wenn die Festplatte ordnungsgemäß gelöscht werden kann. Das gilt besonders, wenn sensible personenbezogene Daten darauf enthalten sind.
Professionelle Datenrettung
Hat man nun doch keine Datensicherung von seiner Festplatte und diese ist zwar kaputt aber noch verfügbar, so gibt es die Möglichkeit der professionellen Datenrettung. Ehe man nun noch mehr kaputt macht und dann wirklich nichts mehr zu retten ist, sollte man nun sorgsam vorgehen.
Die Festplatte sollte aus dem Computer ausgebaut werden, wer sich das nicht zutraut, lässt es lieber einen Profi machen. Diese Festplatte bringt man am besten persönlich zu einer Datenrettungsfirma. Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, defekte Festplatten auszulesen. Sie haben teure Gerätschaften, die die Scheiben in der Festplatte direkt abtasten können.
Solch eine professionelle Datenrettung ist nicht billig. Zwischen 500-1500 Euro muss man mindestens anlegen. In schwierigen Fällen kostet es noch mehr. Die Erfolge sind jedoch oft gut. Selbst Festplatten, die einen Hausbrand überstanden haben, sind oft noch zu retten.
Zusammenfassung
Hier nochmal in Kurzform, worauf es bei Datensicherung ankommt:
- Datensicherung ist ein Muss!
- Regelmäßig Daten sichern, um sich daran zu gewöhnen und im Fehlerfalle ein aktuelles Backup zu haben. Sich immer wieder disziplinieren, regelmäßig Backups zu machen.
- Einfach zu bedienende Software verwenden, damit Backups nicht wegen Lästigkeit aufgeschoben werden oder sich Fehler beim Backup einschleichen.
- Backups testen. Öfters mal ein Restore (Wiederherstellung) durchführen und stichprobenhaft überprüfen, ob wichtige Dateien korrekt sind. Auch überprüfen, ob alles gesichert wurde. Ein Backup ist immer nur so gut, wie man es getestet hat. Kein Backup ohne Test!
- Trennung von Daten und Programmen. Nach Möglichkeit alle Daten separat in einem gemeinsamen Basisordner halten, am besten auf separater Partition/Laufwerk. Bei jeder Programminstallation darauf achten, was gesichert werden muss.
- CD/DVD Sicherung ist derzeit für viele das Backupmedium der Wahl.
- Vollsicherung mit sogenannten Image-Programmen z.B. halbjährlich erstellen.
- Auf Datenschutz achten. Backups sicher aufbewahren und ggf. verschlüsseln.
- Richtige Lagerung. Dunkel und bei Raumtemperatur. Bei Bändern und Festplatten auf magnetische Einflüsse achten. Bei Festplatten darauf achten, dass sie keinen großen Erschütterungen ausgesetzt sind.
- Memorystick und externe Festplatten eignen sich in der Regel nicht zur Langzeitarchivierung. Sie sind eher etwas für kurzzeitige Zwischenspeicherung.
- Hochwertige Backup-Medien einsetzen. Nicht am falschen Ort sparen.
- Überschreibende Sicherung als Strategie ist gefährlich. Der Datenstand eines beliebigen älteren Zeitpunktes muss zurückholbar sein. Hierfür z.B. wöchentliche Sicherung, die archiviert und nicht überschrieben wird.
- Räumliche Trennung als wichtige Sicherheitsmaßnahme. Backups sollten an einem anderen Ort aufbewahrt werden, möglichst weit entfernt. So erhält man seine Daten, auch wenn z.B. durch Brand oder Naturkatastrophen Werte vernichtet werden.
- Dokumentation: Ein Datensicherungslogbuch, in dem die mit Seriennummer archivierten Backupmedien eingetragen werden, kann sehr hilfreich sein, um den Überblick zu bewahren und im Fehlerfall die richtigen Medien parat zu haben. Sinnvollerweise sollte man dieses Logbuch regelmäßig ausdrucken.
- Entsorgung: Medien müssen fachgerecht entsorgt werden, damit Daten nicht von Dritten wieder hergestellt werden können.
Weblinks
- http://www.orlogix.com - Hersteller von Backup MyPC
- http://www.roxio.de - bietet derzeit auch Backup MyPC in Zusammenarbeit mit Orlogix an
- http://www.dantz.com/ - Hersteller von Retrospect Backup, ebenfalls eine bekannte Backuplösung für Windows Computer
- http://www.runtime.org/driveimage-xml.htm - Datensicherungsprogramm in der Lite-Version kostenlos.
- http://www.7-zip.org - 7-zip Packprogramm mit harter Verschlüsselung (AES), welches eine Reihe von Pack-Algorithmen kennt.
- http://www.truecrypt.org/ - Software für verschlüsselte Laufwerke (auch für externe Festplatten und USB-Sticks)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Partimage - Partitionen sichern, kostenlose linuxbasierte Software
- http://www.acronis.de/ - Acronis TrueImage - Partitionen und Festplattenimages anlegen, sehr empfehlenswertes Programm.
- http://de.wikipedia.org/wiki/Datensicherung
- http://de.wikipedia.org/wiki/Datensicherungsstrategie
- http://de.wikipedia.org/wiki/Bandlaufwerk
- http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Tape
- http://de.wikipedia.org/wiki/ZIP_%28Dateiformat%29
- http://de.wikipedia.org/wiki/7-Zip
- http://netzreport.googlepages.com/all_those_backups_waste_of_pay.html - Die Backup Hymne
Copyright und Hinweise
Copyright (c) 2005 Winfried Mueller, www.reintechnisch.de
Es wird die Erlaubnis gegeben dieses Dokument zu kopieren, zu verteilen und/oder zu verändern unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License, Version 1.1 oder einer späteren, von der Free Software Foundation veröffentlichten Version; mit keinen unveränderlichen Abschnitten, mit keinen Vorderseitentexten, und keinen Rückseitentexten.
Eine Kopie dieser Lizenz finden Sie unter GNU Free Documentation License.
Eine inoffizielle Übersetzung finden Sie unter GNU Free Documention License, deutsch.
In diesem Artikel werden evtl. eingetragene Warenzeichen, Handelsnamen und Gebrauchsnamen verwendet. Auch wenn diese nicht als solche gekennzeichnet sind, gelten die entsprechenden Schutzbestimmungen.
Alle Informationen in diesem Artikel wurden mit Sorgfalt erarbeitet. Trotzdem können Inhalte fehlerhaft oder unvollständig sein. Ich übernehme keinerlei Haftung für eventuelle Schäden oder sonstige Nachteile, die sich durch die Nutzung der hier dargebotenen Informationen ergeben.
Sollten Teile dieser Hinweise der geltenden Rechtslage nicht entsprechen, bleiben die übrigen Teile davon unberührt.